Kategorie-Archiv: Philippinen

Landesweites Rauchverbot

Jetzt gilt es, das

landesweite Rauchverbot

auf den Philippinen, an und in öffentlichen Gebäuden, an und um Schulgelände, öffentliche Einrichtungen, Busterminals, Plätzen, Krankenhäusern, sonstigen medizinischen Einrichtungen, Malls….

Ab Sonntag, 23.07.17 tritt dieses Gesetz in Kraft, welches zuvor bereits schon einzelne Städte in ihren Stadtverordnungen hatten.

Aktuelle Reisewarnungen Philippinen

Die aktuellen Reisewarnungen des Auswärtigen Amt für die Philippinen, würde ich als Reisender schon auch ernst nehmen.

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Sie betreffen die südlichen Regionen. Dort gibt es leider immer wieder mal Auffälligkeiten.

Man muss keine besondere Angst haben,  um auf die Philippinen zu reisen. Jedoch muss es nicht sein, dass man bestimmte Gegenden aufsucht. Auch wenn diese landschaftlich besonders reizvoll sind.

Und ich denke, es ist auch nicht verkehrt, sich die weiteren angebotenen Informationen zum Land durchzulesen.

Zur Seite des Auswärtigen Amtes mit den Reise- und Sicherheitsinformationen.

 

 

Erwartungen 2017

Was erwartet uns 2017 im Zusammenhang mit den Philippinen ?

neuesjahr png

Einiges an Veränderungen dürfte die Vereidigung des künftigen amerikanischen Präsidenten Trump verursachen.

Zum einen in der militärischen  und finanziellen Unterstützung, Ausrüstung und Beratung im Kampf gegen Rebellen- und Entführer Gruppen.

Aber zum anderen kann ich mir auch gut vorstellen, dass sich auch Einreisebedingungen in die USA für Filipinos verschärfen oder zumindest intensiver bei Visa Anträgen hingesehen und überprüft wird.

Und was wird aus den vielen Filipinos die sich nicht mehr legal in den USA aufhalten und ihre Visa überschritten haben ?  Setzt Trump seine Ankündigungen um, illegale Philippiner auszuweisen ?

Nicht viel Vorausahnung gehört zu der Aussage , dass sich der Kampf gegen Drogen und Korruption fortsetzen wird.

Das kommende Silvester könnte sich auf den Philippinen ganz anders abspielen. Und zwar ohne Böller und Raketen. Denn strikte lokale Verbote, deren Überwachung und die Befürchtungen tatsächlich hart bestraft zu werden, wenn etwas passieren sollte, haben die Verletzungen durch Feuerwerkskracher auf eine verschwindend geringe Anzahl gemeldeter Vorkommnisse zusammenschmelzen lassen. Von rund 10000 auf 350 ! Landesweit. Duterte kündigte zuvor an, landesweit ein Verbot für Feuerwerkskörper zu erlassen.

Manny Paquiao möchte nur noch als Produzent in der Filmindustrie tätig werden. Zuvor war er gleichzeitig auch noch die Hauptfigur und der Regisseur in seinen filmischen Werken. Stellt sich mir momentan auch die Frage : Kennt jemand einen seiner Filme ? Habe ich etwas verpasst ?

Der Bedarf an Energie wird weiter ansteigen. Die Wirtschaftsprognosen sind weiterhin recht positiv für die Philippinen. Es wird auch eine Steigerung in der Tourismusbranche erwartet.

International geht der Streit zwischen den Nutzungsrechten in der Südchinesischen See zwischen China und den Philippinen in die nächste Runde. Wie wird es sich auf diese neue intensive Freundschaft dieser beider Länder auswirken ? Wer erlaubt sich welche Provokationen in dem Gebiet nördlich der Philippinen ? Wie stellen sich die USA dazu ?

2017 wird sicherlich spannend werden. Freuen wir uns darauf.

Punisher

Mehrere Präsidenten der Philippinen haben sich über Jahre hinweg nur um sich selbst und ihre reichen Clans gekümmert.

Das Drogenproblem wurde immer größer und die Händler immer mächtiger, weil sie zum Teil in den Reihen der Legislativen, Judikativen und Exekutiven sassen oder immer noch sitzen.

Diesen Verfall an Werten, diese täglichen Unsicherheiten im Alltag Opfer von Drogenkriminalität zu werden, hatten viele Filipinos bis oben hin satt und wählten daher ihren Präsidenten Duterte, der mit harter Hand als Bürgermeister erst in Davao aufräumte und jetzt landesweit. Er scheut sich dabei nicht, sich mit alteingesessenen Politikern anzulegen und ihnen Filz und Korruption vorzuwerfen.

Inzwischen hört man, dass es auf den Straßen sicherer wurde. Zumindest ist dies der subjektive Eindruck vieler.

Ob dabei jedoch alles rechtsstaatlich verläuft  ?

Ein investigativer Fotobericht von Reuters zum Thema Duterte  the Punisher

 

 

Marcos auf Heldenfriedhof beerdigt

Jetzt also doch:

Marcos auf Heldenfriedhof beerdigt

30 Jahre nachdem er in Schimpf und Schande aus dem Amt gejagt wurde, hat man den Diktator Marcos auf dem Libingan Friedhof, der auch als Heldenfriedhof bezeichnet wird, in Manila beerdigt.

Auf diesem Friedhof werden ehemalige Präsidenten, hochrangige Soldaten und Menschen begraben, die sich in besonderer Weise um die Philippinen bemüht haben.

Die ganzen Jahre nach seinem Tod, wurde darum gestritten, ob der ehemalige Diktator dort begraben werden sollte.

Am 17.11.16 bekam dann das Militär von der amtierenden Regierung den Auftrag, das Grab vorzubereiten und die Beisetzung am 18.11.16 durchzuführen.

Mit militärischen Ehren, Flagge und 21 Böllerschüssen wurde er dann begraben.

Außerhalb des Friedhofes fanden Proteste statt. Man möge bedenken, dass Hunderttausende unter seiner Amtszeit zu leiden hatten, eingesperrt oder umgebracht wurden.

Auf der anderen Seite hat die Beisetzung ein Gutes. Dessen „kranke“ Witwe kann nicht mehr medienwirksam an den Sarg aus Glas, um dann am einbalsamierten und ausgestopften Marcos herumzuplärren „Oh´my beloved husband….“,

Aber dass es ausgerechnet dieser Friedhof sein musste….

Crowdfunding auf Philippinen

Crowdfunding auf den Philippinen.

Projekte und StartUp Unternehmen.

Crowdfunding hat das Ziel eine gute Idee bekannter zu machen, Kontakte zu ermöglichen und letztendlich auch Investoren zu finden. Dabei unterstützt man zum Beispiel eine gute Geschäftsidee und bekommt später einmal die Investition zurück, indem man das Produkt um welches es geht, als einer der ersten bekommt oder noch etwas extra obendrauf erhält. Gleichzeitig hat man etwas Gutes getan.

Für Crowdfunding Projekte gibt es im Internet Plattformen. Eine davon ist das

Spark Project

picture sparkproject

Screenshot Webseite

Das ist selber auch ein philippinisches StartUp Unternehmen.

Es befinden sich sehr interessante Projekte und Ideen auf den Seiten. Ein großer Teil natürlich aus dem Bereich lokales Handwerk, Kunsthandwerk oder Mode.

Vielleicht ist ja sogar das eine oder andere Projekt dabei, bei dem ihr selbst ein paar Peso investieren wollt.

Duterte beleidigt angeblich Obama

Der philippinische Präsident beleidigte angeblich den amerikanischen Präsidenten Obama.

Son of a whore (Hurensohn), sagte Duterte in einer Ansprache. Diese Rede gibt es auf Video und wer sie sich anhört, bekommt nach meiner Meinung tatsächlich Zweifel daran, ob es stimmt, was Teile der Medien wie ein gefundenes Fressen behaupten. Daher schrieb ich im Titel dieses Beitrages „Duterte beleidigt angeblich Obama“

Hier  ein Link zu YouTube mit dem Video zur Rede und hier gleich noch einer.

Nun bringen wir diese Rede noch in den richtigen Kontext zum dem, was diesen Sätzen voraus ging.

Obama kritisierte seit ein paar Tagen die Vorgehensweise der Philippinen im Kampf gegen die Drogen. Duterte sagte dazu auch seit Tagen, dass er sich selbstverständlich gern mit dem amerikanischen Präsidenten treffen würde.

Aber ! Er wolle sich nicht reinreden lassen, wie sie diesen Drogenkrieg führen.

Dazu sagte Duterte wörtlich “ You must be respectful. Do not throw away questions and statements. Son of a whore, i will curse you in that forum“…

Mit Forum ist ein Treffen mehrerer Präsidenten in Laos gemeint, wohin Duterte und Obama unterwegs sind.

Er kritisierte und ärgerte sich darüber, dass Obama Vorwürfe macht, gleichzeitig jedoch verantwortlich wäre, für außergerichtliche Tötungen irgendwo in der Welt und Obama möge sich mal darum kümmern, wie viele  Schwarze in den USA erschossen wurden. Und das wolle er, Duterte fragen. Dies müsse Obama nicht wegwischen wollen, aber gleichzeitig den Philippinen Vorwürfe machen.

Duterte war sehr verärgert darüber, wie sich die USA in die Politik der Philippinen einmischen und er sagte auch, dass er einzig dem filipinischen Volk verantwortlich wäre.

Der Hitzkopf Duterte wollte Obama nicht persönlich beleidigen, sondern es rutschte ihm in seiner rüden Art sich auszudrücken so heraus. Was ihm im Nachhinein leid tut.

Es war und ist jedoch auch klar, dass sich Teile der Medien nur darauf stürzten um diese einzelne Aussage herauszupicken, um eine Schlagzeile zu haben. Und die deutschen Medien sind, was die Philippinen betrifft, nicht gerade das was man informiert nennen könnte. Die übernehmen die Meldungen der Presseagenturen ohne Hintergründe weiter zu verfolgen.

Gesagt hat er es. Das sollte Duterte sich selbstverständlich verkneifen. Im richtigen Zusammenhang betrachtet, ist es nicht mehr ganz so starker Tobak, wie es sensationslüsterne „Journalisten“ gern hätten.

Unter Verdacht

Wie wir alle wissen, findet auf den Philippinen eine gigantische Aufräumaktion im Bereich Drogen, Konsum und Handel statt. Tausende wurden festgenommen, gingen freiwillig zur Polizei und Hunderte wurden bei Razzien erschossen.

Da stellt sich die Frage, was machst Du wenn du unter Verdacht stehst Drogen zu nehmen oder damit zu handeln ? 

Wie ich bereits in einem meiner früheren Beiträge die Vermutung äußerte, dass sich bei dieser Form der Bekämpfung des Drogenproblems auf den Philippinen, der Denunziation, den falschen Verdächtigungen und Anschuldigungen, Tür und Tor geöffnet wird, so wird mir dies täglich wiederkehrend, durch Berichterstattungen bestätigt.

An einem Beispiel darf ich dies mal näher erläutern.

Nehmen wir einen jungen Mann und nennen ihn hier Jose. Er ist 30 Jahre alt, verheiratet, 3 Kinder, hatte die Schule 5 Jahre besucht und arbeitet seit er 14 ist. Es sind einfache Tätigkeiten als Beifahrer und Helfer auf einem kleinen Lkw der Kühlwaren ausliefert. Abends fährt er zusätzlich noch ein paar Stunden Trisikad (Mopedtaxi), welches ihm selbst gehört.

Jose hat damit ein Einkommen, welches ihm und seiner Familie ein Leben ermöglicht, bei welchem sogar Geld übrig bleibt für Handy, Internet, einmal im Monat Ausflug mit Kindern und Frau, Schule und Kleidung können sie bezahlen.

Insgesamt hat Jose eine typische junge philippinische Familie, die modern für sich lebt und nicht mehr im Großverband mit 25 anderen unter einem Dach, mit moderatem aber geregeltem Einkommen. Nie hat er sich etwas zu Schulden kommen lassen. Ein ehrlicher, schon beinahe naiv wirkender junger Familienvater.

Eine Abends kommt Jose von seiner Tour als Mopedtaxifahrer früher nach Hause als wie gewohnt. Er ist kreidebleich im Gesicht und verängstigt.

Jose traut sich kaum zu erzählen, was passiert war, weil die Kinder dies hören könnten. Und so macht er das Licht aus im kleinen Haus und flüstert seiner Frau mit zittriger Stimme zu, dass er auf einer Liste stehe. Einer Liste mit Namen. Diese hängt aus am Office des Barangay Captain (das ist die kleinste Verwaltungseinheit, so etwas wie Bezirksamt eines Stadtteils, nur erheblich schlichter). Die Überschrift der Liste lautet : Gesucht werden wegen Drogenverdachts, Konsum und Handel, in unserem Stadtteil folgende Personen…

JOSE …..

Nun bekommt es auch seine Frau mit der Angst zu tun. Denn sie wissen ja, wer sich nicht umgehend freiwillig meldet, wird von der Polizei festgenommen oder zufällig erschossen.

Jose und Frau fürchteten sich in dieser Nacht, wie schon lange nicht mehr in ihrem Leben. Auch die Kinder spürten, dass etwas nicht stimmte und fingen an zu weinen.

Am nächsten Tage verkroch sich Jose in seinem kleinen Häuschen und seine Frau ging ängstlich zum Büro des Barangay Captain. Dort sah sie sich die Aushänge an, redete mit anderen, die auch die Denunziationsliste lasen und traute sich dann schüchtern im Büro nachzufragen, wie das sein könne, dass der Name ihres Mannes auf der Liste stehe. Dort wußte man natürlich von nichts und wußte auch nicht wer sie erstellt hatte. Fehlte nur noch, dass man sagte, die Liste hat sich von alleine an den Aushang getackert. Sie möge sich an die Polizei wenden.

So ging die Frau von Jose zur nächsten Polizeiwache. Nach geduldigem Warten erklärte man ihr dort, dass es sich nicht um ihren Mann handelt, sondern jemanden mit dem selben Namen. Ihr Mann, Jose, möge jedoch selbst bei der Polizeiwache vorbeikommen, zwecks einem finally clearing.

Erleichtert rief sie ihn gleich an, er möge dringend zur Polizei gehen. Jose traute es sich aber noch nicht. Er hatte die Hosen gestrichen voll, wie man so sagt, und hatte Angst auf die Straße zu gehen.

Es brauchte noch viel gutes zureden seiner Frau und seinen ganzen Mut, dass er sich auf den Weg zur Polizei machte. Er fürchtete auf der Straße angehalten und kontrolliert zu werden.

Auch nach Klärung zu seiner Person und den Personalien, ist ihm auch 3 Wochen später immer noch mulmig, wenn er arbeiten geht oder sein Trisikad fährt.

 

Drogenkrieg auf den Philippinen

Ob man es als richtig oder falsch empfindet, möchte ich hier nicht beurteilen. Aber was da seit etwas mehr als einem Monat auf den Philippinen passiert, kann man schon als Drogenkrieg bezeichnen.

Der Staat gegen die Drogen.

In nicht einmal 5 Wochen wurden über 1300 Drogenhändler und Dealer erschossen. Alle bei polizeilichen Einsätzen.

Wer auf den Philippinen mit Drogen erwischt wird, kommt sowieso auf immer und ewig in irgendwelche Gefängnisse, die unglaublich üble Zustände haben.

Dort möchte natürlich keiner hin und glaubt sich den Festnahmen widersetzen zu müssen und bezahlt dabei mit seinem Leben.

Duterte lässt jedoch nicht nur die kleinen Dealer und Konsumenten jagen, sondern auch kriminelle Reihen der PNP (Polizei) säubern, Tests machen, entlassen, bestrafen und mehr.

Selbst ranghohen Generälen der Armee wurde nachgewiesen, dass sie ihre Finger in diesem schmutzigen Geschäft hatten.

Der philippinische Präsident nimmt auch keine Rücksicht auf politische Ämter der Verdächtigen. Wer mit Drogen zu tun hat, ist dran.

Als nächstes möchte Duterte die ganz großen im Drogenhandel festnehmen lassen.

Zehntausende Konsumenten und Kleindealer haben sich mittlerweile selbst den Behörden gestellt. Man weiß schon gar nicht wohin mit diesen Leuten. Mit Reha und Entzugskliniken sieht es ganz schlecht aus. Daher platzen alle Gefängnisse vollends aus den Nähten.

Das Drogenproblem ist auf den Philippinen sehr groß. Weite Teile der Gesellschaft sind damit in all seinen Formen durchsetzt. Angefangen von der Herstellung, dem Konsum, dem Handel, der Korruption und der Beschaffungskriminalität.

Ein weiteres Problem welches ich bei diesen „Säuberungen“ sehe, ist der Umstand, dass  korrupte Behördenmitarbeiter ihre Mitwisser erschießen oder erschießen lassen.

Derweil lässt Duterte im Senat verschärfte Gesetzesänderungen diskutieren inklusive der Wiedereinführung der Todesstrafe bei entsprechend schweren Drogendelikten (Hintermänner…).

Die kommenden Monate werden wohl noch spannend werden.