Schlagwort-Archiv: Wahlen Philippinen

Wilde Plakatierer

Der Wahlkampf auf den Philippinen läuft auf Hochtouren.

Wilde Plakatierer hängen und nageln ihre Wahlwerbung hin, wo sie es gerade für richtig halten. Auch an Bäume werden die Wahlplakate angenagelt.

wahlplakate-am-baum

Das ist auch auf den Philippinen definitiv nicht erlaubt und so hat das Umweltministerium aufgefordert, dies zu entfernen.

Ob dieser Aufforderung jemand Folge leisten wird, wenn es im Geldbeutel nicht weh tut ?

OFW Registrierung Wahlen 2016

Termine für OFW

Auf den Philippinen sind 2016 Präsidentenwahlen. OFW, sprich Filipinos die im Ausland leben, dürfen auch wählen. Dazu müssen sie sich registrieren.

Dies soll bis spätestens 31. Oktober 2015 erledigt sein.

final date registration election

final date registration election

Wer darf wählen und was benötige ich dazu

beschreibt die offizielle Bekanntgabeseite der philippinischen Regierung

Wer nächstes Jahr wählen möchte, sollte sich somit rechtzeitig mit seiner zuständigen Botschaft in Verbindung setzen.

Kommunalwahlen auf den Philippinen

Am Montag sind Kommunalwahlen auf den Philippinen. Bei diesen Wahlen, die alle 4 Jahre statt finden, werden die Posten und Pöstchen in der untersten kommunalen Ebene vergeben. Also in den Barangays. Das kann man mit Stadtteilwahlen vergleichen. Rund 800 000 Kandidaten stellen sich zur Wahl. Wie man wählt, ist in einem Flyer abgebildet.

wahlhilfe

Ich kann das hier im Blog nicht grösser darstellen. Aber da steht geschrieben : Ins Wahllokal gehen, prüfen lassen ob man im Wählerverzeichnis steht, Wahlzettel geben lassen usw., zum Schluss den Finger mit Tinte markieren lassen, als Zeichen dafür, dass man schon gewählt hat und nicht nochmal in ein anderes Wahlbüro geht.

Die Wahllokale sind nur von 7:00  – 15:00 h geöffnet. Es gilt ein Verbot des Alkoholverkaufes am Wahltag. Manche Gemeinden haben dies sogar auf bis zu 3 Tage ausgeweitet.

Aber es wird nicht überall gewählt. Auf Bohol sind die Wahlen erst mal ausgesetzt, weil dort ist man mit den Erdbebenschäden beschäftigt. Was ja verständlich ist.

In einzelnen Gegenden in und um Zamboanga gibt es auch keine Wahlen. So wie ich das verstanden habe, hängt dies mit den Auseinandersetzungen der letzten Wochen mit den MNLF Rebellen zusammen.

Aber was ich auch interessant finde, dass es in einigen Regionen wohl nur theoretische Wahlen gibt, aber mangels Opposition bzw. Kandidaten nur eine Alibi Veranstaltung ist. Und zwar in der Region Maguindanao, auf den Inseln Basilan, Sulu und Tawi-Tawi. Wir wir wissen, sind dort Warlords mit ihren Clans an der Macht oder muslimische Familien. Es getraut sich niemand, sich dort als Kandidat aufstellen zu lassen, außer denen, die sowieso an der Macht sind.

In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, dass es dieses Jahr  auf den Philippinen “nur” 22 getötete Kandidaten und deren Unterstützer gab.

 

Wahlzettel

Der Wahlzettel oder Wahlschein ist vorn und hinten bedruckt. Oben steht wann und wo (District) er gültig ist und unten hat er noch enen individuellen Barcode.

Die unterschiedlichen Farben markieren dann jeweils, was gewählt wird. Links, in blau, Präsident, darunter Vizepräsident, dann geht es rechts und hinten weiter mit Parteien, Congressmännern, House of Representatives, Kommunalwahlen… Die Wahlscheine können somit von Region zu Region unterschiedlich sein, je nachdem, was sonst noch zur Wahl ansteht. Wie bereits erwähnt, es war eine Mammutwahl.

Die Fotos sind nur Muster der Comelec (Commission of Election)

Wahlschein Vorderseite

Wahlschein Vorderseite

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und die Rückseite

News zur Präsidentschaftswahl

Weitere News zur Präsidentschaftswahl auf den Philippinen

Die unterlegenen Kandidaten Gordon und Villar erklärten künftig Aquino zu unterstützen.

In San Juan City wurde JV Ejercito in den Congess gewählt. Er ist ein Sohn von Joseph Estrada mit der Schauspielerin Guia Gomez.

Alfredo Lim wurde als Bürgermeister von Manila bestätigt.

Jejomar “Jun-Jun” Binay Jr. wurde in Makati zum Mayor (Bürgermeister) gewählt und übernimmt damit den Posten seines Vaters, welcher Vizepräsident wird.

Jejomar Binay, der vsl. zukünftige Vizepräsident wurde vor ein paar Jahren zunächst seines Amtes enthoben, weil er hunderte Angestellte bezahlte, die überhaupt nicht existent waren. Vor einem Gericht erreichte er, wieder ins Rathaus einziehen zu dürfen. Der Fall ist bis heute nicht geklärt.

Benigno Aquino III glänzte in seiner bisherigen Amtszeit als Senator nicht gerade durch Aktivitäten und Durchsetzungsvermögen.

Joseph Estrada hat an vielen Orten des Landes, insbesonders in den Squattern der Städte, einen Jeepney Pendelverkehr eingerichtet und bezahlt. Damit die Wähler kostenlos zum Wahllokal gelangen. Aus Davao wurde mir persönlich gemeldet, es gab 200 Peso Handgeld pro Wähler bar auf die Hand von seinen Wahlhelfern, wenn für Estrada gestimmt wurde.

Es war eine Mammutwahl. Es wurden nicht nur Präsident und Vizepräsident gewählt, sondern auch die Congressmänner und vielerorts auch Bürgermeister.

Auch wenn die deutsche Presselandschaft von Unruhen und Toten spricht, waren es für philippinische Verhältnisse ruhige und friedliche Wahlen.

Die vorläufige Auszählung erfolgte so schnell wie noch nie zuvor. Das offizielle Endergebnis wird vsl. in 4 Tagen vorliegen (laut Comelec)

Wahllokale länger geöffnet

Wahlen auf den Philippinen:

Soeben wurde angekündigt, dass die Wahllokale länger geöffnet bleiben.

Ursprünglich sollten sie um 18.00 uhr schließen. Nun sind sie um eine Stunde länger, bis 19.00 Uhr, geöffnet.

Offiziell heißt es wegen hoher Wahlbeteiligung bilden sich lange Warteschlangen und die elektronischen Wahlmaschinen scannen teils etwas zu langsam.

Inoffiziell heißt es, weil die elektronischen Wahlurnen fürchterlich langsam sind, bilden sich die Warteschlangen.

Panne oder Manipulation ?

Ist es eine Panne oder Manipulation ? Hierzu gibt es unterschiedliche Auslegungen. Jedenfalls wurden für die Präsidentschaftswahlen (elektronisches Wahlsystem) bereits 43000 Wähler registriert, die mindestens doppelt und an verschiedenen Orten als wahlberechtigt gelistet sind.

Die Comelec ( eine Art von Wahlaufsichtsbehörde) ist der Ansicht man könne gar nicht manipulieren, denn sie würden es in jedem Fall heraus finden.

Angeblich sei es ohne organisierten Hintergrund, dass Wähler an verschiedenen Orten registriert sind. Die Comelec spricht von einzeln handelnden Personen, die dadurch ein paar Peso abstauben wollen. Und zwar stehen vor den Wahllokalen auf den Philippinen die Politiker, Abgeordnete oder Interessenvertreter und drücken den Wählern ein paar Peso in die Hand, damit sie an der richtigen Stelle ihr Kreuzchen machen.