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Tyrannen an der Schule

Auch auf den Philippinen werden sie immer jünger. Ein neues Gesetz nennt sie Tyrannen. Damit sind Personen gemeint, die andere drangsalieren, mobbing betreiben oder sogar Straftaten begehen.

So wurde diese Tage ein Gesetz erlassen, welches sich Anti-Bullying nennt und an Elementary sowie Secondary Schulen gilt.

ani-bullying

Damit sollen alle Handlungen verboten werden, die Gewalt gegenüber anderen verursacht. Es soll vor verbaler, körperlicher und elektronischer Gewalt schützen. Niemand darf wegen seiner Sprache, seines Aussehens, seiner Kleidung oder Herkunft angegriffen werden.

Das Gesetz besagt, dass die Schulen Maßnahmen zum Schutze der Kinder ergreifen müssen. Das Personal soll geschult werden und auch die Möglichkeit schaffen, anonyme Hinweise entgegenzunehmen und vor allem auch verpflichtet sein, diesen Hinweisen nachzugehen.

Bisher galten ähnliche Vorschriften per gesetzlicher Regelung nur ab HighSchool aufwärts. Inzwischen hat man aber den Handlungsbedarf bei Grundschülern erkannt.

Mondfest

Das Mondfest, Mooncake Festival, ist eine chinesische Tradition und fällt nach deren Kalender 2013 auf den 19. September,

Teile des Einzelhandel auf den Philippinen nehmen dies zum Anlass mit Aktionen zu dem Fest die Kunden in die Läden zu locken.

mooncakefestival

So haben zum Beispiel die SuperMalls angekündigt 3 Tage lang einen Aktionsverkauf rund um dieses Thema zu veranstalten.

Selbstbedienungsladen Philippinen

Im „Selbstbedienungsladen Philippinen“ wurde diese Tage ein neuer Skandal bekannt und wie Politiker mal wieder in die eigene Tasche arbeiten.

Unter dem Namen pork barrel, offiziell priority development and assistance fund, PDAF, können und sollen Senatoren und Abgeordnete direkt Projekte in ihrem Wahlbezirk starten. Dort wo es „brennt“ können sie unterstützend eingreifen.

Das ist dazu gedacht, um zum Beispiel Infrastrukturprojekte zu starten. Oder medizinische Ausstattungen zu unterstützen u.v.m.

Man liest dann an großen Tafeln Sätze wie: Gebaut von Senator… , gespendet von…, gesponsert von…

So können Politiker dem Volk direkt zeigen, sie tun was für die Menschen.

In diesem Topf haben die Damen und Herren Politiker natürlich selbst tief rein gegriffen. Man gründete Organisationen, die viele Projekte nur zum Schein durchführten und abrechneten. Gelder wurden hin und her geschoben, bis sie an der richtigen Stelle landeten. Und zwar in den Privatkassen von Senatoren und Kongressabgeordneten.

In den vergangenen Jahren wurden damit mindestens 10 Mrd Peso  umgeleitet. Und stündlich kommen neue Erkenntnisse zu diesem Skandal heraus.

Es sind teils die altbekannten Politiker, die schon wiederholt in ähnliche Dinge verwickelt waren. Sie sind ertappt und im Grunde überführt. Es passiert ihnen aber nichts, weil sie sich auf ihre Immunität berufen und damit offensichtlich immer wieder durchkommen.

Denn das erste was an öffentlichen Statements kam, ist nicht etwa ein Schuldgefühl oder etwaiges abstreiten. Nein, es ist die Erklärung, gegen einen Senator darf man nicht ermitteln, wegen der Immunität.

Somit schließt sich mal wieder der Kreis zu dem was ich und andere Philippinen Experten immer wieder sagen. Das Land ist in der Hand von rund 200 Familien und Clans, für die die Philippinen ein Selbstbedienungsladen ist.

Tabaksteuer

Auf den Philippinen wird die Tabaksteuer erhöht.

Auf eine Schachtel Zigaretten werden aktuell 2.75 Peso Steuern erhoben. Schrittweise soll dies bis 2016 auf 32 Peso gesteigert werden.

Die Gegner argumentieren damit, dass dies viel zu viel sei und Rauchen unglaublich teuer werde. Dies würde den Schmuggel kräftig anheizen.

Die Befürworter sagen jedoch, dass die momentane Tabaksteuer von 2.75 Peso gar nichts wäre und jetzt erstmalig richtig Steuern verlangt werden. Eine Schachtel Zigaretten für derzeitige 15 Peso kostet dann 2016 immer noch weniger als 50 Peso.

15 Peso sind übrigens heute so etwa rund 25 Cent.

Mal ganz abgesehen von der Steuer, kann die 15 Peso Glimmstängel sowieso niemand rauchen ohne gleich fürchterlich husten zu müssen. Da werden wohl die Inhalte uralter Matratzen in Papier gerollt verbrannt. Für Markenzigaretten bezahlt man so zwischen 26 und 35 philippinische Peso und in Zukunft eben bis zu 32 Peso weiter. Wobei man sich selbst bei Marken gelegentlich wundert, was das nun tatsächlich sein könnte. Auch wenn man meint, dass das Päckchen ein reguläres ist, weil in der Mall gekauft, steht manchmal drauf: Produced in the Philippines, only for Export. Das mag nun einer verstehen.

Vor 40 Jahren

Heute vor 40 Jahren, am 21. September 1972, verhängte der philippinische Diktator  Ferdinand Marcos das Kriegsrecht über das Land. Mindestens 30 000 Menschen wurden daraufhin in Gefängnisse gesteckt. Er baute seine Macht durch massives aufstocken des Militärs weiter aus. Viele Filipinos flohen ins Ausland.

Ursprünglich war er 1965 demokratisch gewählt. Seine zweite Amtszeit begann 1970. Es kam im Land immer mehr zu Unruhen, denn er wirtschaftete das Land herunter. Es bildeten sich militante Gegenbewegungen und er verhängte das Kriegsrecht. Weil er militärisch sehr amerikafreundlich war, wurde seine Diktatur dadurch gestützt. Verheiratet war er mit Imelda Marcos, die für ihren ausgeprägten Schuhtick berühmt wurde.

Er wurde als Verantwortlicher in Verbindung gebracht bei der Ermordung des Oppositionskandidaten Benigno Aquino Jr.,  Seine von ihm eingesetzte Aufklärungskommission kam sogar zum Ergebnis, dass es sich um eine Verschwörung des Militärs gehandelt hatte. Das wurde von Marcos jedoch ignoriert und er bestand auf die Version, dass es ein Einzeltäter gewesen war.

Der Druck auf ihn wurde immer größer und er veranlasste 1986 Neuwahlen, aus denen er als Sieger hervor ging. Jedoch war der massive  Wahlbetrug nicht übersehbar. Es kam zu immer größeren Demonstrationen und dabei zur sogenannten EDSA Revolution. Hunderttausende gingen auf die Straßen. Am 25. Februar 1986 wurde Corazon Aquino, die Ehefrau des ermordeten Benigno Aquino zum Präsidenten vereidigt. Gleichzeitig ließ sich Marcos von seinen Getreuen vereidigen. Am Abend floh er jedoch mit Hilfe des US Militärs nach Guam und ging dann ins Exil nach Hawaii.

 

 

Neuer Autor im Philippinen Blog

Womöglich hat sich der eine oder andere Leser schon gewundert. Was macht der Name Stevaro als Autor in einem Artikel über das Training der Azkals ?  Denn viele kennen den Namen dieses Autoren aus einem anderen Philippinen Blog.

Nun, die Antwort ist recht einfach. Ich freue mich mitteilen zu dürfen,  Phildreams hat einen neuen, weiteren, Autor. Stevaro von Stevaro´s World.

Wir beide stehen schon längere Zeit im Kontakt und tauschen Tips, Erfahrungen, Fachwissen und mehr untereinander aus. Da lag es irgendwann mal nahe, sich auch gegenseitig Artikel zur Verfügung zu stellen, die  zum einen vielleicht im jeweils eigenen Blog vom Stil her nicht ganz passen und zum anderen auch unsere jeweiligen Blogs gegenseitig bereichern.

Wir denken, alle Seiten profitieren davon und vor allem auch die Leser, die sich am Thema Philippinen begeistern können und sich informieren wollen. Unsere Intension liegt auch darin, die Philippinen, Land und Leute insgesamt auf abwechslungsreiche Art und Weise den „Philippinen-Neulingen“ näher zu bringen und den „alten Hasen“ fundierte Nachrichten und Infos mitzuteilen.

Wir hoffen es gelingt uns, den jeweiligen Ansprüchen der Leser gerecht zu werden.

Auf gute Zusammenarbeit

Rai.

 

Schule hat begonnen

Auf den Philippinen hat die Schule begonnen. Die grossen Ferien sind vorbei.

philippinische schueler

philippinischer Schueler in Schuluniform

Die hohe Anzahl der Geburten und der daraus resultierenden Schulkindern übersteigt das finanzielle Budget für die Bildung der Regierung um unglaubliche Zahlen und Fakten. Es fehlen laut einer Ministerumsprecherin in Manila auf den Philippinen 101000 Lehrer, 143000 Klassenzimmer, 2,72 Mio Stühle, 119000 Toiletten und 66 Mio Bücher an den öffentlichen Schulen.