Kategorie-Archiv: Finanzen

Zahlungsmittelentgeltgebühr

Zahlungsmittelentgeltgebühr

ein Wort mit 27 Buchstaben ist nötig für eine Funktion, die uns täglich begegnet, ohne dass wir darüber nachdenken.

Je nach Zahlungsmittel, bezahlen wir eine Gebühr zusätzlich.

Bei Überweisungen die evt. nicht kostenlos ausgeführt werden, beim Einsatz der EC-Karte für die Abbuchung, bei Verwendung der Kreditkarte soundsoviel Prozent, bei Benutzung eines Bezahldienstes wie PayPal usw.

Wir sind Kunden und dafür dass wir etwas kaufen, werden wir noch mit der Zahlungsmittelentgeltgebühr “belohnt”.

Mein Kommentar zu Zeig dich Lokführer

Da gibt es auf der einen Seite Menschen, die um etwas kämpfen und auf der anderen Seite Journalisten, die es sich leicht machen und Dinge in die Welt setzen, die entweder aus Leichtfertigkeit , unglaublicher Ignoranz oder eventuell sogar Arroganz geschehen. Vielleicht kommt da auch ein Redakteur einfach persönlich nicht klar mit seiner Funktion und Position.

Das Handelsblatt gilt in der Branche ja eher als Institution. Ein einzelner Redakteur hat es jedoch geschafft, dessen ganze Zunft in Frage zu stellen, mit folgendem geistigen Erguß:

Handelsblatt in 99 Sekunden – Lokführer zeigt Euch

Das hatte dann natürlich einen kleinen Shitstorm zum Beispiel auf Facebook zur Folge

kleiner-shitstorm

 

Ich wiederhole die Kommentare hier nicht, aber alle hatten einen ähnlichen Inhalt:  Als beleidigend, überheblich, unwissend…. wurde das journalistische Highlight des Handelsblatt Redakteurs bezeichnet.

Dem Herrn sei noch gesagt, ich bin hier auch redaktionell, journalistisch tätig, weil das kann und darf jeder sein. Ich aber habe  zusätzlich noch einen erlernten Beruf.  Und Sie Herr Redakteur ? Was wäre wenn Sie morgen durch einen Ungelernten ersetzt werden, der Agenturmeldungen mit vorgefertigten Textbausteinen ergänzt. Oder vielleicht macht auch Google bald ihre Arbeit ?

Um meinen Lesern das ganze System Eisenbahn näher zu erläutern, auch warum gestreikt wird, möchte ich ein Video auf YouTube empfehlen

screenshot-eisenbahner-im-system

Eisenbahner im System Schiene

Hier wird ein Bereich des derzeitigen Tarifkonfliktes klar.

Der andere Teil, der darin nicht genannt ist, betrifft eine Bundesregierung, angeführt von einer Ministerin Nahles, die alles daran setzt Arbeitnehmer gesetzlich zu folgsamen Schafen von Konzernen zu machen. Tarifeinheit nennen sie das.

 

Versuche die Kunden für dumm zu verkaufen

Manche Läden lassen kaum was unversucht, ihre Kunden für dumm zu verkaufen. Anders kann ich es kaum nennen, was hier an meinem Wohnort ein Möbelhaus veranstaltet. Ein Möbelhaus im Industriegebiet Mark West, Reutlingen , mit einem Mitnahmemarkt in einem anderen Ort und mehreren Filialen in der Region. Name tut nichts zur Sache.

Da steht gleich nach dem Eingang ein großer Stapel mit Kartons. Auf dem Stapel prangt ein  Schild: Gläser 1.- Euro

Ich denke mir so : ????  Kann das sein ? Aber meine Frau wusste es gleich und sagte :”Das stimmt sooo sicherlich nicht. Das machen die hier immer so. Die meinen ein einzelnes Glas aus dem Karton.”

Und tatsächlich. Man hätte die kleinen Kartons aufreißen, ein Glas aus dem Sechserpack  herausnehmen müssen und dieses hättte dann diesen 1.- Euro gekostet. Aber wer macht das schon ?

Am liebsten hätte ich daraufhin mehrere Kartons tatsächlich aufgerissen und einzelne Gläser entnommen. Aber habe es dann gelassen.

Der Rundgang im Möbelhaus ging weiter. Ein Stapel Handtücher, mit einem Preisschild reduziert von 12.99 € auf 6.99 €. Super, dachte ich. Sind schöne Handtücher. Nehme eines in die Hand und da hängt ein Schildchen dran von 29.- auf 15.- gesenkt.

Ich wieder: ????? . Wie jetzt ? Was kostet das Handtuch nun ?

Dies ruft eine Verkäuferin auf den Plan, bzw. sie meinte wohl sie wäre eine, war aber im Grunde sehr schlecht und hat eigentlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann.

Die Mundwinkel hämisch verzogen, fragte sie, was daran nicht klar sei. Da stünde doch deutlich geschrieben, Handtücher kosten 6.99 €. Wo wäre das Problem.

Ich sagte, auf dem Handtuch steht aber was von 15.- und nicht 6.99 €. Worauf sie sagte, das wäre auch kein Handtuch was ich hätte, sondern ein Badetuch.

Hääää ?

Mein Fazit aus dem Müll den die “Verkäuferin” laberte:  Umdrehen, Laden verlassen. Nie wieder dort hin. Weil auf so etwas habe ich absolut keine Lust.

Und Frauchen sagte grinsend : Deswegen gehe ich da schon lange nicht mehr rein.

Fashion Revolution Day

Erstmalig Tag des :

Fashion Revolution Day

screenshot
screenshot

Genau nach einem Jahr, als die Näherei und Strickfabrik in Dhaka , Bangladesh, einstürzte und 1133 Tote hinterließ, findet der erste Fashion Revolution Day statt.

Mehrere Organisationen und Verbände haben sich zusammengeschlossen und fordern mehr Transparenz bei der Herstellung von Kleidung.

Verbraucher sollen sich fragen, wer hat was unter welchen Bedingungen produziert.

Auch wenn man darauf achtet, wo man einkauft, muss das nicht bedeuten, dass Kleidung deswegen zwangsläufig teurer sein muss. Der Punkt ist der, dass die Herstellung von einem Dutzend Jeans in Bangladesh tatsächlich nur wenige Euro kosten. Modefirmen kaufen die teilweise für nicht einmal 6,- € ein. Im Dutzend ! Wohlgemerkt. Das ist kein Scherz. Und hier werden diese Jeans als italienische Edelmarke für weit über 100,- € verkauft. Ich sage besser nicht, um wen es sich handelt, weil ich möchte mir keinen Ärger einfangen.

Die exorbitante Preissteigerung findet erst durch den Handel statt. Es spricht wirklich nichts dagegen, wenn die Modelfirmen ein paar Cent mehr pro Kleidungsstück bezahlen. Das schlägt sich überhaupt nicht auf die Endpreise aus. Höchstens auf das Gewinn Plus der Modemarke. Und wenn sie behaupten, sie müssten wegen verbesserter Arbeitsbedingungen in Bangladesh ihre Ware teurer machen, dann ist das glatt gelogen.

Reiz des Punktesammeln

Der Reiz des Punkte sammeln beim Einkauf ist im Grunde nichts anderes als die Verführung zum Kauf von Produkten, die man eigentlich gar nicht möchte oder benötigt.

Gehst du in den Supermarkt, gibt es oft Sammelkarten. Pro Einkauf für soundsoviel Euro gibt es kleine Aufkleber oder Punkte die man sammeln kann und dann in die Sammelkarte einklebt.

Hat man dann seine Punkte beisammen, kann man ein entsprechendes Produkt vergünstigt erwerben.

Und deswegen sammeln wir alle, denn wir sind ja Schnäppchenjäger und freuen uns, wenn wir ein Produkt soooo günstig bekommen.

Die Falle die dahintersteckt ist allerdings eindeutig zu erkennen. Man wird dazu verleitet, etwas zu kaufen, das man gar nicht benötigt oder im Normalfall nie gekauft hätte.

So geht es mir zumindest und habe gerade wieder mal eine vollständige Sammelkarte im Altpapier entsorgt. Es waren zwar interessante Dinge eines bestimmten Herstellers (Werkzeug), die man mit Rabatt hätte kaufen können. Ich brauche aber nichts oder habe es schon.

Punktesammeln ist nichts anderes als Verführung.

Geld regiert die Welt

Geld regiert die Welt, so der Titel einer sehr sehenswerten Reportage der ARD, die vor wenigen Tagen im Fernsehen lief und jetzt in der ARD Mediathek nochmals angeschaut werden kann.

Die Reportage berichtet davon, dass man in der Öffentlichkeit auf die bekannten Banken und Investmentgesellschaften sieht, im Hintergrund aber Schattenbanken tätig sind, von denen man eigentlich nie etwas hört.

Deren Macht und Kapitalausstattung ist aber gigantisch. Da geht es um ein Finanzimperium ,das alles in der Welt kaufen kann und Einfluß hat auf Banken, Regierungen und Investmentfirmen. Die Menschen bleiben dabei auf der Strecke und wissen oft nicht einmal wer wirklich dahinter steckt.

Auch Deutschland ist davon betroffen. Seien es Mieter in Wohnanlagen, bei denen keiner mehr weiß, wem sie letztendlich gehören oder auch die einstige Traditionsfirma WMF, die einem Finanzinvestor gehört, der wiederum einer Investorengruppe gehört….

Twitter Aktie

Die Twitter Aktie soll mit 26.- $ beim heutigen Börsengang ins Rennen gehen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies für einen durchschnittlichen Anleger interessant ist. Jemand, wie ich, der vielleicht ein kleines Depot an Aktien hält und pflegt, macht dies ja in der Regel langfristig und auf Nachhaltigkeit bedacht.

Und einfach aus Lust und Laune heraus Twitter Aktien zu erwerben, nur dass man sagen kann, man war dabei, halte ich für verbranntes Geld.

Ich persönlich halte alle Aktien von Unternehmen die nichts produzieren für Normalanleger höchst riskant. Was wird aus Twitter in ein paar Jahren. Hat sich das zu Tode gerannt ? Wird das überhaupt noch genutzt werden ?

Der Twitterdienst ist für mich eine Spielerei. In Einzelfällen wurde Twitter verwendet um wirkliche  Nachrichten zu verbreiten, wie bei Protestveranstaltungen.

Meine Prognose und ganz persönliche Einschätzung : In 1 Jahr liegt die Akte bei 8.- $

Lieferzeit Warensendungen

Die Lieferzeiten von Warensendungen mit der Post sind erschreckend lange.

Kürzlich dachte ich schon, dass eine Büchersendung bei mir nicht ankommen wird. Und jetzt war es aktuell ein kleiner Handy Akku von ein paar Gramm Gewicht, der sage und schreibe 9 Tage für rund 500 Kilometer unterwegs war.

Das sind “stattliche” 55 Kilometer pro Tag. Vergleiche ich dazu Einträge zur Postkutsche bei Wikipedia, findet man leicht heraus, dass bereits 1820 diese Postkutsche schneller war als es die Schneckenpost heutezutage ist.

Und das ärgerliche ist auch, dass niemand sagen kann, ob die Warensendung tatsächlich unterwegs ist oder verloren gegangen ist oder nur das Geld bei der Bestellung abgebucht wurde.

Ein Ärgernis für Versender, Kunden und natürlich für den  einfachen Postmitarbeiter selbst. Den der ausliefernde Mitarbeiter trägt ja nicht die Schuld daran, dass die Führungskräfte der Post ihren Laden so schlecht organisieren.

Wo ist in unserem angeblichen HighTech Land der Unterschied zu Postbetreibern in Dritte Welt Ländern ?

Kaffeesteuer

Jetzt verstehe ich, warum in den Niederlanden der Kaffee weniger als die Hälfte von dem kostet, was in Deutschland dafür bezahlt wird.

Es ist die Kaffeesteuer aus dem 18. Jahrhundert, die es in Europa nur in Deutschland gibt.

kaffee-pads

 

So ein Karton kostet in Holland rund 25,- €, in Deutschland rund 70,- €. Für den Eigenbedarf ist es erlaubt, so einen Karton mit Pads mitzubringen.

Einzelhandel klagt

Der Einzelhandel klagt, weil er nicht die erwarteten Umsätze vor Weihnachten erreicht.

Schuld daran ist natürlich, wie jedes Jahr, das Wetter und die Onlinehändler.

Aber wie wäre es denn, wenn der Einzelhandel mal bei sich selbst anfängt, nach Ursachen zu suchen ?

Ich denke dabei an die teils recht heftigen und hohen Preise. Alles, aber ausnahmslos alles, ist diese Tage so teuer, dass man es als Kunde einfach nicht kaufen möchte. Das hat jetzt nichts mit Geiz ist geil zu tun, sondern ich finde es ist so offensichtlich überteuert, dass ich mir sage, das geht überhaupt nicht.

Konkretes Beispiel gefällig ? Heute morgen im Supermarkt, einer weit verbreiteten Lebensmittelkette. Die Preise am Gemüsestand betrugen glatt das doppelte gegenüber vergangener Woche.

Was macht der Kunde ? Er sieht sich die Ware an und sagt : “Nee, so geht es nicht” und verzichtet auf den Kauf. Und das waren nicht wenige, die die Ware zurückgelegt und ihren Einkaufswagen weitergeschoben haben.

Vielleicht sollte man es als Einzelhändler nicht übertreiben, um an das Geld der Kunden zu kommen. Denn die Läden, die eine nachhaltige anständige Preispolitik betreiben, machen auch heute ihr Geschäft.