Tragödie

Es ist eine Tragödie. Seit Freitag verfolgen wir die Meldungen über Yolanda nahezu 24 Stunden täglich. Aber nicht auf den deutschen Konserven-Nachrichtensendern, weil das was die berichten, wissen wir teils schon 8 Stunden vorher. Das was die in Sondersendungen brachten, waren Nachrichten die schon längst überholt waren.

Es sind Sender wie CNN die sehr viel berichten. Aber auch in erster Linie ABS-CBN News, die aktuell von den Philippinen senden. Dann natürlich die ganzen philippinischen Online Zeitungen, es gibt mehrere Twitter Konten die berichten, auch Instagram mit den unterschiedlichsten Hashtags, Facebook, Regierungsseiten, es werden Listen mit Überlebenden veröffentlich, man kann sich auf Yahoo oder Google eintragen (das gleiche Formular), es werden Listen mit Toten veröffentlicht, das Chat Tool Viber hat seine Leitungen für kostenlose Telefonanrufe aus den Notstandsgebieten freigeschaltet…

Inzwischen gibt es auch die ersten Nachrichten aus anderen Orten von Leyte. Aus Teilen von Samar gibt es Messages. Und überall das gleiche Bild. Es sieht aus wie in Tacloban. Wir lesen Hunderte von Hilferufen die gesendet wurden, Vermißtenmeldungen ohne Ende, die im Sekundentakt gepostet werden….

Im deutsch-philippinischen Bekanntenkreis sind viele verzweifelt, weil sie nichts von ihren Angehörigen, Geschwister, Eltern hören.

Und unsere verschissenen dt. Medien wissen nichts besseres zu senden, als von Plünderungen zu sprechen. Dabei sind dies Menschen, die am verhungern oder verdursten sind, deren Kinder weinen, unter Schock stehen und nichts als die nackte Haut retten konnten.

In viele Orte ist bisher überhaupt noch niemand vorgedrungen. Viele Gebiete sind auf sich alleine gestellt.

Die Rettungsmaßnahmen sind natürlich angelaufen. Aber die Katastrophe ist so gigantisch. Man hört immer nur von Tacloban. Aber inzwischen wissen wir, dass es in vielen anderen Gebieten genauso furchtbar aussieht.

2 Gedanken zu „Tragödie

  1. Ich schaue mir Tag für Tag die Meldungen von den Philippinen an und frage mich immer wieder wielange die noch brauchen bis sie endlich draufkommen die lange erwarteten “Fresspäcklein ” flächendeckend abzuwerfen!!!
    Geht es um Bombardierung ist es kein Problem eine solche Aktion durchzuführen.
    Geht es um eine simple Soforthilfe hat keiner das Hirn eingeschaltet.Was für ein Affentheater Tag für Tag und immer noch nichts zum Essen.Schauen wir mal auf das nächste Glanzstück.Die Amerikaner kommen mit zwei Kriegsschiffen…..in zwei Tagen.Man hat ja Zeit.Könnte ich gut werfen,würde ich von der Schweiz aus ein Päcklein in das Notgebiet werfen.Hoffentlich liest das mal ein verantwortlicher Politiker ,egal ob Schweiz,Amerika,Philippinen Deutschland oder weiss woher.Hunger,Hunger,Hunger…..

  2. Ich bin auch sehr verärgert, dass das alles so schleppend verläuft. Aber wahrscheinlich kann man aus den wenigen philippinischen Transportflugzeugen nichts abwerfen und Helikopter gibt es viel zu wenige oder kaum.

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