Ganz in den Hintergrund der Medien rückt die Bahn Bilanz 2008. Bei der heutigen Pressekonferenz wurde das Ergebnis 2008 vorgestellt.
Irgendwie ist dies bezeichnend für den Journalsimus der heutigen Zeit. Über das gute Betriebsergebnis finden sich momentan kaum Meldungen. Im Vordergrund steht einzig und alleine die Äußerung des Herrn Mehdorn, von seinem Amt als Vorstandsvorsitzender zurück zu treten.
2008 hat Die Bahn eine Umsatzsteigerung um 2,1 Milliarden auf 33,5 Milliarden Euro erreicht. Auch die Fahrgastzahlen gingen um 84 Millionen nach oben. Wobei allerdings noch wichtig wäre, wie dieses Ergebnis zustande kam. Schon einmal wurde Tafelsilber veräußert (Bahnhöfe, Gebäude… verkauft)
Man vergisst allzu leicht, dass dieses Unternehmen weltweit in Sachen Logistik der führende Konzern ist. Viel leichter ist es Bahn Bashing zu betreiben und Neagtiv Erlebnisse breit zu treten.
Nicht dass ich die Datenaffaire für gut oder akzeptabel heiße. Ganz im Gegenteil. Der Blog Eintrag soll nur verdeutlichen, wie es um die deutsche Presselandschaft bestellt ist. Ich erinnere nur an die Sensationsgeilheit von Winnenden. Denn genauso verhält es sich beim Thema Bahn.
Gestern in Mannheim, dachte ich mir so, dass Strassenbahn Fahrer ein voller Stress Beruf sein muss. Ohne eigenes, abgetrenntes, Gleis, fahren die Strassenbahnen mitten durch die Fußgänger Zone. Und die Menschen verhalten sich auch entsprechend einer Fußgänger Zone. Kreuz und quer, überqueren der Gleise wenige Meter vor der Bahn, umher rennende Kinder….

Das Video Ollis Chance wird wohl dafür verwendet, um Kids für die Gefahren am Bahngleis zu sensibilisieren. Der Clip ist sehr gut gemacht und am Schluss überrascht das Video mit einem ganz anderen Ende als erwartet.
Warum nicht mal mit einem Sonderzug auf eine der schönsten Eisenbahn Strecken, durch den Schwazwald. Von Pforzheim nach Tübingen. Gemeinsam unterwegs mit dem Chor TonArt.
Am 21. Mai, 08.30 h ab Pforzheim. Ein Ausflug an Himmelfahrt.

Link: Gospeltrain2009
Verkehrsminister Tiefensee. Wer ist das noch mal ? Erinnert sich überhaupt jemanden an den Minister ?
Herr Tiefensee fällt auch nur im Zusammenhang mit der Bahn auf. Sonst sieht man und hört man nichts von ihm.
Der Minister darf immer nur ran, wenn sein Manager, Herr Mehdorn, direkt oder indirekt für Schlagzeilen sorgt. Sei es nun geplatzer Börsengang, sei es Streik oder Bespitzelung.
Es ist doch sicherlich recht unbefriedigend, wenn man Minister ist und der Manager, welchen man unter sich hat, tanzt einem scheinbar auf der Nase herum.
Nicht schon wieder, werden die meisten stöhnen. In der Tat, es hört sich insgesamt schon etwas seltsam an. War da nicht erst letztes Jahr was ?
Nun, im vergangenen Jahr waren es nur die Lokführer, von denen die meisten in der Gewerkschaft GdL organisiert werden. Bei ihnen handelte es sich schlichtweg um einen Überlebenskampf, weil sie unterbezahlt, ausgequetscht wie Zitronen und zusätzlich noch eine höhere Wochenarbeitszeit haben, als der Rest der Eisenbahner.
Der Rest der Eisenbahner sind mal ganz locker über 150000 Beschäftigte. Angefangen von Service, über Handwerker, Mechaniker, Techniker, Ingenieure, Verwaltung, Abrechnungsstellen, Kostenstellen, Zugbegleiter, Fahrdienstleiter u.v.m. Bei der Bahn sind sehr viele Berufe und Bereiche, die man auf den ersten Blick nicht dort vermutet. Aber die Bahn ist bekanntlich erheblich mehr, als nur Züge von A nach B zu befördern.
Jetzt jedenfalls, fordert die Tarifgemeinschaft Transnet und GdBA mehr Lohn für ihre Mitglieder. Viele davon brauchen aber auch wirklich dringenst eine Einkommenserhöhung, weil es ihnen wirklich nicht mehr gut geht.
Interessanterweise hatte diese Tarifgemeinschaft, damals unter der Führung des Herrn Hansen, einen grotten schlechten Abschluß mit der Bahn unterzeichnet. Aber sie haben eine Klausel mit aufgenommen. sollte eine andere Gewerkschaft einen höheren Abschluß erreichen, will die Tarifgemeinschaft den ihrigen wieder kündigen und neue Verhandlungen aufnehmen.
Und daran meint man ein Spiel des ehemaligen Transnet Vorsitzenden Norbert Hansen zu erkennen. Seinen Gewerkschaftsmitgliedern einen für die Bahn billigen Tarifvertrag unterschieben, in der Hoffnung, dass die GdL nichts erreicht.
Und danach wechselt man in den Vorstand.
Als pure Provokation empfinden wohl die meisten Gewerkschaftsmitglieder der Transnet und GdBA, dass jetzt ausgerechnet Hansen der Verhandlungspartner der Arbeitgeberseite ist.
So denke ich, dass es ein harter Arbeitskampf wird, denn die Transnet muss sich neu positionieren und profilieren. Denn ihr sind die Mitglieder in Scharen davon gelaufen.
“Adolf Merckle: Der Pate aus Blaubeuren” , so lautet die Überschrift eines lesenswerten Artikels im Manager Magazin über dessen Imperium. Weiterlesen Manager Magazin
Hingegen lautet die Überschrift eines für mich sehr befremdlich wirkenden Artikels in der HAZ:” Presse und Banker haben ihn soweit getrieben”. Weiterlesen HAZ
Ich frage jetzt jedoch: Was wurde aus dem Lokführer vor dessen Zug sich Adolf Merckle gelegt hat ? Ist dieser Mann wieder dienstfähig ? Wird er es jemals wieder sein ? Schon einmal darüber nachgedacht, was passiert, wenn er diesen Vorfall seelisch nicht verkraftet ? Dann geht der Lokführer womöglich vorzeitig und krankheitsbedingt in Rente, mit all den Abzügen und als sehr armer Mensch.
Warum legt sich Merckle gegenüber seiner Fabrik vor den Zug ? Konnte er nicht seine eigenen Medikamente aus der eigenen Firma für den Suizid nehmen ?
Kann der Lokführer Schmerzensgeld verlangen für die psychische Belastungen, die er nun zu tragen hat ? Wie sehr muss dessen Familie nun darunter leiden, dass er (der Lokführer) mit einer überfahrenen Person klar kommen muss ?
Das sind alles Dinge, die mich viel mehr interessieren, als ein Herr Merckle es jemals könnte (so leid es mir natürlich für dessen Angehörige tut)
Anregung zum Blogeintrag via Kothhoefer
Guckst du mal hier
Gestern, mit Doppeltraktion VT 611 im Schnee, über die Schwäbische Alb nach Oberschwaben, Richtung Bodensee.
Technische Daten: 104 Meter Länge, 206 Tonnen und 2935 PS
Auch wenn es nicht danach aussieht. Es passt natürlich ganz locker durch, mit aktiver Neigetechnik (Schräglage) und den dort erlaubten 100 Km/h
Im Donautal.
Bereits in Oberschwaben. Mit reichlich Schnee, der dort aber kein Chaos produziert, sondern einfach im Winter dazu gehört.
Traumhaft schöne Winterlandschaft. Wie im Märchen.
Nicht nur die DB hat ihren Fahrplanwechsel ab 14.12.08, sondern auch der Züricher Verkehrsverbund. Allerdings nicht so bürokratisch trocken, sondern angekündigt mit einem tollen Plakat. Eine gute Idee, wie ich finde.