Kommunalwahlen auf den Philippinen

Am Montag sind Kommunalwahlen auf den Philippinen. Bei diesen Wahlen, die alle 4 Jahre statt finden, werden die Posten und Pöstchen in der untersten kommunalen Ebene vergeben. Also in den Barangays. Das kann man mit Stadtteilwahlen vergleichen. Rund 800 000 Kandidaten stellen sich zur Wahl. Wie man wählt, ist in einem Flyer abgebildet.

wahlhilfe

Ich kann das hier im Blog nicht grösser darstellen. Aber da steht geschrieben : Ins Wahllokal gehen, prüfen lassen ob man im Wählerverzeichnis steht, Wahlzettel geben lassen usw., zum Schluss den Finger mit Tinte markieren lassen, als Zeichen dafür, dass man schon gewählt hat und nicht nochmal in ein anderes Wahlbüro geht.

Die Wahllokale sind nur von 7:00  – 15:00 h geöffnet. Es gilt ein Verbot des Alkoholverkaufes am Wahltag. Manche Gemeinden haben dies sogar auf bis zu 3 Tage ausgeweitet.

Aber es wird nicht überall gewählt. Auf Bohol sind die Wahlen erst mal ausgesetzt, weil dort ist man mit den Erdbebenschäden beschäftigt. Was ja verständlich ist.

In einzelnen Gegenden in und um Zamboanga gibt es auch keine Wahlen. So wie ich das verstanden habe, hängt dies mit den Auseinandersetzungen der letzten Wochen mit den MNLF Rebellen zusammen.

Aber was ich auch interessant finde, dass es in einigen Regionen wohl nur theoretische Wahlen gibt, aber mangels Opposition bzw. Kandidaten nur eine Alibi Veranstaltung ist. Und zwar in der Region Maguindanao, auf den Inseln Basilan, Sulu und Tawi-Tawi. Wir wir wissen, sind dort Warlords mit ihren Clans an der Macht oder muslimische Familien. Es getraut sich niemand, sich dort als Kandidat aufstellen zu lassen, außer denen, die sowieso an der Macht sind.

In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, dass es dieses Jahr  auf den Philippinen “nur” 22 getötete Kandidaten und deren Unterstützer gab.