Es herrscht Eiszeit im diplomatischen Konflikt zwischen Taiwan und den Philippinen.
Vergangene Woche, am 9. Mai, hatte die philippinische Coast Guard ein Fischerboot aus Taiwan beschossen, wobei der taiwanesische Fischer starb.
(Hier ein Archivbild der philippinischen Coast Guard)
Das ganze ereignete sich im Seegebiet südlich von Taiwan, 170 Kilometer nördlich der Philippinen.
Während Taiwan von einer unglaublichen Provokation spricht und festgestellt hat, dass sich am Fischerboot 54 Einschüsse befinden, sagen die Philippinen, sie hätten sich selbst schützen müssen, weil das Fischerboot sie rammen wollte und daher hätten sie auf den Maschinenraum geschossen.
Seit langem kommt es immer wieder zu diplomatischen Spannungen um dieses Seegebiet. Taiwan und China auf der einen Seite und die Philippinen auf der anderen, machen Rechte geltend, das Gebiet jeweils für sich nutzen zu wollen. Es werden dort u.a. Ölvorkommen vermutet.
Der aktuelle Streit lässt Taiwan nun so weit gehen, dass sie mit wirtschaftlichen Sanktionen drohen, Reisewarnungen ausgesprochen haben und jetzt ganz aktuell keine Visa zur Arbeit in Taiwan ausstellen. In Taiwan arbeiten rund 85 000 Filipinos. Deren Verträge sollen nach Ablauf nicht mehr verlängert werden. Wirtschaftliche Verbindungen zwischen den beiden Ländern sollen zurückgefahren werden.
Mir persönlich ist nicht so klar, was Taiwan nun konkret wegen dieses Vorfalls fordert. Eines ist auf jeden Fall klar. Es ist ein weiteres Druckmittel in der Auseinandersetzung um die Hoheitsrechte und Nutzungsrechte des Seegebietes zwischen diesen Ländern.







