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Duterte entschuldigt sich

Duterte entschuldigt sich dafür, dass es nicht gelungen ist, das Leben der deutschen Geisel Jürgen Kantner zu retten und  spricht über sein Außenministerium sein Beileid aus.

Der Weltumsegler wurde, wie zuvor seine Begleiterin, von Terroristen und Erpressern im Süden der Philippinen grausam ermordert.

Duterte sagte, dass es sehr einfach sei, sich dort auf einer der Inseln  der Sulu See zu verstecken. Für die Armee und Polizei ist es kaum möglich, trotz aller Anstrengungen, eine kleine Gruppe in den Wäldern zu finden.

Der zuständige Gouverneur forderte die dort lebende Bevölkerungsgruppe der Moro auf, sich gemeinsam gegen denTerror  der Abu Sayyaf zu stellen und nicht mehr hinzunehmen.

Schlimm ist auch, dass das Video der Enthauptung online zu finden ist. Es gibt Webseiten, welche die Veröffentlichung solche Dinge ermöglichen.  Diese Server, auf denen das gehostet ist, gehören in die Luft gesprengt, mitsamt diesem Terrorpack.

 

Zwei Deutsche bei Palawan vermisst

Es gibt in den vergangenen Stunden Meldungen, dass zwei Deutsche bei Palawan vermisst werden.  Ihre Segelyacht wurde verlassen aufgefunden. Das Paar war unterwegs von Palawan in Richtung Sulu Region.

In den dt. Medien wird momentan noch geschrieben, dass eine Entführung noch unbestätigt ist. Philippinische Medien berichten jedoch schon davon, dass Informanten mitgeteilt hätten, dass sich das Paar in den Händen der Abu Sayyaf befindet.

Wollen wir hoffen, dass es nicht so ist.

USS Guardian zerlegt

Ein weiterer Beitrag zum Schwerpunktthema Schiffe, Fähren, Leben am Meer und vom Meer auf den Philippinen:

Die USS Guardian wird zerlegt

Sie war in den philippinischen Gewässern unterwegs und ist ja bekanntlich am 17.1.13  in einem Nationalpark in der Sulu See in die Korallenriffe der Tubbutaha Atolle gefahren. Sie ist dort so fest aufgelaufen, dass sie nicht mehr von dort abgeschleppt werden kann, sondern in mehrere Teile zerlegt werden muss.

uss_guardian

(Bildnachweis: Foto ist in der public domain laut Wiki Commons)

Der Nationalpark umfasst rund 130 00 ha, liegt rund 130 Km südöstlich von Palawan und die Schäden und Folgeschäden am Korallenriff durch die USS Guardian sollen bei rund 1000 Quadratmetern liegen.

Man hatte auf Radar angeblich bemerkt, dass dieses Minensuchboot sich in Gewässern befindet, in welchen es nicht unterwegs sein durfte. Es heißt auch, dass Warnhinweise per Funk durch Parkoffizielle gesendet wurden. Einen Auftrag dorthin zu schippern, hatte das Boot offiziell nicht.

Die Gründe für den Unfall bewegen sich zwischen veralteten Seekarten, Fehler in der Navigationstechnik bis hin zu menschlichem Versagen.

Bergungsschiffe und -kräne sind jetzt dort beschäftigt und zerlegen das Schiff in mehrere große Teile. Die 4 Dieselmotoren wurden letzte Woche ausgebaut.

Die Mannschaft wurde nach dieser Havarie schnell ausgeflogen und befindet sich nicht mehr auf den Philippinen. Vielleicht um rechtlichen Konsequenzen zu entfliehen.

Aber viel ausrichten können die Philippinen sowieso nicht gegen ihren militärischen “Partner” und Beschützer.

Sultan von Sulu

Ist ja schon erschreckend, wenn man bedenkt, dass da ein alter Mann es geschafft hat, seinen Clan aufzustacheln um mit rund 200 bewaffneten Männern von den Inseln Basilan, Sulu und Tawi-Tawi kommend, nach Sabah, Malaysia aufzubrechen und zu sagen, das gehört uns und wir sind die angestammten Herren dieser Provinz. Dieses Land gehört dem Sultan von Sulu.

In diesem Konflikt sind bereits rund 2 Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Und die malaysische Armee fährt jetzt wohl stärkere Geschütze auf.

Es mag ja sein, dass es das alte Stammland dieses Clans ist. Aber sie haben dieses Land 1878 an die damaligen Kolonialherren verleast und diese überließen es dann später an Malaysia.

Wie weit wollen wir denn jeweils in der Geschichte zurückgehen und Besitzansprüche geltend machen ?

Vielleicht sollte ich auch eine Insel besetzen, weil mein Urururur-Großvater einst einen Acker als erster bewirtschaftet hatte und nun als mein Stammland betrachten.