Schlagwort-Archiv: Mindanao

Lebensmittelvergiftungen von Durian Candy

Ganz aktuelle Meldung von heute:
Etwa 1000 Schüler und Studenten sollen sich in Cagwait, Surigao del Sur, Mindanao, fürchterlich den Magen verdorben haben. Mehr als 280 waren im Krankenhaus.

Sie hatten sich alle eine Lebensmittelvergiftung geholt, nach dem Genuss von Durian Candy und Mangosteen Candy.

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Die Bonbons sollen alle vom gleichen Hersteller sein.

Es heißt sogar, eine Person sei verstorben.

Hund erschiesst Mann in Cotabato

Hund erschießt Mann

in South Cotabato..

gewehr

…wurde heute bekannt.

Eine kleine Personengruppe war zu Fuß bei Lake Sebu,  unterwegs, als der Hund losrennen wollte und  herum tobte. Er kam dabei an den Trageriemen der Waffe, diese stieß dadurch gegen eine Tür aus Bambusholz und der Schuss löste sich.

So zumindest lautet die offiziell ermittelte Version der Polizei.

Kann man nun glauben oder auch nicht. Die Frage ist, warum hat man eine durchgeladene Waffe dabei und wer hat sie entsichert ? Etwa auch der Hund ?

Lake Sebu liegt auf Mindanao, in der Provinz South Cotabato. Praktisch am südlichsten Zipfel der Philippinen.

 

Friedensabkommen mit der Moro Islamic Liberation Front

Vor wenigen Minuten unterzeichneten die philippinische Regierung mit der Moro Liberation Islamic Liberation Front (kurz MILF genannt) ein Friedensabkommen.

Beide Seiten setzen viel Hoffnung in diesen Vertrag, was sich schon alleine durch die Größe dieses Festaktes zeigt. Rund 1000 geladene Gäste sollen es sein. Darunter zum Beispiel der Premier von Malaysia, der auch per Unterschrift seine Unterstützung signalisiert, oder auch Vertreter der UNDP und Weltbank, die eine finanzielle Beteiligung bei technischer Förderung angekündigt hat.

Dieser Vertrag nennt sich Comprehensive Agreement of Bangsamoro (CAB) oder einfach auch nur Bangsamoro Law.

Bangsamoro nennen die Muslime das Gebiet im Sulu Archipel, auf welches sie ihren Anspruch erheben. Das sind Teile von Mindanao, Jolo usw.

Es handelt sich hier um rund 10 Prozent Landanteil der Philippinen. Der muslimische Bevölkerungsanteil beträgt etwa 10 Mio, was auch ungefähr 10 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht.

Im Bangsamoro Gebiet gibt es aber auch noch einzelne Gemeinden, mit überwiegend kath. Bevölkerung.

Das unterzeichnete Abkommen sieht vor, dass die von der MILF geforderte autonome Region nun weiter umgesetzt wird mit dem Ziel lokaler Wahlen bis  Mitte 2016.

Regierung und MILF wollen sich ab sofort als Partner verstehen und gemeinsam daran arbeiten. Für die Umsetzung dieser Ziele werden noch weitere Verhandlungen und Vereinbarungen erforderlich werden.

Historisch betrachtet ist es tatsächlich ja so, dass im 13. Jhd. arabische Händler in den Süden der Philippinen kamen, sich ansiedelten und diese Region muslimisch war.

Der Konflikt brach in den siebziger Jahren aus und kostete tausenden von Menschen das Leben. Zwischendurch gab es immer wieder Waffenstillstandsverträge und auch die Gründung einer autonomen Region. Diese wurde aber nie ernsthaft und nachhaltig umgesetzt, sondern endete in einer korrupten Vetternwirtschaft, weiteren blutigen Kämpfen und 2008 in heftigen militärischen Auseinandersetzungen unter der damaligen Präsidentin Arroyo.

Hoffen wir nun, dass es beiden Seiten gelingt, in einem friedlichen Miteinander auf den Philippinen zu leben. Ich persönlich denke jedoch, dass dieses Abkommen einigen örtlichen Warlords überhaupt nicht ins Konzept passt, nimmt es ihnen doch die Einnahmen weg, welche durch Überfälle, Plünderungen, Schutzgeld erzielt werden, unter dem Deckmantel politisch zu handeln.

Unwetter bei Mindanao

Ein Unwetter auf Mindanao bringt starke Regenfälle mit sich. Teile der Insel wurden evakuiert. Mehr als 200 000 Personen befinden sich in Notunterkünften. Der Agusan River ist über seine Ufer getreten. Es kommt zu Erdrutschen. Es wurden bereits 18 Tote gemeldet.

Wegen schlechter Wetterbedingungen können auch die rund 100 Passagiere einer Fähre nicht evakuiert werden. Diese war bereits am Donnerstag auf Grund gelaufen. Und zwar beim Danajan Islet. Dieses befindet sich in der Gegend von Leyte / Bohol. Dieses Islet liegt nur 3 Meter über der Meereshöhe, ist aber bewohnt. Dort sollen immerhin 10 000 Menschen wohnen. Geschützt wird dieses Islet durch die Danajan Bank. Ein großes Riff.

Vortrag Rohstoffabbau auf Mindanao

Veranstaltungstipp:

Wer in und um Köln wohnt und am 06.06.13 noch nichts geplant hat, kann um 19.00 Uhr, in die Alte Feuerwache, Melchiorstr.3, und sich den Vortrag “Wer beim Rohstoffabbau auf der Strecke bleibt” mit anschließender Diskussionsrunde anhören.

Veranstalter ist Misereor und das Philippinenbüro im Asienhaus, mehr dazu unter www,asienhaus.de

Hintergrund: Auf Mindanao plant ein Schweizer Konzern eine riesige Kupfer und Gold Mine. Es geht dabei um die Lebensgrundlagen der dort lebenden Menschen und die zunehmenden Spannungen und Auseinandersetzungen.

 

43 Tote durch Pablo

Von jeder Insel über die der Taifun Pablo (Bopha) hinweg zieht, kommen nach und nach die Katastrophenmeldungen. Auf Mindanao, im Compostella Valley starben mindestens 43 Personen in einer Minen und Bergbau Region, als das Wasser die Hänge herab kam.

Bei Siquijor wird ein kleineres Passagierflugzeug vermisst. Überall kommt es zu Stromausfällen und Zusammenbrüchen der Wasserversorgung. Häuser wurden abgedeckt, Bäume knickten um, Erdrutsche, Flüge gecancelled, Schiffe bleiben im Hafen….

Es soll der stärkste Taifun seit 20 Jahren sein.

Frieden auf Mindanao

Frieden auf Mindanao und einiger anderer kleinerer Inseln im Süden. Die philippinische Regierung hat ein Friedensabkommen mit der MILF (Moro Islamic Liberation Front) abgeschlossen.

So lauten die Schlagzeilen. Aber hatte ich nicht das gleiche bereits 1996 schon mal gelesen ?

Vor rund 40 Jahren begann eine politisch motivierte Gruppe im Süden des Landes nach Unabhängigkeit zu streben. Ein jahrzehntelanger Untergrundkrieg begann, bei dem viele Menschen vertrieben wurden oder starben.

1996 wurde ein Friedensvertrag geschlossen. Bereits damals wurden sogenannte autonome Regionen eingerichtet, die unter Selbstverwaltung gestellt wurden. Freilich hielt dieses Abkommen nicht sehr lange und die Auseinandersetzungen gingen weiter. Es wird auch davon berichtet, dass Korruption und Misswirtschaft in diesen Regionen blühten.

Beim jetzigen Abschluß des Friedensvertrages ist im wesentlichen nichts anders. So wie ich das sehe, ist er ist lediglich eine Erneuerung mit dem Zusatz, dass die MILF keine Abspaltung zu einem unabhängigen Staat anstrebt.

Der Vertrag wird nun als Erfolg gefeiert und ist beidseitig voller Versprechungen, die aber erst mal in die Tat umgesetzt werden müssen.

Ich persönlich bin da allerdings mittelfristig betrachtet eher skeptisch. Denn an Personen, Ämtern und Verflechtungen ändert sich ja nichts.

Atomkraftwerk auf den Philippinen

Mit Unverständnis und Entsetzen reagierten die meisten Abgeordneten der Provinzregierung auf der Insel Negross Occ., wegen der Idee eines Lokalpolitikers, ein Atomkraftwerk auf den Philippinen zu errichten. Um auf der Insel Negros dem gleichen Energieversorgungsdisaster wie derzeit auf der philippinischen Insel Mindanao zu entgehen, hatte tatsächlich ein ehemaliger Abgeordneter gefordert, nukleare Energie herzustellen. Selbst der Gouverneur findet den Vorschlag interessant.

Nur gut, dass die meisten Abgeordneten darüber nur den Kopf schütteln und sagen, dass dies überhaupt keine Option ist. Die geologische Lage der Philippinen lassen es überhaupt nicht zu, an so etwas überhaupt zu denken.

Das Dilemma der Stromversorgung liegt wie immer in den Kosten der Herstellung. Und damit auch in der Bezahlbarkeit durch die Endverbraucher. Eine kW/h kostet rund 5 Peso. Bei der alternativen Solarenergie zum Beispiel, würde sich der Preis mindestens auf das fünffache erhöhen. Dies ist auch der Grund, weshalb Solarenergie auf den Philippinen so wenig genutzt wird.

Gut dass die meisten der Lokalpolitiker sich insgesamt im klaren darüber sind, an regenerativen Energien festzuhalten und den weiteren Ausbau an Biomassekraftwerken und Wasserkraftwerken fordern.

Ganz massive Kritik ging auch an die Adresse der Regierung in Manila. Diese fordert ständig auf, man solle sich mit dem Thema Energiegewinnung auseinandersetzen, kommt aber selbst nicht vorwärts.   Es besteht zum Beispiel schon länger ein Gesetz über die Förderung von Solarenergie. Dieses besagt dass 1 Million Dächer in den nächsten 10 Jahren ausgebaut werden sollen und dafür das Geld bereitgestellt wird. Dadurch könnte dieser Strom für die Endverbraucher bezahlbar werden. Dieses Geld fehlt jedoch in Wirklichkeit und niemand kann es abrufen.

 

Stromrationierung auf Mindanao

Auf der philippinischen Insel Mindanao wird weiterhin der Strom rationiert. Viele Ortschaften werden nur für wenige Stunden am Tag Strom haben. Begründet wird dies damit, dass die letzte Saison zu trocken war und daher die Wasserkraftwerke zu wenig produzieren können. Der Flughafen Zamboanga muss jetzt sogar seine Nachtaktivitäten einstellen.

Es wurde angekündigt, dass die Abschaltungen auf jeden Fall bis Anfang Mai dauern werden. Und dann ? So frage ich mich gerade. Ab April beginnt die wirkliche heiße Zeit auf den Philippinen. Da regnet es teils überhaupt nicht mehr. Woher soll das Wasser für die Kraftwerke kommen ?

Seit Jahren wurde gewarnt, dass die Stromversorgung nicht ausreichend sei und der Bedarf stetig am steigen ist. Man wusste bereits vorher, dass es zu den dramatischen Stromabschaltungen kommen wird.