Vergessene Kinder
Ein Artikel des Focus beschäftigt sich mit dem Thema Kinder von Ausländern auf den Philippinen, die während einer kurzzeitigen Liason gezeugt wurden und anschließend die Frau sitzen gelassen wurde.
Waren es zuvor in erster Linie Kinder von GI´s die an Vergnügungsorten von Angeles City entstanden, als die stationierten US Truppen dort ihren Ausgang hatten, so sind es heute Kinder von Touristen die ein paar Tage oder Wochen im Nachtleben von Angeles City unterwegs sind, sich dort mit einer Filipina eingelassen haben, sie geschwängert haben und anschließend wieder in die Heimat zurück flogen.
Der Focus spricht in seinem Artikel von Diskriminierung dieser Kids, weil sie hellhäutiger sind als Einheimische. Man sieht ihnen den Mischling deutlich an.
Ich habe jedoch den Eindruck, dass der Artikel zu sehr überzogen ist, in Bezug auf die Diskriminierung. Das Problem der Kinder ohne Väter besteht natürlich. Aber ich behaupte mal auch, dass viele der Väter überhaupt nichts davon wissen, dass sie Kinder auf den Philippinen haben.
Daher nenne ich sie auch vergessene Kinder, die im Alltag damit klar kommen müssen, keine richtige Familie zu haben und ohne Väter aufwachsen müssen.
Eine grundsätzliche Diskriminierung wegen der hellen Hautfarbe gibt es auf den Philippinen nicht. Im Gegenteil, es ist sogar ein Schönheitsideal. Wenn das Kind diskriminiert wird, liegt es ausschließlich am sozialen Umfeld oder an den direkten Verhältnissen, in welchem sich Kind und Mutter bewegen. In anderen Worten, eine sehr simpel gestrickte soziale Schicht in der sich Mutter und Kind aufhalten. Sobald nur ein wenig mehr “Brain” vorhanden ist, finden keine Hänseleien bezüglich Hautfarbe statt, sondern eher offene Bewunderung wegen des Aussehens.
Filipinos sind gegenüber hellerer Hautfarbe frei von jeglicher Diskriminierung. so sind meine Erfahrungen und die einiger anderer Philippinenkenner, mit denen ich zuvor gesprochen habe, bevor ich diesen Blog Beitrag verfasst habe.



