Schlagwort-Archiv: Negros Occ.

Mord wegen Computerspiel

Ist ja heftig, was ich gerade lese.

In Isabela, Negros Occ., Philippines, hat ein 27-jähriger insgesamt 3 Menschen ermordet, weil er ein Computerspiel nicht spielen durfte.

crimescene-2

Das war bereits am 7. November. Er hat sich dann am 13. November der Polizei gestellt.

Wie erzählt wird, durfte der Tatverdächtige im Hause der Opfer einen PC benutzen. Normalerweise muss man dafür ein paar Peso bezahlen wenn man den PC benutzte, aber sie haben ihn des öfteren umsonst spielen lassen. Es spielte das Game Dota.

Als dann andere Jugendliche auch spielen wollte, ging er, kam aber dann mitten in der Nacht zurück und wollte wieder spielen.

Die Besitzer des Computers verweigerten dieses und sagten es wäre schon geschlossen. Darauf zückte der Tatverdächtige sein Messer, erstach ein Ehepaar, ein Kind und verletzte noch andere schwer.

Er wurde nun von den überlebenden  Familienmitglieder eindeutig als Täter identifiziert und wird wegen mehrfachen Mordes angeklagt werden.

Die Provinz Negros Occidental präsentiert sich

Die Provinz Negros Occidental beträgt ungefähr die Hälfte der Insel Negros, deren andere Hälfte sich Oriental nennt.

Im Herzen der Philippinen gelegen, erlebt der Reisende eine Ursprünglichkeit des Landes, wie er sie an den üblichen Touristen Hotspots in dieser Form nicht hat.

Screenshot Website Negros Occ. Tourism

Screenshot Website Negros Occ. Tourism

Negros Occidental hat eine ganz ordentliche Webseite als Informationsquelle für Touristen, mit interessanten Hinweisen, Adressen und funktionierenden Links.

Warum mache ich Werbung für diese schöne Ecke der Philippinen ?

Dort kennen wir uns am besten aus und waren in dieser Gegend am häufigsten. Unsere Erfahrungen und Berichte über diesen schönen Landstrich sind somit authentisch.

Hinterland

Das Hinterland

berge-im-hinterland

von  Negros Occidental.

Dort wo der Tourist normalerweise nicht hinkommt.

Ein von Zuckerohr geprägtes Land, wo einfache Landarbeiter wohnen. Oft auch Tagelöhner, die sich täglich nach Arbeit umsehen müssen und für wenig Geld auf den Feldern tätig sind, auf Land, das nur wenigen gehört. Eine Gegend in der angeblich NPA Rebellen tätig sind. Angeblich deswegen, weil mir hat sich noch keiner als Rebell vorgestellt und ich nicht beurteilen kann, was wahr ist was so an Meinungsmache veröffentlicht wird.

Philippinische Landreform

Die philippinische Landreform unter Menschenrechtsbeobachtung.

Beschlossen wurde die Landreform bereits 1988. Man wollte damit erreichen, dass Land besser bewirtschaftet wird und Landlose ein Grundstück haben, von welchem sie nicht mehr vertrieben werden können.

Verteilt wurde in erster Linie öffentlicher, nicht genutzter Grund und Boden und im geringeren Maße auch Teile von Ländereien die sich Großgrundbesitzer angeeignet haben.

 

landreform

 

Das Programm der Landreform kommt noch heute immer wieder erheblich ins Stocken. Zum Teil liegt es daran, dass falsch vermessen wurde und nicht nutzbares Land wie Berge, Felsen, Urwald auf diesen Plänen als bewirtschaftbar ausgewiesen wurden.

Zum anderen verzögerte sich alles wegen fehlenden Geldes, so dass dieses aufgestockt werden musste und das Programm schon ein paar mal verlängert wurde. Meines Wissens läuft es jedoch 2014 aus.

Teils fehlt natürlich auch immer wieder der rechte Willen.

Das größte Problem sind jedoch Großgrundbesitzer. Diese haben sich viele tausend Quadratmeter seit der Kolonialzeit angeeignet. Und dies nicht gerade legal oder gewaltfrei. Sie haben sich Land unter den Nagel gerissen und als ihr eigenes deklariert. Per Korruption holten sie sich Landtitel oder auch nicht. Sie nennen es einfach das Land der Familie soundso.

Diese Großgrundbesitzer führen sich teils wie Fürsten aus dem Mittelalter auf. Sie haben ihre eigenen bewaffneten Privatarmeen, die darauf achten, dass niemand Fremdes das Land betritt und die sogenannten Landlosen, die eigentlich auch schon immer dort lebten, im Tagelohn auf den Feldern arbeiten.

Aber genau diesen Landlosen werden Anbauflächen von diesem angeeigneten Land per Titel zugewiesen. Sie können dort dann nicht mehr einfach so verjagt werden, wie es dem Provinzfürsten in den Kram passt. Das zugewiesene Land muss dann aber zwingend landwirtschaftlich genutzt werden. Tatsache ist jedoch, dass diese armen Leute so unter Druck gesetzt werden, dass sie ernsthaft um ihre Gesundheit zu fürchten haben und daher sich nicht trauen auch nur ein Saatkorn zu säen. Dann fällt das Land wieder an den Vorbesitzer zurück. Und die zweite Variante ist, dass sie aus Angst das Land wieder an diesen Großgrundbesitzer verkaufen.

 

landlose

 

Und immer wieder braucht es starke Polizeikräfte um den Landarbeitern die Titel auszuhändigen, weil diese Besitzer der Haziendas so unglaublich brutal dagegen vorgehen. Sie scheuen sich nicht mit ihrer Privatarmee der Polizei gegenüberzutreten.

Ein Mittel um Druck auf die Großgrundbesitzer auszuüben, ist die öffentliche Beobachtung. Bei Landübergaben werden Fernsehkameras und -teams hinzugezogen und Organisationen üben reine Menschenrechtsbeobachtungen aus.

So kann formal doch immer wieder Land vergeben werden. Bei öffentlicher Beobachtung sind diese selbsternannten “Fürsten” vorsichtiger. Denn es sind genau diese Clans, die sich in die Politik wählen lassen wollen oder dort sitzen. Diese Schlüsselposition wollen sie natürlich nicht riskieren.

Tiefer in das Thema Menschenrechtsbeobachtungen einlesen kann man zum Beispiel über 2 Blogs, die über ihre Aktivitäten auf Negros und Mindanao berichten.

zu Menschenrechtsbeobachtungen auf Negros und Human Rights Observation Mindanao . Beide Seiten sind sehr lesenswert und führen auf weiterführende Links zum Thema.

 

Waffenarsenal gefunden

Ein ganzes Waffenarsenal wurde gefunden. Das pikante daran, es war im Haus des Bürgermeisters von Pulupandan in Negros Occidental.

pulupandan

Es handelt sich um 40 Schußwaffen. Darunter AK47 und M16 Sturmgewehre. Alles natürlich mit der passenden Munition dazu.

Es war im Rahmen einer Hausdurchsuchung durch die Philippine National Police (PNP).  Diese wollte die Gründe und den Auslöser der Durchsuchung nicht näher erläutern.

Der Bürgermeister selbst sagte jedoch, dass auch die dazugehörenden Waffenscheine von der Polizei gefunden wurden.

In dem Ort gab es vor ein paar Jahren massive Auseinandersetzungen mit Schießereien im Rahmen von Wahlen. Es gab auch Festnahmen, jedoch ist da immer noch nicht alles aufgeklärt bzw. öffentlich bekannt, was sich damals abspielte. Es waren jedenfalls mehrere Militär- und Polizeiaktionen notwendig um den Ort zu befrieden.

Von Einheimischen wurde ich damals gewarnt mit dem Hinweis vorsichtig zu sein, weil die Gegend um den Ort etwas bleihaltig wäre. Von Besuchern wolle aber niemand etwas, es ginge nur um interne politische Machtkämpfe und um die Stellung von Clans. Und so waren alle auch ganz freundlich zu uns. Jedoch eine Mitfahrt in einem Auto eines Lokalpolitikers hätte ich zumindest vor ein paar Jahren auf jeden Fall dankend abgelehnt.

60 Verletzte bei Unfall

60 Verletzte und ein totes Mädchen bei einem Verkehrsunfall.

Am Donnerstag, in den frühen Morgenstunden, ist eine komplette Hochzeitsgesellschaft im Norden der Insel Negros Occ. schwer verunglückt. Die Personen waren auf dem Weg zu einer Hochzeit und waren alle mehr oder weniger miteinander verwandt. Wie so oft auf den Philippinen, wurde für die Fahrt ein Canter (Lastwagen) benutzt, ähnlich wie auf dem Foto.

canter

Die Mitreisenden sitzen dann alle auf der Ladefläche und sogar auf dem Dach des Führerhauses.

Wie die Unfallermittlungen ergaben, fuhr der Canter bergab, bekam keinen Gang mehr eingelegt und die Bremsen versagten. Der Fahrer lenkte den Canter in eine Betonwand, um nicht die drohenden Klippen abzustürzen.

In diesem Zusammenhang sei mal hier erwähnt, dass es eine philippinische Eigenart ist, selbst mit solchen Lastwagen im Leerlauf den Berg herunterzurollen und alles mittels Bremse zu regeln. Bergauf wird im hohen Gang gefahren und erst geschaltet wenn das Fahrzeug so gut wie steht. Selbst Fahrer die täglich mit diesen Kleinlastern fahren machen dies. Aber auch Taxifahrer oder Privatleute bekommen dies nicht gebacken. Das kann man dem Fahrer auch 10 mal sagen dieses bleiben zu lassen, er wird uneinsichtig bleiben und diesen Fahrstil nicht ändern. Woher diese Unsitte kommt, ist mir ein absolutes Rätsel.

Massentrauung in Murcia

Am Sonntag gab es eine Massentrauung in Murcia, Negros Occidental, in der Nähe von Bacolod City. 184 Paare ließen sich gleichzeitig trauen. Solche Massenhochzeiten gibt es immer wieder mal auf den Philippinen. Oft sind sie dann in Verbindung mit einer anderen Veranstaltung, wie zum Beispiel einer Town Fiesta.

 

Weihwasser am Eingang einer Kirche

Heiraten kostet auch auf den Philippinen Geld. Zum einen für die Dokumente und zum anderen für die Trauung selbst. So bieten dann die Kommunen und die Kirche gelegentlich mal an, dass es die Hochzeit zum Sonderpreis gibt und die Paare nur ein paar Peso bezahlen müssen. Somit sind alle zufrieden. Die einen haben das Geld gespart, welches sie sowieso nicht hatten, die anderen freuen sich dass die Paare nun nicht mehr unehelich ohne den Segen zusammenleben und die anderen freuen sich, dass sie eine Veranstaltung präsentieren können, die den Einwohnern Spaß macht.

Die Massenhochzeit endete mit dem Wettbewerb, welches Paar am längsten küssen kann. Gleich 11 Ehepaare wurden zum Sieger erklärt.

Tag der Befreiung

Auf der philippinischen Insel Negros, im Teil Occidental (Negros Occ.) wird am Sonntag, 09.09.12,  an den Tag der Befreiung gedacht. Der sogenannte 67th Negros Island  Liberation Day.

Das ist so eine Art Veteranen Gedenktag zur Befreiung von den Japanern im 2. Weltkrieg. Also nicht erschrecken, falls jemand per Böllerschüsse in Bacolod City geweckt wird. Es ist alles im grünen Bereich und so gewollt.

Die Inselgruppe der Visayas, zu der Negros gehört, war damals im II. Weltkrieg von mehr als 30 000 Japanern besetzt. Die US Armee und philippinische Guerillos kämpften erbittert gegen die Japaner. Geschichtlich ist die Schlacht um die Visayas vermerkt, die von März 45 bis 30. Juli 1945 dauerte.

Wie man jetzt auf den 09. September als Gedenktag gekommen ist, weiß ich nicht. Denn eigentlich hatten die Japaner Mitte August 1945 kapituliert und dies am 2. September unterschrieben. So vermute ich, dass der Liberation Day nicht zwangsläufig an einem konkreten Tag festgemacht wird, sondern flexibel. Wie es eben in die Terminplanungen mit anderen Veranstaltungen rein passt.

Biomassekraftwerk auf den Philippinen

Die deutsche Investment Management Gruppe Thomas lloyd Group ist momentan an der Realisierung eines 70 Mio USD Projekts bei San Carlos City, auf der Insel Negros Occidental. Bereits im 4 Quartal 2011 ist der Spatenstch für das erste Biomassekraftwerk auf den Philippinen vorgesehen.

Das Unternehmen hat dort in der Region bereits mit der Investition und Herstellung von Bioethanol Erfahrungen gesammelt.

Mehr dazu, direkt auf der Webseite Biopower und Bioenergy in San Carlos.

Bereits letztes Jahr hatte ich im Philippinen Blog darüber berichtet, dass es inzwischen Taxi gibt, die nur mit Bioethanol betankt sind. Auf den Philippinen ist die Energieversorgung aufgrund der geografischen Gegebenheiten dezentralisiert.