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Pförtnerampel in Reutlingen

Reutlingen war in letzter Zeit wegen Abgaswerten wiederholt in den Schlagzeilen, weil Verantwortliche so doof waren und eine Messstation so ungünstig aufgestellt haben, wie es keine andere Stadt in Deutschland geschafft hat.

Durch die Innenstadt fließt der Verkehr von 2 Bundesstraßen aus 4 Richtungen. Lkw’s fahren durch die Stadt, weil sie sich die weitere Strecke über die Autobahnen sparen.

Und daher war das nur eingeführte Durchfahrtverbot schon längst überfällig. Es wäre schön, wenn dies nun auch kontrolliert wird. Denn Lkw´s aus manchen Ländern scheint das Durchfahrtverbot nicht zu interessieren.

Zudem wurde an Ampelschaltungen etwas geändert. Man steht jetzt im Stau vor Pförtnerampeln. Also Ampeln, die jeweils nur wenige Autos in die Stadt durchlassen.

Das funktioniert meiner Meinung nach nicht ganz so schlecht, wie manche Autofahrer es behaupten. Sie müssen sich halt nur daran gewöhnen, weiter weg von der Meßstation im Stau zu stehen.

Ist man an der Pförtnerampel vorbei, fährt man jetzt mit den nun erlaubten höchstens 40 km/h weiter und rollt bei grüner Welle durch den Bereich der Stadt, der als besonders umweltbelastet gilt. Die Poser und sinnlos Auf- und Abfahrer müssen das jedoch noch lernen zu verstehen, dass ihre dümmlichen Beschleunigungsorgien nicht erwünscht sind.

Nun gilt es abzuwarten, was die Zukunft an Messwerten bringt.

Reutlingen und seine Fahrverbote

Reutlingen und seine Fahrverbote

kommen allem Anschein nach doch nicht. Die Stadt möchte sich mehr anstrengen, um Luftreinhalteplanungen endlich mal umzusetzen.

Dazu gehörte sicherlich auch der Tunnel, welcher vergangenen Herbst eröffnet wurde, um einen Teil des Straßenverkehrs aus der Innenstadt herauszuhalten.

tunnelfoto
Tunnelüberwachungs

Man merkt in der Stadt sehr deutlich, dass es weniger Verkehr gibt. Doch leider lassen sich bestimmte Durchfahrten nicht verhindern. Die wollen gar nicht nach Reutlingen, sondern müssen hindurchfahren.

Aber wenn man zu bequem ist, intelligente Ampelschaltungen zu installieren, muss man sich nicht wundern, wenn immer alle vor roten Ampeln stehen, und anfahren und halten….

Oder wenn man eine Messstation für die Luftwerte aufstellt und auch noch selbst finanziert, könnte man ja vorher mal nachdenken, ob dieser Ort in der Lederstraße der geeignete ist.

Gibt es überhaupt eine Stelle in Reutlingen, wo die Luft weniger zirkuliert als dort wo dieser Kasten steht ? Ich behaupte, wenn diese Messstation nur auch 10 Meter weiter weg stünde, hätte man ganz andere Messergebnisse.

Oder was ist mit anderen Verkehrsmitteln ? Wo bleibt die zügige Umsetzung eines Radwegplanes ? Man hat doch schwarz auf weiß das städtische Versagen vorgelegt bekommen.  Was ist mit dem katastrophalen Busnahverkehr in der Stadt ? Dazu sei erklärt, dass praktisch jeder Bus über die Stadtmitte muss, weil die Verbindungen sternförmig angelegt sind.

Wenn du von einem Stadtteil in den danebengelegen möchtest, musst du zuerst 10 Minuten mit dem Bus in die Stadt fahren, dort zum umsteigen 20 Minuten warten und dann wieder 10 – 12 Minuten Busfahren. Mit dem Auto mache ich das jedoch in 5 Minuten.

Kostenloses Busfahren war ja auch wieder schnell vom Tisch. Weil dann hätte man ja endlich mal ein Konzept gebraucht und nicht nur fürs Alibi Nahverkehr betrieben.

Und wenn du in ein Industriegebiet möchtest, hast du vermutlich ganz verloren, außer du interessierst dich für tägliche lange Märsche von der Bushaltestelle zu der Firma wo du arbeitest und am Abend wieder zurück.

Der nächste Punkt, weswegen Politiker sich fürchten müssen, Fahrverbote zu verhängen, ist der, dass die wirtschaftsstärksten Regionen betroffen wären. Also genau die Ballungsräume und Städte, die den Rest der Republik finanzieren.

Gibt es in diesen Ballungsräumen Fahrverbote, und zu denen gehört Reutlingen, weil es am Großraum Stuttgart direkt dranhängt, dann würden es weite Teile der Industrie und Wirtschaft in Deutschland zu spüren bekommen.

Deswegen mein Vorschlag an diese Deutsche Umwelthilfe Anwälte: Macht doch ein Fahrverbot am Bodensee, dort wo ihr herkommt, und legt euch dort mit der Tourismusbranche vor Ort an. Dann habt ihr ein schönes Hobby zu Gunsten von Abgaswerten.

 

Viel Spass mit den Fahrverboten in Stuttgart

Viel Spass mit den Fahrverboten in Stuttgart

Falls es wirklich im nächsten Winter Fahrverbote für Diesel in Stuttgart gibt, wird es einiges an Problemen geben.

Keine Frage, unsere Autoindustrie hat zusammen mit der Politik in Sachen Diesel viel Murks produziert.

Die Deutsche Umwelthilfe hat nun ein Gerichtsurteil erwirkt, welches Fahrverbote für Diesel Pkw fordert.

Daraufhin habe ich mal bei den Suchmaschinen Deutsche Umwelthilfe Abmahnungen eingegeben. Ich kommentiere das Ergebnis der Suche nicht weiters.

Viele Autokäufer haben sich Diesel Fahrzeuge gekauft, im Glauben ein Fahrzeug zu kaufen, welches wenig Kraftstoff benötigt und die Abgase gut filtert. Aber auch wegen der Lebensdauer des Motors und natürlich dessen Wirkungsgrades.

Viele Tausend Arbeitnehmer müssen täglich nach Stuttgart zur Arbeit fahren. Das geht mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr oft nicht. Wenn Du morgens um 5 oder 6 anfängst zu arbeiten, musst du bereits um 04:00 h losfahren. Mach dies mal mit dem Bus vom Land um in die Stadt in ein Industriegebiet zu gelangen.

Und wie werden in der Stuttgarter Innenstadt die Geschäfte beliefert ? Künftig an bestimmte Tagen nicht mehr ?  Denn dies sind meistens wendige Kleintransporter. Lass mal  14 Tage lang Umweltalarm sein. Dann hat Stuttgart ein echtes Problem mit der Versorgung.

Ihr könnt ihr ja bei denen anrufen, die sich über dieses Urteil momentan noch freuen.

Es trifft letztendlich wieder die echten Leistungsträger dieser Gesellschaft. Die arbeitende Bevölkerung. Und zwar nicht die mit Anzug und Krawatte, welche von 8 – 16  h arbeitet, sondern die Menschen die früh anfängt oder spät aufhört.

Was ist mit den Taxi ? Alles Diesel. Polizei, Krankenwagen. Alles Diesel. Und wie kommen die Fahrer der öffentlichen Verkehrsmittel zu ihren Bussen, Straßenbahnen oder Zügen ? Viele von denen fahren Diesel, weil sie sich Stuttgart nicht leisten können und außerhalb wohnen. Wenn der Bus in der früh um 5 Uhr fahren soll, ist dessen Fahrer schon 1 Stunde vorher von zu Hause losgefahren, um ins Bus Depot zu gelangen.

Wenn dann noch die Autobauer und die Zulieferindustrie Arbeitnehmer entlässt, dann könnt ihr euch bedanken, bei Politik, Deutsche Umwelthilfe die am schönen Bodensee residiert und den Richtern in Stuttgart.

Und da sieht man auch wie falsch und verlogen Politik doch ist. Erst wird alles auf die Straßen verlagert. Man transportiert alles mit Lkw´s deren Fahrer im Niedriglohnsektor arbeiten müssen. Lagerbestände gibt es nicht mehr, denn das ist alles auf Lkw´s geladen.

Dann erzählt man uns wie umweltfreundlich die Dieseltechnologie ist und verleitet zum kaufen. erzählt aber im gleiche Atemzug nicht, dass der Benziner auch die Rußpartikel raus haut, diese aber so fein sind, dass sie sich erst recht auf Lungen ablegt.

Und zu guter Letzt hat Baden-Württemberg einen Verkehrsminister, der es in den letzten Jahren geschafft hat, den öffentlichen Nahverkehr so zu zerfleddern, dass Fahrgäste inzwischen teils sehr unzufrieden sind und vermutlich noch gar nicht ahnen, was aber 2019 und 2020 auf sie zu kommt.

Wünsche viel Spass im Großraum Stuttgart in den nächsten Jahren.