Dutzende Festnahmen auf den Philippinen
Das Militär meldet Dutzende von Festnahmen in der Unruheprovinz im Süden der Philippinen. Wie die meisten Leser wissen, wurde am Freitag das Kriegsrecht für diese Provinz verhängt.
Nach offiziellen Angaben war dies erforderlich, weil auf dem gewöhnlichen Rechtsweg kein vorwärts kommen möglich gewesen sei. Die Behörden suchen nach etwa 80 bis 100 Personen aus dem Amputan Clan und sie beobachteten angeblich, wie sich immer mehr bewaffnete Gruppen zusammen fanden.
Gleichzeitig wurden 1000 Polizisten entlassen und angeblich sollen die zuständigen örtlichen Gerichte die Ausstellung von Dursuchungsbeschlüssen und Haftbefehlen sehr schleppend oder gar nicht bearbeitet haben.
In der Unruheprovinz sollen sich rund 4000 Soldaten im Einsatz befinden.
Das Kriegsrecht wurde vom Parlament bestätigt und muss innerhalb von 60 Tagen erneut vom Parlament geprüft werden.
Ob dies das richtige Mittel ist, um bei Straftaten die Täter zu verfolgen, vermag ich aus der Ferne nicht zu beurteilen, zumal niemand von uns die tatsächlichen örtlichen Verhältnisse kennt.
Ich möchte aber zu bedenken geben, dass schon einmal ein Präsident der Philippinen, der Diktator Marcos, das Kriegsrecht benutzt hat, um sich selbst im Amt zu halten und Wahlen dadurch verhinderte.



