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Im Notfall auf die Philippinen reisen

Im Notfall auf die Philippinen reisen

beschäftigt sich mit OFW, die wegen eines familiären Problems auf die Philippinen zurückfliegen wollen oder zurück müssen, weil der Arbeitsvertrag in ihrem Gastland ausläuft.

Für Touristen geht wegen Corona zur Zeit sowieso nichts und wird auch hier nicht beschrieben.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat jedoch der eine oder die andere LeserIn jemanden im Verwandten- oder Bekanntenkreis, der im Ausland arbeitet und auf die Philippinen muss.

Das ist für OFW nicht sonderlich schwer, jedoch zeitaufwendig.

Zunächst macht man einen Coronatest im Gastland und beachtet die dort geltenden Regeln. Bei Einreise in Manila, wird man sofort in Empfang genommen. Dort zeigt man gleich seinen negativen Test vor. Man wird dann in ein Hotel gefahren, welches diese OFW Organisation für Rückkehrer gebucht hat.

Dann geht es auf das Zimmer in Quarantäne. Am 5. oder 6. Tag wird erneut eine PCR Test gemacht. Am 7. Tag der Quarantäne bekommt man das Ergebnis.

Versorgt wird man 3 x täglich mit Mahlzeiten, die vor die Zimmertür gestellt werden.

Hotel, Mahlzeiten und Transfer wird von staatlicher Seite bezahlt.

Am 8. Tag wird der Rückkehrer an den Airport gebracht (sofern es einen Flug auf die Heimatinsel gibt.) Bei Ankunft auf der Insel wird man wieder in Empfang genommen und an den Wohnort gebracht. Und auch dort muss man wieder 7 Tage in häusliche Quarantäne.

Es wird somit permanent überwacht, begleitet und dokumentiert, was mit dem Rückkehrer geschieht.

Wenn man wegen eines Todesfalles zurückkehren möchte, muss man diese genannten Zeiten berücksichtigen, zusätzlich zu denen, die man braucht um überhaupt einen Flug nach Manila zu bekommen. Deswegen stellt sich tatsächlich für Betroffene die Frage, soll ich überhaupt aufgrund einer Beerdigung auf die Philippinen zurückkehren.

Man kann ja alternativ auch online daran teilnehmen.

70 Millionen Impfdosen für die Philippinen

Die Philippinen nennen einen Bedarf von 70 Millionen Impfdosen zum Schutz gegen Covid-19

Dieser soll aus allen Herstellerländer kommen. Es heißt, China hätte 50 000 Impfdosen an die Philippinen geschenkt. Die Regierung ist sich jedoch bislang nicht sicher, ob dies geimpft werden soll und gab bekannt, dass sie jederzeit von diesem Deal zurücktreten würden, falls dieser Wirkstoff problematisch sei.

Auch mit Indien wäre man sich handelseinig und möchte von dort Impfstoff beziehen, sobald dieser zur Verfügung steht.

Insgesamt hofft man 2021 etwa 3 Millionen Impfdosen zu erhalten bzw. kaufen zu können.

Die Filipinos selbst können nicht entscheiden, welchen Impfstoff sie injiziert bekommen.

Es  wurden Meldungen bekannt, dass es schon einen Schwarzmarkt für Impfstoff geben soll.

Derweil haben sich viele von den Schulen abgemeldet. Die weiterführenden Schulen kosten Gebühren. Der Unterricht findet jedoch nur online statt. In vielen Regionen auch nur rein theoretisch, weil die Internetverbindungen viel zu schlecht sind, um dem Unterricht folgen oder abhalten zu können.

Einreisen sind aus den meisten Staaten auch nicht möglich. Ausnahmen sind Filipinos, deren Arbeitsverträge im Ausland ausgelaufen sind und nach Hause müssen. Quarantäne ist dann obligatorisch . Und die nächste Frage, wäre dann, wie kommt man vom Flughafen in seine Provinz oder  Heimatinsel.

Ich befürchte, die Einschränkungen und das Chaos werden noch viel länger andauern, als uns lieb ist.