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Lesetipp Kein Kind ist verloren

Lesetipp:

Kein Kind ist verloren

von Shay Cullen

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Vielleicht erinnert sich der eine oder andere an die legendären Tatort Reihe Straßen der Welt mit Joe Bausch, Klaus J. Behrendt, Dietmar Bär. Dieser Tatort handelte um Kinder, die in Gefängnissen in Manila eingesperrt wurden, es ging um Menschenhandel, ein Geschwisterpaar wurde dabei nach Deutschland “vermittelt” ….

Im Zusammenhang mit diesem Tatort wurde auch die Hilfsorganisation Preda in Deutschland bekannt und es bildete sich ein Netzwerk zur Information, Aufklärung, Förderung, politischer und sozialer Einflussnahme gegen diesen Menschenhandel und Ausbeutung von Kindern.

Father Shay Cullen ist der Initiator und Gründer von Preda. Mehr darüber habe ich unter Preda Theatertour 2014 beschrieben.

Das Buch Kein Kind ist verloren erzählt autobiographisch wie alles begann, sich entwickelte, erzählt über Schicksale, Erfolge, Kampf gegen Armut, korrupte Politiker, ja sogar gegen eine Mafia, die von der Ausnutzung von Kindern lebt.

Das Buch ist sehr packend geschrieben. Es ist sehr lebendig, spannend und kurzweilig. Es schildert Tatsachen, was dabei nicht vergessen werden darf.

So wie es verfasst ist, kann es jeder lesen ohne dabei einen speziellen Bezug zu den Philippinen haben zu müssen, sondern einfach nur als Interessierter an Geschichten aus dieser Welt mit autobiographischen Tatsachenberichten.

Das Buch erhält man direkt bei der Veranstaltung Preda Theatertour und kann sich dabei auch gleich eine Widmung mit abholen.

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Oder man bestellt es direkt bei dwp Mensch+Zukunft. Man bekommt es auch im örtlichen Weltladen, oder bestellen es dort für interessierte Käufer. Und man bekommt es auch im Buchhandel.

Es kostet 16,80 €, davon gehen 5,- € direkt an die Preda Stiftung.

ISBN 978-3-00-024817-7

Eine persönliche Bitte dabei: Kauft es am besten direkt bei dwp oder im Weltladen. Weil dann ist sichergestellt, dass die 5,- Euro an die Stiftung gehen.

Ich habe das Buch bei mehreren Onlinebuchhändler gesucht und nicht gefunden. Jedoch gebrauchte Exemplare, die teils teurer waren als ein Neuerwerb im Weltladen.

Meine erworbene Ausgabe ist die erweiterte dt. Erstauflage mit 471 Seiten.

Warum hast du mich weggegeben

Lesetipp und Rezension :

….und warum hast du mich weggegeben ?

von Lili Schuhmann und Uwe Jens Schuhmann

ISBN: 3-8105-1939-1

Zum Inhalt: Als Baby von den Philippinen nach Deutschland adoptiert, reist Lili mit 16 Jahren gemeinsam mit dem Vater an ihren Geburtsort Bacolod City, auf der Suche nach ihrer Herkunft und den Wurzeln.

 

Auch mir wurde dieses Buch empfohlen. Es ist bereits von 2006, habe es aber erst diese Tage im Regal von Freunden gesehen.

Dieses Buch ließ mich nicht mehr los. Auf nur 2 Anläufe habe ich es durchgelesen. Ein sehr emotionales, ehrliches Buch. Lili und ihr Vater durchleben auf dieser Reise nach Bacolod ein Wechselbad der Gefühle. Vater und Tochter beschreiben jeweils die gleichen Situationen. Hoch interessant wie jeder von ihnen diese Erlebnisse anders empfindet oder wahr nimmt.

Der erfahrene und um seine Tochter besorgte Vater hat gänzlich andere Gedanken. Die Tochter nimmt wiederum alles wie eine 16-jährige auf. Scheinbar etwas leicht und unbesorgt. Jedoch arbeitet es in ihr ganz erheblich, was sie zunächst nicht zeigen kann. Im Laufe des Buches scheinen ihr über viele Dinge, die Philippinen betreffend, die Augen weit aufzugehen. Sie lernt viel über das Land ihrer Herkunft und über sich selbst. Und ich denke sie weiß heute unter anderem, dass in ihr wirklich auch eine Filipina steckt.

Gerade die unterschiedlichen Beschreibungen in den Wahrnehmungen fand ich sehr interessant. Die Gedankenwelt des Vaters konnte ich nachvollziehen. Ja es kommt mir vor, dass ich sie beim Lesen richtiggehend miterlebt habe. Hingegen die Gedankenwelt der Tochter und ihre anfängliche Einstellungen und anschließende Entwicklung, sind mir aus unserem persönlichen Umfeld mit jungen Deutsch-Filipinos recht gut bekannt.

Die Orte und Personen im Buch sind real existent. Da ist nichts erfunden.

Wen persönliche Lebensgeschichten um das Thema Adoption interessieren, kann hier nichts falsch machen. Wenn man vielleicht dann noch einen Bezug zu den Philippinen hat, die Lebensumstände dort kennt und obendrein womöglich noch Bacolod City und die Orte der Handlungen, dann liegt man mit dem Lesen von ….und warum hast du mich weggegeben absolut richtig.

 

Kinder des Monsuns

Ein Lese- und Buchtipp:

Titel: Kinder des Monsuns

Alltag in Asien abseits des Wirtschaftsbooms

Campus Verlag, 2009

ISBN: 3593389258

Der spanische Journalist und Korrespondent, David Jimenez, berichtet über Einzelschiksale aus dem Leben von Kindern aus verschiedenen Ländern Asiens. Dies hat er jeweils ganz geschickt und informativ in geschichtliche und historische Ereignisse eingebettet. Als Leser hatte ich den Eindruck, jeweils mitten drin und live dabei zu sein. Spannend, unterhaltend und trotzdem lehrreich.

 

Ein Kapitel hat die Philippinen zum Thema

Ich kenne ja einige der Länder auch seit 25 Jahren und daher kann ich sagen, dass Jimenez Beschreibungen absolut zutreffend sind und einen tiefen Blick in die “asiatische Seele” , Mentalität und den Alltag gewähren.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist dass der Autor jeweils mehrere Jahre später versucht hat, herauszufinden was aus diesem Kind wurde.

Ich halte das Buch für sehr lesenswert und kann es nur weiterempfehlen.

Armut in der Stadt

Lesetipp: Armut in der Stadt, täglicher Überlebenskampf, ständig auf der Suche nach Nahrung …., The Urban Poor ist eine Artikelreihe die momentan das Blog My SariSari Store in einer Fotostory publiziert.

Auch dieses Video ist eine Reportage darüber. Es hat englische Untertitel und somit auch für uns verständlich.

Es zeigt wie Abfall auf den Müllkippen der Metro Manila zu essbarem recycelt wird.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=l9KVcCrwrfY&feature=player_embedded[/youtube]

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Lesetipp Black Moon Party

Ein Lesetipp

Black Moon Party

Das neue Buch des Autors Klaus Sebastian

Auszug aus dem Klappentext des Buches:

“Die Go-go-Bars sehen aus wie billige Jahrmarkt-Kulissen. Vorne eine protzige Architektur, dahinter eine Bruchbude mit zerschlissenen Polstersesseln und lustlos auf der Stelle trippelnden Bikinimädchen.
Ein harter Ort.
Mittendrin der deutsche Schriftsteller Jon. Eigentlich wollte er hier einen realistischen Thriller schreiben. Doch es gibt zu viel Ablenkung in Angeles. Zu viel Sex, Viagra und Rock ‘n Roll.

Kurz vor dem Absturz wird Jon in einen geheimnisvollen Kriminalfall verwickelt.
Eine junge Tänzerin aus seiner Stammbar ist ermordet worden. Der Polizei traut er nicht über den Weg. Da er nichts zu verlieren hat, fängt er an, auf eigene Faust zu recherchieren – und kommt so einer perversen Organisation in die Quere.”


Die Story spielt fiktiv in Angeles City auf den Philippinen.
Der Autor selbst, ist eine Kenner Südostasiens und seit 1992 als Schriftsteller, Kunstkritiker und Drehbuchautor tätig. Es ist nicht sein erstes Buch aus dem Themenbereich Südostasien.