100 MNLF Kämpfer in Zamboanga

In Zamboanga, Mindanao, drangen  am Montag rund 100 bewaffnete MNLF Kämpfer in das Stadtgebiet ein. In den betroffenen Vororten kam es zu Schießereien bei denen es mindestens 6 Tote gab. Die MNLF “Rebellen” sollen in Richtung Stadtmitte unterwegs sein und wollen dort ihre so bezeichnete Freiheitsflagge hissen.

Mindestens 30 Geiseln wurden genommen. Anwohner fliehen. Flüge nach Zamboanga wurden gestrichen.

MNLF ist die Moro National Liberation Front. Eine der Gruppen um  Misuari, die einen von den Philippinen unabhängigen Süden fordern.

Als Auslöser dieser Attacke wurden unterschiedliche Gründe genannt. Einmal soll es die Festnahme 4 dieser Kämpfer in einem kleinen Dorf gewesen sein und zum anderen das Stoppen eines Bootes dieser “Rebellen” durch die Küstenwache.

Eigentlich besteht zwischen dem philippinischen Staat und dieser Gruppe ein Vertrag der sich Friedensvertrag nennt. Auch deswegen ist die MNLF  als politische Organisation anerkannt, um die Volksgruppe der Moro zu vertreten.

Von der MNLF ging nach diesem Friedensvertrag die MILF hervor, die Moro Islamic Liberation Front. Weil deren Anhänger keinen Friedensvertrag wollten und diesen als Kapitulation bezeichneten.

Unter dem Strich also wieder ein Kampf um Macht, Geld und Einfluss in dieser Region.