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Insolvenz des Reiseveranstalters

Die 

Insolvenz des Reiseveranstalters

kann hohe Kosten für die betroffenen Urlauber mit sich bringen.

Wie man diese Tage hört und liest sitzen nach der Insolvenz von Thomas Cook viele Urlauber fest. Man spricht von 100 000 Reisenden.

Dabei wurden mehrere Reiseveranstalter mitgerissen, weil sie diesem großen Konzern angehören.

Ich kann sehr gut nachempfinden, wie die Urlauber jetzt da stehen.

Ich erinnere an die Insolvenz eines Reisebüros 2010, bei welchem wir selbst durch einen Betrüger unsere Flüge verloren haben. Mit uns  noch ein paar Tausend andere Reisende.

Hier die ganze Geschichte.

Das Reisebüro ging in die Insolvenz. Der betrügerische Mitarbeiter wurde geschnappt und saß ein paar Jahre im Gefängnis.

Man versprach damals durch den amtlich bestellten Insolvenzverwalter in der Presse großspurig:  “Wir werden die vielen Kunden schnell entschädigen…bla bla bla…”

Denn bis heute haben ich und die anderen Geschädigten noch keinen Cent gesehen, obwohl unsere Ansprüche amtlich festgestellt wurden. Sollte jemals was kommen, wird es nur ein sehr kleiner Bruchteil aus einer Quote sein, die sich alle teilen müssen.

Unsere Flüge waren damals weg und wir mussten neue kaufen. Bei anderen war es noch krasser. Sie verloren ganze Gruppenreisen, Hochzeitsreisen, Mietwagengebühren und mehr.

Insolvenzverfahren sind sehr langwierig. Eine schnelle Lösung gibt es nicht.

Viel Glück und alles Gute den Geschädigten.

Ticket Point Insolvenz Update 2

In Sachen Ticket Point Insolvenz konnten unsere Flüge als solche gerettet werden. Um es gleich vorweg zu nehmen, wir haben sie ein zweites mal bezahlt. Natürlich an anderer Stelle.

Ich versuche es mal zu erklären.

Im Januar buchten wir einen Tarif für sogenannte Frühbucher. Der Tarif hatte die Bedingungen innerhalb 7 Tage zu bezahlen und das Ticket muss innerhalb von 14 Tagen ausgestellt sein.

Von Ticket Point kam daraufhin die Bestätigung und der Auszug über den Flug mit dem Status o.k.

Wie perfide das gestaltet war, erkennt man daran, dass viele andere Reisende in den vergangenen Tagen erst am CheckIn erfahren haben, dass ihre Flüge nicht bezahlt sind und sie nicht als Passagiere mitgenommen werden.

Bei Gesprächen mit der gebuchten Airline meinerseits, stellte sich heraus, dass unser Flug nur noch zufällig im System war. Normalerweise wäre er schon längst wieder angeboten worden, weil er ja bezahltechnisch 5 Monate im Rückstand lag.

Die Airline selbst durfte zu dem jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht mehr selbst auf diesen gebuchten Flug zurück greifen. Warum dies so ist, habe ich allerdings nicht verstanden. Einen vergleichbaren Flug in der von mir angegebenen Zeit konnte mir die Airline trotz intensiver Suche nicht anbieten.

Ich habe mich dann mit einem Unternehmen in Verbindung gesetzt, welches Zugriff auf die Buchungssysteme von Airlines hat. Das ist so eine Schnittstelle zwischen Airlines und Reisebüros  und die Tickets ausstellt. Das geht aber natürlich nur, wenn die Airline dieses Buchungssystem nutzt und diese besagte Firma einen Vertrag mit der Fluggesellschaft hat.

Zu unserem Glück hatte Ticket Point  auch dieses Buchungssystem genutzt und so konnte diese Firma in meinem Auftrag auf meine Flüge zugreifen.

Es handelt sich dabei um die Firma Conso.de

Ein sehr engagierter Mitarbeiter verhandelte nochmals mit der Airline und konnte dann die Tickets für uns ausstellen. Und zwar zu den Konditionen, die wir im Januar schon hatten. Rund 100.- Euro hat es mehr gekostet.

So habe ich die Tickets nun neu erworben und muss eben versuchen, die zuvor an Ticket Point bezahlten 2200.- Euro über den Insolvenzverwalter und auf dem Gerichtsweg zurückzuerhalten.

Viele der geprellten Kunden versuchen zur Zeit den selben Weg einzuschlagen. Conso scheint in vielen Fällen erfolgreich zu sein. Ist aber natürlich total ausgelastet, weshalb Geduld am Telefon angesagt ist.

Hier an dieser Stelle nochmals meinen aufrichtigen Dank an die Mitarbeiter von Conso.

Übrigens, die Tickets habe ich inzwischen in der Hand.

Ticket Point Insolvenz

In den letzten Tagen habe ich mich hier rar gemacht. Aber wir sind Geschädigte aus der Insolvenz von Ticket Point in Gelsenkirchen.

Dieses Reisebüro musste geschlossen werden, nachdem heraus kam, dass ein Mitarbeiter 1,8 Mio Euro unterschlagen hat. Mehr dazu auf meinem Philippinen Blog.

Dieser Betrug hat sich noch gar nicht überall herum gesprochen, weil nur lokal in NRW darüber berichtet wird.

Wir haben es auch nur rein zufällig erfahren, weil ein Freund von uns diese Tage auf der Webseite des Tickethändlers war um einen Flug zu suchen. Er rief dann Abends  bei mir an und sagte, ich solle schnell auf die Website gehen und lesen was dort geschrieben steht.

Und so waren die letzten Tage voller Action mit Telefonaten und Informationen sammeln ausgefüllt.

Es hat sich heraus gestellt, dass auch die von uns gebuchten und bezahlten Flüge bei der Airline zwar reserviert wurden, aber das Geld dort nie angekommen ist.

Das bedeutet, das Ticket wird nicht ausgestellt und das Geld ist zunächst mal weg. Bei uns sind es 2200.- Euro was dieses Schwein unterschlagen hat.

Zurück holen des Geldes über die Bank geht nicht mehr, da wir Frühbucher waren und die Bezahlung meinerseits schon zu lange her ist.

Die Dreistigkeit liegt auch darin, dass die Kunden Ausdrucke und Bestätigungen erhielten,  mit den Flugzeiten, Namen etc. mit dem Status o.k.

Dann ging es gestern noch darum, meine Forderungen an den Insolvenzverwalter zu schicken, Anzeige bei der Staatsanwaltschaft zu machen und die Flüge noch zu retten.

Wir sind wegen Schulpflicht der Kids auf die Ferien angewiesen und können nicht einfach mal so zu anderen Zeiten fliegen.

Letztendlich konnte ich unter Mithilfe eines ebenfalls geschädigten Unternehmens, welches Tickets für die Airlines im Auftrag von Reisebüros ausstellt den Flug wieder haben. Es ist die Schnittstelle zwischen den Reisebüros und den Airlines. Ich wusste bisher nicht, dass es so etwas überhaupt gibt.

Musste  aber erneut bezahlen, mit einem geringen Aufschlag.

Momentan bin ich sauer ohne Ende und werde alle möglichen Rechtsmittel  gegen Ticket Point und diesen Betrüger ausschöpfen.

Bin mal gespannt ob es jemals ein paar Euro zurück gibt. Laut Presse wurden ja mittlerweile von diesem niederträchtigen Betrüger 800 000.- zurückgegeben.

Und wo ist der Rest ? Es fehlt noch eine Million.

Sobald er strafrechtlich verurteilt ist, verklage ich ihn zivilrechtlich, so dass er die nächsten 30 Jahre in der Schuld bleibt, sofern auch nur 1 Cent bei einer eventuellen Rückzahlung fehlen sollte.