Warenwirtschaft auf den Philippinen

Ein Land zwischen modernster Techniken, perfekter Betriebswirtschaft und “kann-nicht-2-und-2-zusammenzählen.”

Kleinen Sari-Sari Stores (das sind so Kioske, Miniläden, die alles mögliche nebenher verkaufen) wird nachgesagt, sie arbeiten nach dem Prinzip Umsatz ist gleich Gewinn. Und dann wundern sie sich, wenn sie ständig pleite sind.

Es geht aber auch anders. Moderne Warenwirtschaft auf den Philippinen ist ein computergesteuertes Netzwerk, welches hunderte Filialen erfasst. Wie zum Beispiel bei Jollibee. Einer Fastfood Kette.

jollibee-fastfood

Wie vernetzt das ist, wie zentral gesteuert und wie Filialen ferngesteuert sind, hat sich gestern gezeigt. Und zwar bei einer folgenschweren Panne.  Eine neue Software wurde in der Firmenzentrale installiert und diese “verrechnete” sich ganz gewaltig im Bedarf an Waren. Dadurch gingen diese in 72 Filialen aus, weil der Nachschub fehlte. Mit dem Resultat, dass diese sogar ganz schließen mussten, weil sie nichts mehr zu verkaufen hatten.

Dieses Warenwirtschaftssystem erfasst also alle Bestände, die Verkäufe, den erforderlichen Nachschub und was sich auf dem Transportweg befindet.

Einem Filialleiter wird dadurch jegliche Verantwortung abgenommen. Er muss nur aufpassen, dass alles gescannt wird.