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Duster Probefahrt

Die Duster Probefahrt fand nackt statt. Nein, nicht meine Frau oder ich waren nackt, sondern nur das Duster Modell. In anderen Worten, es war das Grundmodell bzw. das Basismodell.

Da muss man fairerweise dazu sagen, dass dieses Fahrzeug keinerlei Komfortausstattung aufweist. Weder Zentralverriegelung, Klima, Radio, noch sonst was. Dies ist dann auch das Modell, welches mit 11900.- € beworben wird. Auch am äußerlichen Zubehör fehlt eigentlich alles, was bei den entsprechend teureren Varianten angeboten wird. Man kann im Grunde dieses Basismodell kaum mit den besseren Varianten vergleichen.

Jedoch für eine Probefahrt und die ersten Eindrücke sind diese Fahrzeuge natürlich voll ausreichend.

Der Einstieg in das Fahrzeug ist sehr bequem. Die vorderen Türen sind großzügig dimensioniert und auf Grund der erhöhten Sitzposition geht es ohne sich zusammenfalten zu müssen auf den Fahrersitz.

Die Sitz Längenverstellung dürfte gut sein für Fahrer von 1,50 m Körpergrösse bis 1,98 m. Der Sitz lässt sich weit nach vorne oder hinten verschieben.

Der Innenraum bietet überraschend viel Platz. Selbst 2 breitschultrige Erwachsene rempeln sich auf den Vordersitzen gegenseitig nicht an und der Freiraum zur Tür ist derart gestaltet, dass man nicht ständig mit der eigenen Schulter an der Fahrertür klebt. Wenn ich es noch richtig weiß, ist das Fahrzeug  1,88 m breit.

Alle Instrumente und Hebel sitzen an der richtigen Stelle wo man sie erwartet und sind so gekennzeichnet, dass man sofort weiß, was der Lichtschalterhebel, Scheibenwischer oder Blinker sind.

Die Übersicht rund um das Fahrzeug empfinde ich als in Ordnung und daher problemlos.

Gleich nach den ersten Metern Fahrt stellt man fest, dass sich der Duster wie ein normaler Pkw sehr angenehm fahren lässt. Man muss also nicht befürchten, dass auf  Grund der Abmessungen des Fahrzeugs oder der  sich immer im Blickfeld befindlichen Motorhaube irgendwelche  Situationen auftreten, die man nicht im Griff hat.

Die Durchzugskraft dürfte im Rahmen dessen sein, wie der Fahrer dies von dem schon millionenfach bewährten Renaultmotor erwartet. Ich empfand es zwar auf den ersten Kilometern etwas als lahm, was aber daran lag, dass ich direkt von einem deutlich stärker motorisierten Fahrzeug auf den Duster umgestiegen bin. Nach ein paar Kilometern Fahrt hatte  sich dieses “lahme Gefühl” erledigt gehabt und ein Feeling für die Motorleistung eingestellt.

Über Querrillen fuhr das Fahrzeug ganz unbeirrt drüber. Der Federung scheint eine gewisse Härte zu haben, was jedoch nicht auf den Fahrgastraum durchschlägt.

Insgesamt kann ich nach einer Stunde sagen, der Duster fährt sich wirklich gut.

Die 2 Fotos zeigen den Duster im Grundmodell, wie er mir zu der Probefahrt zur Verfügung gestellt wurde. Er versprüht im Innenraum den Charme eines japanischen Modells der frühen 80er Jahre, also viel Plastik.  Es ist daher natürlich bei weitem nicht die Variante, wie ich sie mir als Privatfahrzeug vorstelle. Aber wer ein wirklich günstiges Fahrzeug sucht und dabei keine Komfort- und Ausstattungswünsche hat, ist damit schon mal recht ordentlich bedient, weil der Preis genial ist für ein so grosses Auto.

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