Panaad 2015

Reise Tipp: Jährlich wiederkehrend im April die große Leistungsshow

Panaad – 2015 , noch bis zum 19. April

panaad_2015

Über diesen empfehlenswerten Event habe ich ja schon mehrmals hier im Philippinen Blog geschrieben. Die mehrtägige Veranstaltung ist wirklich ein Besuch wert, um sich über lokale Produkte zu informieren, traditionelle Trachten und Tänze sehen zu können,Sportwettbewerbe zu beobachten und natürlich auch um die philippinische Küche ausgiebig zu testen.

Waren statt Bares

Waren statt Bares. Oder Dienstleistungen vorab bezahlen statt Geld senden. Es gibt viele Möglichkeiten Personen auf den Philippinen zu unterstützen.

Einen interessanten Ansatzpunkt bietet dieses noch recht junge StartUp Unternehmen  Beam and Go

Screenshot Website Beam and Go

Screenshot Website Beam and Go

Der Unterstützer erwirbt für einen bestimmten Betrag einen Gutschein für ein Lebensmittelgeschäft. Oder zahlt auf eine Art Prepaid Karte für Leistungen im Gesundheitswesen ein.

Der Empfänger bekommt die Nachricht über den Eingang des Guthabens zugestellt und einen Einlöse-Code genannt. Er bekommt nur Waren oder die Leistung, jedoch kein Bargeld, Darlehen oder sonst etwas anderes als vorgesehen.

Die Idee dieses Projekts ist sicherlich ganz gut. Jedoch noch stark auszubauen. Denn die Waren können nur örtlich begrenzt abgeholt werden. Und ich habe die Preise für diese angebotene Dienstleistung nicht finden können. Vielleicht habe ich es aber einfach auch nur übersehen.

Wenn das mal flächendeckend angeboten wird und insgesamt weiter entwickelt wird, kann das durchaus für den einen oder anderen interessant werden.

Zur Webseite BeamandGo

Bill Gates auf Kurzbesuch

Bill Gates soll heute auf einem 2-stündigem Kurzbesuch in Los Baños , Laguna, Philippinen gewesen sein.

Dort befindet sich das International Rice Research Institute (IRRI), zu finden unter : www.irri.org

screenshot-irri

Dieses Institut lagert zum Beispiel das unterschiedlichste Saatgut von Reis ein. Aber forscht auch an der Weiterentwicklungen von genetisch verändertem Reis.  Das Stichwort lautet hier : Goldener Reis. 

Was Bill Gates dort genau gemacht hat, ist bisher nicht veröffentlicht. Bekannt ist aber, dass er die Forschungsarbeiten am Goldenen Reis unterstützt.

Jesus verhaftet

Ironie des Schicksals.

Jesus wurde am Karfreitag in einem Ort namens Candoni, Negros Occidental, Visayas, Philippinen verhaftet, so berichtet der Visayan Daily Star, in seiner Ausgabe vom 6. April 2015.

Screenshot / Zitat aus dem Bericht

Screenshot Visayan Daily Star

Screenshot Visayan Daily Star

Zwei Brüder im Streit. Der 44-jährige wurde vom 49-jährigen erschossen. Der 49-jährige wurde vom Vater, der Jesus heißt und 71 Jahre alt ist, zerhackt.

Jesus sitzt nun bei der Polizei ein.

Ohne Worte…

Taifun Chedeng

Der Taifun Chedeng (Maysak) ist auch wieder ein Supertaifun. Es wurden bereits erschreckende Fotos in den letzten 2 Tagen veröffentlicht,  die von Satelliten gemacht wurden. Er bewegt sich auf den Norden der Philippinen zu.

Die Berechnungen sagen, man erwartet Chedeng dort an der Ostküste am Samstag Nacht auf Ostersonntag.

Meteorologen sagen, dass sich der Taifun noch erheblich abschwächen wird und, so hofft man bisher, dass er dann “nur” noch ein tropischer Sturm sein wird.

Trotzdem sollen Touristen nicht mehr ganz in den Norden reisen. Man hat genug damit zu tun, die eigene Bevölkerung zu schützen.

Und man muss an Küstennähe mit sehr hohen Wellen rechnen.

Das langsame Sterben von Mary Jane Veloso

Diese Geschichte ist wahr, sie findet derzeit statt und es ist die Geschichte des langsamen Sterbens von Mary Jane Veloso.

Es ist auch die Geschichte einer korrupten und unfähigen Justiz in Indonesien.

Die Filipina Mary Jane Veloso sitzt seit 5 Jahren in der Todeszelle in Indonesien. Verurteilt als Schmuggler von Drogen, die ihr offensichtlich untergeschoben wurden.

Ihr Fall kam nun an die Öffentlichkeit, weil Indonesien diese Tage mehrere Exekutionen vornehmen möchte. Mary Jane Veloso hat sich kürzlich mit einer Petition zur Wiederaufnahme ihres Falles an das zuständige oberste Gericht in Indonesien gewendet. Dies wurde abgelehnt. Sie wurde in das Gefängnis auf einer Insel verlegt, wo Todesurteile meist schnell umgesetzt werden. Dieses Gefängnis hat keinen Frauentrakt.

Man versucht nun seitens der Philippinen diplomatisch noch was zu erreichen und auch dadurch, dass dieser Fall in die Öffentlichkeit gelangt.

So weit der Stand der Dinge zum 31. März 2015.

Liebe Leser, bevor ihr euch nun ein Urteil erlaubt, lest zunächst alles. Denn Dinge haben immer zwei Seiten und es stellt sich dann oft anders dar, wie es zunächst den Anschein hat.

Die Geschichte fängt natürlich viele Jahre früher an.

Die heute 30 jährige Mary Jane Veloso stammt aus einem kleinen Dorf in der Provinz Nueva Ecija  von einer sehr armen Familie ab. Sie war die einzige von 5 Kindern, der es möglich war, wenigstens 1 Jahr auf die High School zu gehen.  Schon mit 17 verheiratet, bekam sie schnell 2 eigene Kinder. Der Vater und Ehemann entzog sich seiner Verantwortung. Die Ehe wurde als ungültig erklärt, weil sie bei Heirat minderjährig war.

Um sich und ihre Familie ernähren zu können, ging sie als Haushaltshilfe nach Saudi Arabien. Floh nach 10 Monaten von dort, weil sie vom Arbeitgeber vergewaltigt wurde und als Frau dort bekanntlich ohne jegliche Rechte ist.

Anfang 2010 bekam sie dann einen Job als Haushaltshilfe in Kuala Lumpur, Indonesien, angeboten, von einer Person die man als Christina kennt und auch Filipina ist. Diese Chance wollte sie nutzen, reiste nach Kuala Lumpur und erfuhr von dieser Christina, dass der Job leider schon vergeben sei. Aber Mary Jane könne gleich weiter nach Yogyakarta fliegen, weil da gäbe es noch eine Arbeitsstelle, die frei ist.

Als Entschädigung für diese Umstände, bekam sie von dieser Christina noch $500 und eine neue Reisetasche in die Hand gedrückt. Die Tasche ist ihr zwar schwer vorgekommen, aber als sie diese öffnete, sei nichts darin gewesen. Und außerdem war ja diese Christina dabei.

Bei der Sicherheitskontrolle wurde die Tasche durch den Scanner gelassen und darin befanden sich versteckt  2.6 kg Heroin, verpackt in Alu Folie. Die Drogen hatten eine Verkaufswert von $500000,-

Von ihrer Begleiterin, dieser Christina, war nichts mehr zu sehen. Die war weg.

Für die Behörden in Indonesien war der Fall klar. Es gab weder Dolmetscher noch Rechtsbeistand. Sie wurde erst mal eingesperrt.

Es kam ein paar Monate später zur Gerichtsverhandlung. Als Dolmetscher wurde ihr ein dafür nicht lizenzierter Student beigeordnet, der zwischen den Sprachen Bahasa und Englisch übersetzen sollte. Das Problem dabei auch, dass diese Mary Jane nicht gerade richtig gut englisch kann. Man bedenke, sie hatte praktisch keine Schulausbildung. Ihr Verteidiger war ein Pflichtverteidiger, der aus Polizei nahen Kreisen gestellt wurde.

Und so wurde im Oktober 2010, die einfache, naive, ungebildete Filipina, die wirklich nichts weiß von dieser Welt, vom indonesischen Gericht zu Tode verurteilt.

Ein einfacher Fall für die indonesischen Behörden und die Statistik stimmte.

Im Jahre 2011 haben philippinische Behörden die erste Anfrage an Indonesien gesendet, um von der Todesstrafe abzusehen.

Es folgte ein neuer indonesischer Präsident im Jahre 2014. Dieser erklärte, dass Indonesien ein sehr großes Drogenproblem hätte und bis zu 50 Personen täglich im Land daran sterben würden. Daher würden alle Gnadengesuche abgelehnt.

Die Philippinen versuchen weiterhin über das Außenministerium die indonesischen Behörden umzustimmen. Man unterbreitet Angebote oder zeigt Musterfälle, bei denen doch noch Gnade gewährt wurde. Und man setzt darauf, dass auch 2 Australier in den Todeszellen sind und hofft, dass diese wegen des politischen Druckes nicht exekutiert werden. Dann hat man Vergleichsfälle.

Diese Christina, soll übrigens  immer noch dort leben, wo sie die ganzen Jahre über gelebt hat. Sie soll jetzt erst vor 2 Tagen abgehauen sein. So sagten Nachbarn gegenüber der philippinischen Presse. Aber sie hätten Angst darüber zu sprechen, weil diese Christina entsprechende Kontakte hätte und sie dann alle um ihr Leben fürchten müssen.

Nun möge sich jeder selbst sein eigenes Bild machen. Klar, sie hatte Drogen transportiert. Aber ist sie deswegen schuldig ? Und wenn ja, ist ihre Schuld so groß, dass man sie exekutieren muss ?

 

Philippinischer Handy Hersteller

Online Kommunikation auf den Philippinen funktioniert in erster Linie über Handy und mobiles Internet. Und das Land ist mit seinen nicht ganz 100 Mio Einwohner auch ein sehr großer Markt für Hersteller.

Sie haben seit  8 bis 10 Jahren auch ihre eigenen Unternehmen, philippinische Marken, die Smartphones, einfache Handys, aber auch Gadgets produzieren.

Wie zum Beispiel Cherry Mobile

Screenshot von der Webseite Cherry Mobile, Philippinen

Screenshot von der Webseite Cherry Mobile, Philippinen

Diesen Markenname hat sicherlich der eine oder andere auch schon in Deutschland gehört, weil dieses Unternehmen im Elektronikbereich ein breites Produktspektrum hat.

Aber sie bieten eben in erster Linie Smartphones auf dem heimischen Markt an. Zu Preisen, die oft erheblich günstiger sind, als Produkte anderer Unternehmen.

So wundert es kaum, dass der Marktanteil von Cherry Mobile auf den Philippinen bei deutlich über 20 Prozent liegt und etwa das doppelte von dem ist, was Samsung dort unter die Leute bringt.

 

Earth Hour 2015

Auch die Philippinen beteiligen sich 2015 an der Earth Hour, in der Zeit von 20:30 und 21:30 Uhr.

Ein Screenshot der Earth Hour auf den Philippinen, aufgenommen in einer ländlichen Region.

earthhour

Jetzt fragt sich der geneigte Leser, worin liegt den der Unterschied zwischen der Earth Hour, einem Brown Out und einem Black Out. Eines ist gemeinsam. Man sieht nix. Das eine ist nur einmal jährlich und das andere recht häufig.

  1. Earth Hour : Alle schalten das Licht aus
  2. Brown Out : Die Stromversorger befürchten dadurch ein Problem und schalten vorsorglich den Strom schon mal ab
  3. Black Out : Weil sonst kommt es zu unkontrollierten Ausfällen, wenn alle wieder das Licht Punkt halb zehn wieder einschalten.

Es wird im ganzen Barangay (Wohnviertel) ein Gekicher und Geknuffe geben, weil man kommt sich im Dunkeln näher und nutzt die Chancen, worauf es im folgenden Dezember zu einer überraschenden Anstieg der Geburtenrate kommt.

:-)

Internet für alle

Internet für alle , ist das Ziel einer von Facebook angeführten Initiative, die mit einer Reihe von Unternehmen Möglichkeiten eröffnet, dass sich für Menschen ändert, die keinen oder nur erschwerten Zugang zum Internet haben.

Die Initiative nennt sich Internet.org und im nachfolgenden Screenshot erklärt diese  Initiative ihre Ziele.

Screenshot der Seite About von Internet.org, Ziele der Initiative

Screenshot der Seite About von Internet.org, Ziele der Initiative

Die Philippinen sind nun nach ein paar Ländern in Afrika und Asien auch im Visier der Initiative und in den vergangenen Tagen konnte ich lesen, dass begonnen wurde, Maßnahmen zu ergreifen, um die gesetzten Ziele zu erreichen.

Da geht es um Infrastrukturen, finanzielle Möglichkeiten, es geht um Funkantennen, Provider, Handy Hersteller und auch eine App, die den Zugang auf bestimmte Seiten ermöglicht.

Das sind Webseiten wie Wetter, Google Search, Facebook, Wikipedia, aber auch lokale Seiten wie Jobsuche und ähnliches. Diese sollen dann über die App erreicht werden können.

In einem Video erklärt Mark Zuckerberg die Hintergründe zu dieser Initiative

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Und was hat der Philippinen Tourist davon ? Zunächst mal persönlich gar nichts. Er ist auch nicht Zielgruppe dieser Initiative. Aber er weiß nun, dass es so etwas gibt und kann vielleicht dem einen oder anderen dies erzählen, ein nicht mehr benötigtes Smartphone verschenken und die App installieren.