Ausbildung Krankenschwestern auf den Philippinen

In vielen Krankenhäusern in D arbeiten seit rund 2 Jahren  mehr und mehr Krankenschwestern und Pfleger von den Philippinen. In Tübingen sollen es wohl schon rund 70 sein, in Reutlingen sollen es 30 werden, und so geht es regional an vielen Orten weiter mit der Mitarbeitergewinnung.

Aber wie findet eine Ausbildung zur Krankenschwester auf den Philippinen statt.

Hier ein paar Hintergründe zu diesem Thema.

Die Ausbildung findet nur in  privaten Schulen statt. Staatlich gibt es da rein gar nichts. Die Auszubildenden tragen zunächst die Kosten für ihre Bewerbungsunterlagen und das Registrieren für die Semester.

Pro Semester, oder pro Halbjahr, kostet dies mittlerweile bis zu 100 000.- Peso. Das sind umgerechnet ungefähr 1600.- €

Die Ausbildung geht dann 4 Jahre.

Dies ist für große Teile der Bevölkerung sehr viel Geld bzw. überhaupt nicht finanzierbar.

Hinzu kommen Bücher, Kleidung, Wohnen, Essen und mehr. Im Rahmen der Ausbildung werden die zukünftigen Krankenschwestern irgendwo eingesetzt. Und auch dort müssen sie auf eigene Kosten überleben.

Familien verschulden sich dadurch sehr hoch. Manche haben Sponsoren in der Verwandtschaft, die bereits im Ausland leben und finanzielle Unterstützung für die Ausbildung senden.

Nach der Ausbildung verdient eine Krankenschwester auf den Philippinen sehr wenig Geld. Deswegen möchten viele ins Ausland. Bevorzugt  natürlich in englischsprachige Länder.

Um nach Deutschland zu gelangen, im Rahmen eines Programmes welches die beiden Länder vereinbart haben, muss zunächst Deutsch Level B1 bestanden werden.

Sind sie dann tatsächlich in D in einem Krankenhaus angestellt, muss innerhalb eines Jahres Deutsch B2 erworben werden, sowie die deutschen Qualifikationen im Pflegeberuf erlangt werden. Das heißt, sie müssen hier die Prüfungen nochmals ablegen.

Es ist also nicht einfach und Durchhaltevermögen ist gefordert.

Während sie ihr neues Leben hier aufbauen, müssen die meisten dann die entstandenen Schulden zurückzahlen und es wird auch erwartet, dass sie ihre Familien auf den Philippinen unterstützen. Zum Beispiel den Eltern jetzt helfen oder Geschwister eine Ausbildung ermöglichen.