Kategorie-Archiv: Manila

Alle Hilfspolizisten gefeuert

Manila hat alle 600 Hilfspolizisten  gefeuert, die nichts anderes tun sollten, als den Straßenverkehr zu regeln. Man nennt sie Traffic Enforcers.

Dazu alle 90 Personen aus der Verwaltung.

Begründet wurde dies mit der auswuchernden Korruption und körperlichen Auseinandersetzungen mit Verkehrsteilnehmern.

Traffic Enforcer sollen den Straßenverkehr regeln, sich um Falschparker kümmern, aber auch um grobe Verkehrsverstöße. Sie sind mehr so Hilfspolizisten, können jedoch durchaus Strafzettel austeilen und Verwarnungen erstellen.

Und da regelt oft das Verhandlungsgeschick, wie hoch die Verwarnung ausfällt und ob man eine Quittung benötigt oder nicht.

Es teilweise schlimm mit denen. Wenig Ahnung, ungebildet und stets auf Opfersuche. Wenn du Tourist bist, sehen sie dich als die Kuh an, die zu melken ist.

Das hört sofort auf, wenn du das Handy in die Hand nimmst und sagst, du rufst jetzt einen hochrangigen Polizisten oder sonst wen an.

Die gefeuerten können sich neu bewerben. Es wird aber jeweils vor Wiedereinstellung eine Einzelfallprüfung durchgeführt. Und es werden nur noch 300 eingestellt. Dieser Traffic Enforcer Haufen wurde immer größer und teuerer für die Stadt und deren Nutzen wurde immer geringer.

 

APEC 2015 in Manila

Von kommenden Freitag, den 13. November, über das gesamte Wochenende hinweg, bis einschließlich 20. November, findet in Manila die Zusammenkunft der APEC Staaten statt.

APEC ist die Asia-Pacific Economic Cooperation. Die Asiatisch-Pazifische Wirtschaftsgemeinschaft. Immerhin repräsentiert diese rund die Hälfte der Weltbevölkerung.

Es wird teilweise zu sehr großen Behinderungen und Einschränkungen in und um Manila kommen.

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Viele Flüge werden nicht stattfinden. Die Sicherheitsvorkehrungen sind verschärft. Der Flughafen wird bevorzugt die rund 10 000 Delegierten abfertigen. Am besten man macht ab nächster Woche einen großen Bogen um Manila.

Denn auch die Züge der Nahverkehrslinien werden angehalten, wenn Abgeordnete der APEC in die Nähe von Haltestellen kommen und daran vorbeifahren. Und der Straßenverkehr wird sowieso gestoppt oder umgeleitet.

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Die Philippinen bereiteten sich intensiv seit mehr als 1 Jahr auf dieses Treffen vor. Dazu gab es viele Arbeitskreise und Arbeitstreffen von Organisatoren.

Immerhin gehören 21 Staaten zur APEC.

Dies sind die Länder : Australien, Brunei, Canada, Chile, China, Hong Kong, Indonesien, Japan, Süd Korea, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Papua Neu Guinea, Peru, Philippinen, Russland, Singapore, Taiwan, Thailand, USA und Vietnam.

Die Gesprächsthemen sind :  Weltgesundheit, Klima, Umwelt, Finanzen. Dazu treffen sich die Delegierten vom 13. – 14. November, das Ministertreffen findet zwischen dem 17.  und 20. November statt und die Staatsoberhäupter treffen sich am 18. und 19. November 2015.

In der Metro Manila wird es erhebliche Absperrungen im Straßenverkehr geben. Es werden sogar Sonderspuren eingerichtet, die nur von APEC Berechtigten befahren werden dürfen.

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Die obige Grafik ist nur eine von mehreren und stammt wie die beiden anderen Grafiken von der Informationswebseite des Organisationsteams der APEC in Manila.

Reisende müssen aber auch an anderen Orten damit rechnen, dass es wegen dieses Treffens zu Behinderungen kommen kann. Denn einzelne Veranstaltungen sind in andere Städte ausgelagert, wie Cebu City und sogar von Boracay war die Rede.

Philippinen per Street View entdecken

Vor 4 Wochen kündigte Google an, dass die Philippinen per Street View entdeckt werden können.

Und so nach und nach werden die Daten aufbereitet und veröffentlicht.

Für die Metropole Manila klappt das auch schon recht gut. Ich habe einfach mal auf gerate wohl in Maps in eine kleine Straße gezoomt und das hier bekommen

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Da ist aber recht wenig verpixelt 🙂

und ein 2. Beispiel

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Dann habe ich das gleiche mit Cebu City versucht. Das hatte jedoch nicht funktioniert.

Aber ich denke, da kommt in den nächsten Monaten noch einiges mehr hinzu.

Was man auf jeden Fall schon einmal machen kann, ist Manila näher anzusehen und einen ersten Eindruck bekommen. Das ist schon recht interessant und unterhaltsam.

In Manila Taxi per App rufen

Es ist ein leidiges Thema mit den Taxi in Manila. Immer wieder hören wir von Nepp, Diskussionen um das Einschalten von Taxameter, Umwege fahren, Taxi die mit dem Gepäck des Fahrgastes davonfahren, Frauen die lästig angemacht werden und mehr.

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Es gibt aber auch Taxifahrer die anständig ihren Job erledigen. Die sich transparent machen, um das Vertrauen der Fahrgäste zu bekommen.

Sie sind bei einem Service registriert. Mit Name, Taxinummer, Kennzeichen, die Fahrstrecke wird online hinterlegt, der Abholort, das Ziel.

Dieser Service nennt sich Grab Taxi

Screenshot GrabTaxi

Screenshot GrabTaxi

Die Möglichkeit ein Taxi per App zu rufen, gibt es nicht nur in Manila, sondern wird auf den Philippinen auch in Cebu, Davao und Iloilo angeboten. Dieses System befindet sich im Aufbau und wurde erst vor wenigen Wochen  staatlich zugelassen.

Als Kunde kostet die Fahrt in Manila 70 Peso mehr, als das Taxameter anzeigt. Damit werden für den Taxifahrer die Kosten bezahlt. Das Taxameter wird erst eingeschaltet, wenn der Fahrgast einsteigt, somit sind in den 70 Peso auch die Anfahrtkosten mitbezahlt.

Man kennt GrabTaxi auch in anderen Ländern Südostasiens.

Außerdem wird unter GrabCar ein Fahrerservice angeboten. Man bucht damit praktisch einen Limousinenservice.

Links zum Thema :

GrabTaxi

GrabCar

 

Deutscher Bettler in Manila

Ein deutscher Bettler hält sich seit einigen Wochen in Manila auf. Er ist relativ jung und ihr erkennt ihn an seinem extrem geschwollenem Bein.

Wer Mitleid mit ihm hat, dem sei gesagt, dass dieser Benjamin H.  (Link führt zu FB, seine “Fanseite” ist für jedermann einsehbar) inzwischen sehr wohl bekannt ist und über eine Mitleids-Tour andere Menschen ausnutzt und sich dadurch seine Urlaube und Bordellbesuche finanziert.

Thailand musste er zum Beispiel nach Festnahme durch die Polizei verlassen. Auch dort war er durch sein Verhalten aufgefallen.

Zwischendurch war er mal wieder in Deutschland, dann in Dänemark und nun eben auf den Philippinen.

Wie gesagt, er lebt auf diese Art und Weise, versucht einen auf Mitleid und bettelt um Geld für eine Rückreise. Leider fallen Menschen auf ihn herein und glauben das was er sagt. Es ist jedoch seine Masche zu reisen.

In der philippinischen Presse wird vor ihm gewarnt.

Job Börse zum Unabhängigkeitstag

Große Job Börse zum 117. Unabhängigkeitstag der Philippinen

Und zwar ist dieser Independence Day jährlich am 12. Juni und gilt landesweit als  der Tag der Unabhängigkeit von der spanischen Kolonialherrschaft im Jahre 1898.  Dafür wurden sie dann gleichzeitig amerikanische Kolonie. Da wiederum wurde die Unabhängigkeit am 4. Juli 1964 vereinbart.

Und weil es somit mehrere Möglichkeiten zum Feiern gibt und es sogar Überschneidungen mit anderen Feiertagen gibt, hat man sich dann irgendwann auf den 12. Juni als nationalen Feiertag und Unabhängigkeitstag geeinigt.

Und an diesem heutigen wunderschönen Tag, hat das DOLE, Ministerium für Arbeit, im Rizal Park (Luneta) , Manila eine große Jobbörse veranstaltet.

Rizal Park, Luneta, eigene Aufnahme

Rizal Park, Luneta, eigene Aufnahme

30 000 Stellen wurden von 60 örtlich und 25 international tätigen Agenturen angeboten. Es sollen sich rund 15 000 Bewerber auf die Angebote beworben haben.

Insgesamt soll es auf den Philippinen 131000 offene Stellen geben, so ein Sprecher des DOLE. Darunter Stellen in Call Center, Restaurants, Kassiererinnen, in der Verwaltung, bei der Armee, Polizei oder auch als Lehrer(in).

International werden Haushaltshilfen gesucht, Restaurantkräfte, Fahrer, Bauarbeiter, Krankenschwestern, überwiegend in den Ländern wie Qatar, Kuwait, Saudi Arabien, Taiwan.

 

Mindestlohn in Manila

Der Mindestlohn in Manila, Philippinen, wird zum April 2015 angehoben.

Um sage und schreibe 15 Peso

Das sind mit dem Umrechnungskurs von heute 31 Ct.

100-piso-schein

Das ist pro Tag und ein Beschäftigter in der Metro Manila soll nun täglich 481 Peso verdienen. Aber nur in der Metro Manila. Und auch nur wenn er nicht im Agrarsektor tätig ist. In der Provinz oder im Landwirtschaftsbereich sieht es wieder anders aus. Da ist es noch weniger.

481 PHP sind rund 10.- €.  Aber die Philippinen sind wahrlich kein günstiges Land. Sie gehören ja keinem Länderverbund an, welcher seine Produkte subventioniert (Bsp. EU oder anderes).

Das Land produziert nicht sonderlich viel. Selbst Reis muss importiert werden. Und so auch nahezu alles, was man zum überleben benötigt. Da kann man sich  leicht vorstellen, dass die Preise entsprechend hoch sind.

10000 Familien obdachlos nach Brand

Man spricht mittlerweile von bis zu 10 000 Familien die bei einem Brand in einem Stadtteil von Manila obdachlos wurden.

Bekanntlich sind die Familien auf den Philippinen nicht gerade das was man klein nennt. Somit sind viel mehr Personen betroffen und ohne Bleibe.

Im Tondo brannten  rund 5000 Shanties ab. Das sind einfachste Hütten, die irgendwie zusammengenagelt wurden.

Das Feuer brach gestern Abend gegen 18:30 aus und die letzten Glutnester konnten erst heute am Vormittag gegen 06:30 gelöscht werden.

Die Ursache des Brandes ist bisher nicht bekannt. War es an einer Kochstelle ? War es durch elektrische Installationen ?

Steckt mehr dahinter ? Wem gehört das Land auf dem die Hütten stehen ?

Es hat auf jeden Fall wieder die Ärmsten der Armen getroffen. Ein Elendsviertel, von denen es viel zu viele auf den Philippinen gibt.