Neulich gab es etwas Aufregung bei den Filipinas im Bekanntenkreis. Seit 2012 gibt es den Elektronischen Aufenthaltstitel, eAT. Das bedeutet, der Aufenthaltstitel kommt nicht mehr in Form eines Aufklebers in den Pass, sondern man bekommt einen eAT in Form einer Scheckkarte.
Die Aufregung kam daher, weil eine Filipina für diesen eAT 130,- € bezahlte. Nun muss man dazu auch wissen, dass philippinische Pässe auch nur jeweils 5 Jahre gültig sind und die Erneuerung jeweils 60,- € kostet. Jetzt ist natürlich niemand davon begeistert alle 5 Jahre 190,- Euronen hinzublättern.
Deswegen habe ich mich in das Thema eingelesen und mal mit der Ausländerbehörde telefoniert. Dabei hat sich alles ein wenig relativiert.
Zunächst kann man sich über den eAT beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge informieren und zum Beispiel eine Informationsbroschüre herunterladen. Da steht alles Wissenswertes drin und welche Möglichkeiten der eAT offeriert.

Zu den Kosten:
Wenn ich nun alles und jeden richtig verstanden habe, sind rund 130,- fällig, wenn ein neuer Titel ausgestellt wird. Dies ist der Fall wenn von befristet auf unbefristet umgestellt wird. Zum Beispiel eine Filipina hat 3 Jahre Aufenthaltserlaubnis im Pass stehen und bekommt jetzt eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis. Oder lässt unbefristet auf eine Niederlassungserlaubnis ändern.
Wird jedoch der Titel nur erneuert, weil der Pass abgelaufen ist, dann kostet die eAT “nur” 30,- bis 35,- €. Also der Übertrag eines bestehenden Aufenthaltstitel ist erheblich billiger. Der eAT gilt immer nur so lange, wie auch der Pass gültig ist.
Im Falle unserer Filipinas bedeutet dies maximal 5 Jahre. Somit blechen wir alle 5 Jahre 60,- für einen neuen Pass und 30,- für die aktualisierte eAT Karte, sofern sie keine sonstige Veränderung in ihrem Aufenthaltsstatus hat.