Kategorie-Archiv: Philippinen

Duterte beleidigt angeblich Obama

Der philippinische Präsident beleidigte angeblich den amerikanischen Präsidenten Obama.

Son of a whore (Hurensohn), sagte Duterte in einer Ansprache. Diese Rede gibt es auf Video und wer sie sich anhört, bekommt nach meiner Meinung tatsächlich Zweifel daran, ob es stimmt, was Teile der Medien wie ein gefundenes Fressen behaupten. Daher schrieb ich im Titel dieses Beitrages “Duterte beleidigt angeblich Obama”

Hier  ein Link zu YouTube mit dem Video zur Rede und hier gleich noch einer.

Nun bringen wir diese Rede noch in den richtigen Kontext zum dem, was diesen Sätzen voraus ging.

Obama kritisierte seit ein paar Tagen die Vorgehensweise der Philippinen im Kampf gegen die Drogen. Duterte sagte dazu auch seit Tagen, dass er sich selbstverständlich gern mit dem amerikanischen Präsidenten treffen würde.

Aber ! Er wolle sich nicht reinreden lassen, wie sie diesen Drogenkrieg führen.

Dazu sagte Duterte wörtlich ” You must be respectful. Do not throw away questions and statements. Son of a whore, i will curse you in that forum”…

Mit Forum ist ein Treffen mehrerer Präsidenten in Laos gemeint, wohin Duterte und Obama unterwegs sind.

Er kritisierte und ärgerte sich darüber, dass Obama Vorwürfe macht, gleichzeitig jedoch verantwortlich wäre, für außergerichtliche Tötungen irgendwo in der Welt und Obama möge sich mal darum kümmern, wie viele  Schwarze in den USA erschossen wurden. Und das wolle er, Duterte fragen. Dies müsse Obama nicht wegwischen wollen, aber gleichzeitig den Philippinen Vorwürfe machen.

Duterte war sehr verärgert darüber, wie sich die USA in die Politik der Philippinen einmischen und er sagte auch, dass er einzig dem filipinischen Volk verantwortlich wäre.

Der Hitzkopf Duterte wollte Obama nicht persönlich beleidigen, sondern es rutschte ihm in seiner rüden Art sich auszudrücken so heraus. Was ihm im Nachhinein leid tut.

Es war und ist jedoch auch klar, dass sich Teile der Medien nur darauf stürzten um diese einzelne Aussage herauszupicken, um eine Schlagzeile zu haben. Und die deutschen Medien sind, was die Philippinen betrifft, nicht gerade das was man informiert nennen könnte. Die übernehmen die Meldungen der Presseagenturen ohne Hintergründe weiter zu verfolgen.

Gesagt hat er es. Das sollte Duterte sich selbstverständlich verkneifen. Im richtigen Zusammenhang betrachtet, ist es nicht mehr ganz so starker Tobak, wie es sensationslüsterne “Journalisten” gern hätten.

Unter Verdacht

Wie wir alle wissen, findet auf den Philippinen eine gigantische Aufräumaktion im Bereich Drogen, Konsum und Handel statt. Tausende wurden festgenommen, gingen freiwillig zur Polizei und Hunderte wurden bei Razzien erschossen.

Da stellt sich die Frage, was machst Du wenn du unter Verdacht stehst Drogen zu nehmen oder damit zu handeln ? 

Wie ich bereits in einem meiner früheren Beiträge die Vermutung äußerte, dass sich bei dieser Form der Bekämpfung des Drogenproblems auf den Philippinen, der Denunziation, den falschen Verdächtigungen und Anschuldigungen, Tür und Tor geöffnet wird, so wird mir dies täglich wiederkehrend, durch Berichterstattungen bestätigt.

An einem Beispiel darf ich dies mal näher erläutern.

Nehmen wir einen jungen Mann und nennen ihn hier Jose. Er ist 30 Jahre alt, verheiratet, 3 Kinder, hatte die Schule 5 Jahre besucht und arbeitet seit er 14 ist. Es sind einfache Tätigkeiten als Beifahrer und Helfer auf einem kleinen Lkw der Kühlwaren ausliefert. Abends fährt er zusätzlich noch ein paar Stunden Trisikad (Mopedtaxi), welches ihm selbst gehört.

Jose hat damit ein Einkommen, welches ihm und seiner Familie ein Leben ermöglicht, bei welchem sogar Geld übrig bleibt für Handy, Internet, einmal im Monat Ausflug mit Kindern und Frau, Schule und Kleidung können sie bezahlen.

Insgesamt hat Jose eine typische junge philippinische Familie, die modern für sich lebt und nicht mehr im Großverband mit 25 anderen unter einem Dach, mit moderatem aber geregeltem Einkommen. Nie hat er sich etwas zu Schulden kommen lassen. Ein ehrlicher, schon beinahe naiv wirkender junger Familienvater.

Eine Abends kommt Jose von seiner Tour als Mopedtaxifahrer früher nach Hause als wie gewohnt. Er ist kreidebleich im Gesicht und verängstigt.

Jose traut sich kaum zu erzählen, was passiert war, weil die Kinder dies hören könnten. Und so macht er das Licht aus im kleinen Haus und flüstert seiner Frau mit zittriger Stimme zu, dass er auf einer Liste stehe. Einer Liste mit Namen. Diese hängt aus am Office des Barangay Captain (das ist die kleinste Verwaltungseinheit, so etwas wie Bezirksamt eines Stadtteils, nur erheblich schlichter). Die Überschrift der Liste lautet : Gesucht werden wegen Drogenverdachts, Konsum und Handel, in unserem Stadtteil folgende Personen…

JOSE …..

Nun bekommt es auch seine Frau mit der Angst zu tun. Denn sie wissen ja, wer sich nicht umgehend freiwillig meldet, wird von der Polizei festgenommen oder zufällig erschossen.

Jose und Frau fürchteten sich in dieser Nacht, wie schon lange nicht mehr in ihrem Leben. Auch die Kinder spürten, dass etwas nicht stimmte und fingen an zu weinen.

Am nächsten Tage verkroch sich Jose in seinem kleinen Häuschen und seine Frau ging ängstlich zum Büro des Barangay Captain. Dort sah sie sich die Aushänge an, redete mit anderen, die auch die Denunziationsliste lasen und traute sich dann schüchtern im Büro nachzufragen, wie das sein könne, dass der Name ihres Mannes auf der Liste stehe. Dort wußte man natürlich von nichts und wußte auch nicht wer sie erstellt hatte. Fehlte nur noch, dass man sagte, die Liste hat sich von alleine an den Aushang getackert. Sie möge sich an die Polizei wenden.

So ging die Frau von Jose zur nächsten Polizeiwache. Nach geduldigem Warten erklärte man ihr dort, dass es sich nicht um ihren Mann handelt, sondern jemanden mit dem selben Namen. Ihr Mann, Jose, möge jedoch selbst bei der Polizeiwache vorbeikommen, zwecks einem finally clearing.

Erleichtert rief sie ihn gleich an, er möge dringend zur Polizei gehen. Jose traute es sich aber noch nicht. Er hatte die Hosen gestrichen voll, wie man so sagt, und hatte Angst auf die Straße zu gehen.

Es brauchte noch viel gutes zureden seiner Frau und seinen ganzen Mut, dass er sich auf den Weg zur Polizei machte. Er fürchtete auf der Straße angehalten und kontrolliert zu werden.

Auch nach Klärung zu seiner Person und den Personalien, ist ihm auch 3 Wochen später immer noch mulmig, wenn er arbeiten geht oder sein Trisikad fährt.

 

Drogenkrieg auf den Philippinen

Ob man es als richtig oder falsch empfindet, möchte ich hier nicht beurteilen. Aber was da seit etwas mehr als einem Monat auf den Philippinen passiert, kann man schon als Drogenkrieg bezeichnen.

Der Staat gegen die Drogen.

In nicht einmal 5 Wochen wurden über 1300 Drogenhändler und Dealer erschossen. Alle bei polizeilichen Einsätzen.

Wer auf den Philippinen mit Drogen erwischt wird, kommt sowieso auf immer und ewig in irgendwelche Gefängnisse, die unglaublich üble Zustände haben.

Dort möchte natürlich keiner hin und glaubt sich den Festnahmen widersetzen zu müssen und bezahlt dabei mit seinem Leben.

Duterte lässt jedoch nicht nur die kleinen Dealer und Konsumenten jagen, sondern auch kriminelle Reihen der PNP (Polizei) säubern, Tests machen, entlassen, bestrafen und mehr.

Selbst ranghohen Generälen der Armee wurde nachgewiesen, dass sie ihre Finger in diesem schmutzigen Geschäft hatten.

Der philippinische Präsident nimmt auch keine Rücksicht auf politische Ämter der Verdächtigen. Wer mit Drogen zu tun hat, ist dran.

Als nächstes möchte Duterte die ganz großen im Drogenhandel festnehmen lassen.

Zehntausende Konsumenten und Kleindealer haben sich mittlerweile selbst den Behörden gestellt. Man weiß schon gar nicht wohin mit diesen Leuten. Mit Reha und Entzugskliniken sieht es ganz schlecht aus. Daher platzen alle Gefängnisse vollends aus den Nähten.

Das Drogenproblem ist auf den Philippinen sehr groß. Weite Teile der Gesellschaft sind damit in all seinen Formen durchsetzt. Angefangen von der Herstellung, dem Konsum, dem Handel, der Korruption und der Beschaffungskriminalität.

Ein weiteres Problem welches ich bei diesen “Säuberungen” sehe, ist der Umstand, dass  korrupte Behördenmitarbeiter ihre Mitwisser erschießen oder erschießen lassen.

Derweil lässt Duterte im Senat verschärfte Gesetzesänderungen diskutieren inklusive der Wiedereinführung der Todesstrafe bei entsprechend schweren Drogendelikten (Hintermänner…).

Die kommenden Monate werden wohl noch spannend werden.

 

Metro Deals

Wie das Leben so spielt, kommen wir erst nächstes Jahr wieder auf die Philippinen und haben daher momentan keine neuen Reiseberichte im Blog. Somit beschränken wir uns 2016 auf andere interessante Ereignisse, Webseiten und Informationen über die Philippinen. Einem Land, über welches viele Medien in Europa in der Regel nur mit Halbwissen glänzen.

Heute darf ich ein Startup Unternehmen vorstellen, dass mittlerweile seine Nische gefunden hat und eine entsprechend gute Performance hinlegt.

MetroDeal

Screenshot

Screenshot

Mit einer Niederlassung in Manila und einer in Cebu werden Schnäppchen im Bereich Einkaufen, Essen, Freizeit oder auch Reisen online gestellt.

Ist der passende Deal dabei, kauft man sich einen Voucher, den man sich nach Bezahlung ausdrucken kann. Bezahlmöglichkeiten gibt es bekanntlich auf den Philippinen viele. In der Regel mittels einer App auf dem Smartphone.

Da man ein Kundenkonto bei MetroDeal benötigt, dürfte es für Touristen nicht ganz so  attraktiv sein, aber ich denke, jeder hat Verwandte in Manila (wenn er mit einer Filipina zusammen ist), und da kann sich jemand registrieren und den Voucher erwerben.  Ein Beispiel wären die dort angebotenen Aktionspreise für den Ocean Park.

Die Webseite findet ihr unter www.metrodeal.com

Nach den Wahlen auf den Philippinen

Der Tag nach den Wahlen auf den Philippinen

Der Chronist vermerkt : Rodrigo Duterte führt die bisherige noch nicht offizielle Auszählung der Wahl zum Präsidenten an und dürfte durch den zweitplatzierten  Roxas nicht mehr eingeholt werden.

Roxas hat im Laufe des Wahlmontags noch versucht das Ruder zu seinen Gunsten herumzureißen, und hat durch seine ihm Getreuen vor den Wahllokalen sogar 2500.- Peso (rund 50.- €) potentiellen Wählern in die Hand gedrückt, damit diese ihn wählen.

Aber genau das wurde ihm vielerorts zum Verhängnis. Die Leute haben zwar das Geld angenommen und trotzdem anders gewählt. Viele haben es einfach satt, permanent verraten und verkauft zu werden. Aber vor allem fragten sie sich dieses mal,  wessen Geld hat Roxas verteilen lassen. Sein eigenes ?

Bei der Wahl zum Vizepräsidenten ist noch nicht eindeutig klar, wer als Sieger hervor geht.

Vorabend zur Wahl auf den Philippinen

Am Vorabend zur Wahl auf den Philippinen, ist die Stimmung im Land aufgeheizt.

Noch nie waren die Online Medien im Wahlkampf so präsent, wie 2016. Auch alles was sich Social Media nennt, wurde von den Kandidaten intensiv genutzt. Aber genauso wurden Schmutzkampagnen und Fakes in den Umlauf gesetzt.

Die großen Medienhäuser von Presse, Rundfunk und TV gehören und hören auf den Philippinen den rund 100 mächtigen Familien und Clans, die sich das Land schon immer unter den Nagel gerissen haben.

So ist folgendes interessantes passiert. Von den großen Medienunternehmen wurde eindeutig Stellung zu bestimmten Kandidaten bezogen und dabei viel gelogen oder viel an Informationen weggelassen. Jedoch sind die Filipinos online wie noch nie zuvor und sie hatten Zugriff auf Reden in vollständiger Länge. Sie wunderten sich daher sehr, wenn nur einzelne Sätze aus Reden herausgerissen wurden um einen Kandidaten schlecht aussehen zu lassen, weil der Sinn und Inhalt dadurch verändert wurden.

Es scheint so zu sein, dass erstmalig viel mehr Filipinos umfassender informiert sind, über das was diese mächtigen Clans verzapfen.

Und es kam so viel heraus über schwarze Konten, Bestechung und Unterschlagungen.

In der deutschsprachigen Presse wurde in den vergangenenTagen vereinzelt auch über die Wahlen geschrieben. Und dabei fiel mir auf, dass wohl ein Journalist auf die Fake Pressemitteilungen dieser Clans hereingefallen ist und deren Falschmeldungen übernommen hat. Und danach hat , wie so oft, einer vom anderen abgeschrieben.

Der “berühmte” Stimmenkauf hat auch schon begonnen. Man bezahlt 1500 Pes  an den Wähler und dafür wählt er den entsprechenden Kandidaten.

Und so sieht ein original Wahlschein aus

Wahlschein 2016

Wahlschein 2016

Und wo gibt es diese Wahlscheine ?

🙂  Ist nicht schwer. Sie sind zwecks Transparenz veröffentlicht und man kann sie vorab herunterladen.

Zur Wahl stehen der Präsident, der Vizepräsident, Parteien und Senatoren. Je nach Kategorie werden zwischen 1 und bis zu 12 Stimmen vergeben. Das macht die Wahl ziemlich schwierig und umfangreich. Und das alles muss dann vom Wähler in die elektronischen Wahlmaschinen eingegeben bzw. eingelesen werden.

Hoffen wir auf eine friedliche Wahl am Montag.

Wahlunterlagen von philippinischer Botschaft nicht bekommen ?

Du bist Filipina oder Filipino ? Du lebst in Deutschland ?

Du hast dich für die Wahlen 2016 registrieren lassen ?

Aber : Du hast die Wahlunterlagen noch nicht von der philippinischen Botschaft bekommen ?

wahlzettel-nicht-bekommen

Dann sehe ganz schnell nach, ob du auf der Liste bist, welche deine Botschaft vor wenigen Tagen veröffentlicht hat.

Da stehen die Namen von den Wählern deren Unterlagen nicht zugestellt werden konnten, weil die Adressen fehlerhaft waren.

Die Liste findest du über diesen Link zur philippinischen Botschaft.

Es wäre doch ärgerlich, wenn man seine Ballot nicht bekommt, nur weil etwas in der Anschrift nicht stimmt.

Wähler Daten veröffentlicht

Die Daten von 55 Mio. Wählern sind jetzt veröffentlicht und als Listen downloadbar.

wahlen-philippinen-16

Am 27. März 2016 wurden ja die Rechner der Comelec überwunden und Daten von mehr als 55 Millionen Wählern entwendet.

Comelec ist diese staatliche Wahlkommission auf den Philippinen. Sie organisiert die Wahlen, hat die registrierten Wähler in ihren Datenbanken und ist auch für die elektronischen Wahlen an den elektronischen Wahlurnen verantwortlich.

Neben den Grunddaten der Wähler auf den Philippinen, wurden auch die Daten von Filipinos veröffentlicht, die im Ausland leben und dort über die Botschaften wählen können. Dazu kommen noch 15,8 Millionen Fingerabdrücke, die nun auch jedermann zur Verfügung stehen.

Der Zugang zu den Datenbanken erfolgte wohl über eine Schwachstelle bei der Comelec, auf der Seite, auf welcher man sich als Wähler registrieren kann.

Die Comelec schweigt sich eigentlich zum Datendiebstahl aus und er wäre wohl nicht bekannt geworden, wenn die philippinische Hackergruppe dies nicht auf dieser Regierungswebseite mitgeteilt hätte.

Ein Teil der philippinischen Presse berichtet intensiv darüber, während der andere Teil außer Randnotizen nichts zum Thema schreibt.

Sensibilität im Umgang mit Daten ist wohl bei einigen noch nicht so richtig angekommen.

Weiterführende Links: Heise.de

 

 

Wilde Plakatierer

Der Wahlkampf auf den Philippinen läuft auf Hochtouren.

Wilde Plakatierer hängen und nageln ihre Wahlwerbung hin, wo sie es gerade für richtig halten. Auch an Bäume werden die Wahlplakate angenagelt.

wahlplakate-am-baum

Das ist auch auf den Philippinen definitiv nicht erlaubt und so hat das Umweltministerium aufgefordert, dies zu entfernen.

Ob dieser Aufforderung jemand Folge leisten wird, wenn es im Geldbeutel nicht weh tut ?

Welt-Frieden-Index

Den Welt Wirtschafts- und Friedensindex ermittelt jährlich das Research Institute for Economics and Peace. Dabei werden 162 Ländern in unterschiedlichen Berichten bewertet. Diese könnt ihr lesen, auswerten oder als pdf herunterladen.

Reichlich Faktoren spielen dabei eine Rolle. Innere Sicherheit, Verhältnisse nach außen, Wohlstand, Ausstattung, Mordrate, politische Ausrichtung, Arbeitslage, Versorgung und vieles mehr. Daraus wird dann ein Index, ein Ranking, erstellt.

Aufmerksam geworden bin ich auf diese Berichte, weil ich heute in einer philippinischen Tageszeitung eine Art von “Hurra, wir sind ja so gut geworden” Meldung gelesen habe. Diese Nachricht im Inquirer liest sich ungefähr so wie folgt :

“Dank der Leistung unserer Armee, haben sich die Philippinen auf Platz 11 im Terrorismus Index verbessert. Im Vorjahr belegten wir noch Platz 9, weltweit.”

Das hat mich dann doch ziemlich stutzig gemacht und ich fragte mich, was hat der Künstler nur mit seiner Nachricht gemeint ?

Ich zeige euch mal den Teil dieser Statistik, welche ich dem Bericht Terrorism Index des Research Instute for Economic and Peace entnommen habe

original screenshot is  from Research Institute for Economic and Peace

original screenshot is from Research Institute for Economic and Peace

Wie kommt eigentlich ein Journalist auf dieses dünne Brett, dass es etwas zu feiern gäbe ? Der Platz 11 ist der elf-schlechteste von 162 Ländern.

Ich denke mal, das lässt sich nur dadurch erklären, dass philippinische Medien sehr stark von Regierung und Armee und deren Interessen gesteuert werden und deswegen immer wieder eigenwillige Interpretationen von Statistiken veröffentlicht werden. Den obersten 100 Familien in diesem Land, gehört auch ein Großteil der Presse, welche dann entsprechend berichten darf.

Die zweite Grafik zeigt den Welt-Friedens-Index

Screenshot is from Institute for Economics and Peace

Screenshot is from Institute for Economics and Peace

Das sieht auch nicht so schön aus. Die Philippinen sind danach auf Platz 141 von 162 Ländern.

Gut, Platz 141 liegt auf dem Level sehr vieler andere Länder. Das geht da immer nur um ein paar Punkte hin oder her.

Als Reisender auf die Philippinen muss man sich jetzt deswegen keinen großen Kopf machen, sondern einfach nur grundsätzliches beachten. Man reist nicht in Provinzen im Süden, in denen es Auseinandersetzungen politischer Art gibt, man protzt nicht mit Reichtum, streitet nicht mit Betrunkenen, setzt seinen gesunden Menschenverstand ein und ähnliches. Aber da muss ich euch nichts darüber erzählen. Das wisst ihr alles schon.