Diskriminierung wegen Alter im Job

Ist euch schon einmal aufgefallen, dass auf den Philippinen nahezu überall nur junge Menschen arbeiten ?

Zumindest in den Bereichen, die nach außen sichtbar sind.

Das liegt zum Teil natürlich an der Geburtenrate und der daraus resultierenden Alterspyramide. Aber auch daran, dass Unternehmen nicht selten nur Mitarbeiter beschäftigen, die deutlich unter 30 sind. In Shoppingmalls gehörst du schon mit 25 zum alten Eisen.

In Stellenausschreibungen steht dann immer wieder auch drin: „…not older than 25…“

Diese Diskriminierung wegen des Alters im Job wurde nun per Gesetz untersagt. Der RA 10911 ist bereits seit August 2016 geltendes Recht.

Ob es den Arbeitnehmern hilft ? Unternehmen werden sich jetzt vermutlich andere Begründungen ausdenken, um nur junge Leute zu beschäftigen.

Von der Altersdiskriminierung sind hauptsächlich Frauen betroffen, sagen die Befürworter diesen neuen Gesetztes.

Aber ich denke auch, ein neues Gesetz alleine reicht auf den Philippinen nicht aus. Es Bedarf einer anderen Denkweise überhaupt.

Wer als Frau bis 30 nicht verheiratet ist, ist in weiten Teilen der Bevölkerung nicht mehr „vermittelbar“, um es mal so zu nennen.

Oder wenn du mal über 40 bist, dann giltst du schon als ziemlich alt. Und die fünfzigjährigen zählen schon als Opa und Oma. Was sie meistens auch tatsächlich schon sind, da man schon recht jung geheiratet hat.

Das Problem an der ganzen Sache ist auch, dass die heute 40-jährigen oft überhaupt keine Arbeit mehr haben und bereits in diesem Alter die Unterstützung der Kinder benötigen.

Mit diesem Gesetz versucht die philippinische Regierung einen kleinen Ansatz zu finden, diesen Gepflogenheiten in den Altersstrukturen bei der Arbeit etwas Einhalt zu gebieten, um besagte Probleme etwas zu dämpfen.

Duterte beleidigt angeblich Obama

Der philippinische Präsident beleidigte angeblich den amerikanischen Präsidenten Obama.

Son of a whore (Hurensohn), sagte Duterte in einer Ansprache. Diese Rede gibt es auf Video und wer sie sich anhört, bekommt nach meiner Meinung tatsächlich Zweifel daran, ob es stimmt, was Teile der Medien wie ein gefundenes Fressen behaupten. Daher schrieb ich im Titel dieses Beitrages „Duterte beleidigt angeblich Obama“

Hier  ein Link zu YouTube mit dem Video zur Rede und hier gleich noch einer.

Nun bringen wir diese Rede noch in den richtigen Kontext zum dem, was diesen Sätzen voraus ging.

Obama kritisierte seit ein paar Tagen die Vorgehensweise der Philippinen im Kampf gegen die Drogen. Duterte sagte dazu auch seit Tagen, dass er sich selbstverständlich gern mit dem amerikanischen Präsidenten treffen würde.

Aber ! Er wolle sich nicht reinreden lassen, wie sie diesen Drogenkrieg führen.

Dazu sagte Duterte wörtlich “ You must be respectful. Do not throw away questions and statements. Son of a whore, i will curse you in that forum“…

Mit Forum ist ein Treffen mehrerer Präsidenten in Laos gemeint, wohin Duterte und Obama unterwegs sind.

Er kritisierte und ärgerte sich darüber, dass Obama Vorwürfe macht, gleichzeitig jedoch verantwortlich wäre, für außergerichtliche Tötungen irgendwo in der Welt und Obama möge sich mal darum kümmern, wie viele  Schwarze in den USA erschossen wurden. Und das wolle er, Duterte fragen. Dies müsse Obama nicht wegwischen wollen, aber gleichzeitig den Philippinen Vorwürfe machen.

Duterte war sehr verärgert darüber, wie sich die USA in die Politik der Philippinen einmischen und er sagte auch, dass er einzig dem filipinischen Volk verantwortlich wäre.

Der Hitzkopf Duterte wollte Obama nicht persönlich beleidigen, sondern es rutschte ihm in seiner rüden Art sich auszudrücken so heraus. Was ihm im Nachhinein leid tut.

Es war und ist jedoch auch klar, dass sich Teile der Medien nur darauf stürzten um diese einzelne Aussage herauszupicken, um eine Schlagzeile zu haben. Und die deutschen Medien sind, was die Philippinen betrifft, nicht gerade das was man informiert nennen könnte. Die übernehmen die Meldungen der Presseagenturen ohne Hintergründe weiter zu verfolgen.

Gesagt hat er es. Das sollte Duterte sich selbstverständlich verkneifen. Im richtigen Zusammenhang betrachtet, ist es nicht mehr ganz so starker Tobak, wie es sensationslüsterne „Journalisten“ gern hätten.

Unter Verdacht

Wie wir alle wissen, findet auf den Philippinen eine gigantische Aufräumaktion im Bereich Drogen, Konsum und Handel statt. Tausende wurden festgenommen, gingen freiwillig zur Polizei und Hunderte wurden bei Razzien erschossen.

Da stellt sich die Frage, was machst Du wenn du unter Verdacht stehst Drogen zu nehmen oder damit zu handeln ? 

Wie ich bereits in einem meiner früheren Beiträge die Vermutung äußerte, dass sich bei dieser Form der Bekämpfung des Drogenproblems auf den Philippinen, der Denunziation, den falschen Verdächtigungen und Anschuldigungen, Tür und Tor geöffnet wird, so wird mir dies täglich wiederkehrend, durch Berichterstattungen bestätigt.

An einem Beispiel darf ich dies mal näher erläutern.

Nehmen wir einen jungen Mann und nennen ihn hier Jose. Er ist 30 Jahre alt, verheiratet, 3 Kinder, hatte die Schule 5 Jahre besucht und arbeitet seit er 14 ist. Es sind einfache Tätigkeiten als Beifahrer und Helfer auf einem kleinen Lkw der Kühlwaren ausliefert. Abends fährt er zusätzlich noch ein paar Stunden Trisikad (Mopedtaxi), welches ihm selbst gehört.

Jose hat damit ein Einkommen, welches ihm und seiner Familie ein Leben ermöglicht, bei welchem sogar Geld übrig bleibt für Handy, Internet, einmal im Monat Ausflug mit Kindern und Frau, Schule und Kleidung können sie bezahlen.

Insgesamt hat Jose eine typische junge philippinische Familie, die modern für sich lebt und nicht mehr im Großverband mit 25 anderen unter einem Dach, mit moderatem aber geregeltem Einkommen. Nie hat er sich etwas zu Schulden kommen lassen. Ein ehrlicher, schon beinahe naiv wirkender junger Familienvater.

Eine Abends kommt Jose von seiner Tour als Mopedtaxifahrer früher nach Hause als wie gewohnt. Er ist kreidebleich im Gesicht und verängstigt.

Jose traut sich kaum zu erzählen, was passiert war, weil die Kinder dies hören könnten. Und so macht er das Licht aus im kleinen Haus und flüstert seiner Frau mit zittriger Stimme zu, dass er auf einer Liste stehe. Einer Liste mit Namen. Diese hängt aus am Office des Barangay Captain (das ist die kleinste Verwaltungseinheit, so etwas wie Bezirksamt eines Stadtteils, nur erheblich schlichter). Die Überschrift der Liste lautet : Gesucht werden wegen Drogenverdachts, Konsum und Handel, in unserem Stadtteil folgende Personen…

JOSE …..

Nun bekommt es auch seine Frau mit der Angst zu tun. Denn sie wissen ja, wer sich nicht umgehend freiwillig meldet, wird von der Polizei festgenommen oder zufällig erschossen.

Jose und Frau fürchteten sich in dieser Nacht, wie schon lange nicht mehr in ihrem Leben. Auch die Kinder spürten, dass etwas nicht stimmte und fingen an zu weinen.

Am nächsten Tage verkroch sich Jose in seinem kleinen Häuschen und seine Frau ging ängstlich zum Büro des Barangay Captain. Dort sah sie sich die Aushänge an, redete mit anderen, die auch die Denunziationsliste lasen und traute sich dann schüchtern im Büro nachzufragen, wie das sein könne, dass der Name ihres Mannes auf der Liste stehe. Dort wußte man natürlich von nichts und wußte auch nicht wer sie erstellt hatte. Fehlte nur noch, dass man sagte, die Liste hat sich von alleine an den Aushang getackert. Sie möge sich an die Polizei wenden.

So ging die Frau von Jose zur nächsten Polizeiwache. Nach geduldigem Warten erklärte man ihr dort, dass es sich nicht um ihren Mann handelt, sondern jemanden mit dem selben Namen. Ihr Mann, Jose, möge jedoch selbst bei der Polizeiwache vorbeikommen, zwecks einem finally clearing.

Erleichtert rief sie ihn gleich an, er möge dringend zur Polizei gehen. Jose traute es sich aber noch nicht. Er hatte die Hosen gestrichen voll, wie man so sagt, und hatte Angst auf die Straße zu gehen.

Es brauchte noch viel gutes zureden seiner Frau und seinen ganzen Mut, dass er sich auf den Weg zur Polizei machte. Er fürchtete auf der Straße angehalten und kontrolliert zu werden.

Auch nach Klärung zu seiner Person und den Personalien, ist ihm auch 3 Wochen später immer noch mulmig, wenn er arbeiten geht oder sein Trisikad fährt.

 

Kosten der Mangelernährung

Eine lesenswerte Studie, veröffentlicht auf den Seiten von Save the Children, hat die

Kosten der Mangelernährung auf den Philippinen

berechnet.

Für die schnellen Leser: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die errechneten Kosten der Unterversorgung die finanziellen Schäden der Naturkatastrophen in den Philippinen im Jahr 2015 um ein mehrfaches übersteigen.

Das scheint zunächst etwas zu überraschen. In der Studie wurde jedoch berücksichtigt, wie sich Unterernährung, Unterversorgung und Hunger auch auf das Erwachsenenalter auswirkt und somit auch auf die Leistungsfähigkeit im späteren Berufsleben insgesamt.

Erschreckend auch zu erwähnen, dass die Unterversorgung der Kinder um 3 Prozent auf 33 Prozent innerhalb von 2 Jahren zugenommen hat.

Die Studie fordert als Resümee eine bessere Versorgung von Kindern in den ersten 1000 Tagen ihres Lebens und eine bessere Versorgung von Schwangeren in Sachen Ernährung und Gesundheit.

Für die Leser, die es komplett lesen möchten:

Den gesamten Artikel könnt ihr im englischen Original hier lesen :   Child stunting costs Philippine economic 7 billion $ in a year

Dort befindet sich auch ein Link zum herunterladen der Studie

Schwunghafter Handel hinter Gittern

Ein schwunghafter Handel hinter Gittern, meldeten Informanten der Polizei, weshalb diese am vergangenen Samstag eine Großrazzia im Cebu City Jail durchführte.

3089 Insassen mussten sich komplett ausziehen um ihre Kleidung auf Drogen und Waffen durchsuchen zu können.

Es wurden 4.6 Mio PHP Bargeld beschlagnahmt, was locker 92 000.- € sind. Und es wurden Drogen im Wert von 1 Mio PHP sichergestellt ( rund 20000.- €)

4 Aufseher wurden gleich festgenommen und bei 29 weiteren werden in den nächsten Tagen genauere Untersuchungen und Ermittlungen geführt.

Der oberste Superintendent des Cebu City Jail wurde mit sofortiger Wirkung  ausgewechselt.

 

Philippinen in Rio 2016

Die Philippinen bei der Olympiade in Rio 2016.

Eine kleiner Überblick:

Insgesamt sind 13 Athleten, vertreten in in 8 Sportarten, nach Brasilien gereist. Das sind Gewichtheben, Golf, Boxen, Weitsprung, Taekwondo, Schwimmen 400 m, Marathon und 400 m Hürden.

Bisher gab es 1 Medaille. Silber gewann die Gewichtheberin Hidilyn Diaz (25) in der Gewichtsklasse bis 53 kg. Als Belohnung wurden ihr vom philippinischen Präsidenten Duterte 2 Mio PHP versprochen.  Der bekannte und beliebte Boxsportler und Senator Manny Pacquiao hat zugesagt, er werde der Silbermedaillengewinnerin auch etwas zukommen lassen.

Am heutigen Sonntag sind 2 Filipinos bei Wettbewerben dabei. Um 12:00 h MEZ im Golf und um 14:30 ist das Finale im Marathon.

Weitere Infos und auch meine eigene Wissensquelle ist die offizielle Webseite Rio 2016 und dort die Team PH Seite Philippinen.

 

 

Drogenkrieg auf den Philippinen

Ob man es als richtig oder falsch empfindet, möchte ich hier nicht beurteilen. Aber was da seit etwas mehr als einem Monat auf den Philippinen passiert, kann man schon als Drogenkrieg bezeichnen.

Der Staat gegen die Drogen.

In nicht einmal 5 Wochen wurden über 1300 Drogenhändler und Dealer erschossen. Alle bei polizeilichen Einsätzen.

Wer auf den Philippinen mit Drogen erwischt wird, kommt sowieso auf immer und ewig in irgendwelche Gefängnisse, die unglaublich üble Zustände haben.

Dort möchte natürlich keiner hin und glaubt sich den Festnahmen widersetzen zu müssen und bezahlt dabei mit seinem Leben.

Duterte lässt jedoch nicht nur die kleinen Dealer und Konsumenten jagen, sondern auch kriminelle Reihen der PNP (Polizei) säubern, Tests machen, entlassen, bestrafen und mehr.

Selbst ranghohen Generälen der Armee wurde nachgewiesen, dass sie ihre Finger in diesem schmutzigen Geschäft hatten.

Der philippinische Präsident nimmt auch keine Rücksicht auf politische Ämter der Verdächtigen. Wer mit Drogen zu tun hat, ist dran.

Als nächstes möchte Duterte die ganz großen im Drogenhandel festnehmen lassen.

Zehntausende Konsumenten und Kleindealer haben sich mittlerweile selbst den Behörden gestellt. Man weiß schon gar nicht wohin mit diesen Leuten. Mit Reha und Entzugskliniken sieht es ganz schlecht aus. Daher platzen alle Gefängnisse vollends aus den Nähten.

Das Drogenproblem ist auf den Philippinen sehr groß. Weite Teile der Gesellschaft sind damit in all seinen Formen durchsetzt. Angefangen von der Herstellung, dem Konsum, dem Handel, der Korruption und der Beschaffungskriminalität.

Ein weiteres Problem welches ich bei diesen „Säuberungen“ sehe, ist der Umstand, dass  korrupte Behördenmitarbeiter ihre Mitwisser erschießen oder erschießen lassen.

Derweil lässt Duterte im Senat verschärfte Gesetzesänderungen diskutieren inklusive der Wiedereinführung der Todesstrafe bei entsprechend schweren Drogendelikten (Hintermänner…).

Die kommenden Monate werden wohl noch spannend werden.

 

Filipino Migrants in Germany

Keine Frage, es gibt viele Filipino Migrants in Germany.

Eine Hilfe zum Start gibt das Orientation Booklet for Filipinos in Germany

Orientation Booklet

Orientation Booklet

Dieses wurde erstellt von der University of the Philippines Alumni Association Germany e.V. und ist bei der Philippine Embassy in Berlin erhältlich oder als pdf über  die upaagermany

 

 

Metro Deals

Wie das Leben so spielt, kommen wir erst nächstes Jahr wieder auf die Philippinen und haben daher momentan keine neuen Reiseberichte im Blog. Somit beschränken wir uns 2016 auf andere interessante Ereignisse, Webseiten und Informationen über die Philippinen. Einem Land, über welches viele Medien in Europa in der Regel nur mit Halbwissen glänzen.

Heute darf ich ein Startup Unternehmen vorstellen, dass mittlerweile seine Nische gefunden hat und eine entsprechend gute Performance hinlegt.

MetroDeal

Screenshot

Screenshot

Mit einer Niederlassung in Manila und einer in Cebu werden Schnäppchen im Bereich Einkaufen, Essen, Freizeit oder auch Reisen online gestellt.

Ist der passende Deal dabei, kauft man sich einen Voucher, den man sich nach Bezahlung ausdrucken kann. Bezahlmöglichkeiten gibt es bekanntlich auf den Philippinen viele. In der Regel mittels einer App auf dem Smartphone.

Da man ein Kundenkonto bei MetroDeal benötigt, dürfte es für Touristen nicht ganz so  attraktiv sein, aber ich denke, jeder hat Verwandte in Manila (wenn er mit einer Filipina zusammen ist), und da kann sich jemand registrieren und den Voucher erwerben.  Ein Beispiel wären die dort angebotenen Aktionspreise für den Ocean Park.

Die Webseite findet ihr unter www.metrodeal.com