Versorgung Yolanda Betroffene

Die Versorgung mit Lebensmitteln der Yolanda (Haiyan) Betroffenen läuft auf Hochtouren. Seit amerikanische und auch kanadische Helikopter eingesetzt werden, fliegen diese was ihnen möglich ist.

Aktuelle News darüber finden sich ja in allen Medien. Das könnte ich gar nicht in dieser Form liefern.

Sondern nur ein Einzelschicksal einer Familie, stellvetretend für die vielen anderen Taifun Geschädigten.

Ein Filipino hielt sich mit seinen 5 Kindern am Tag des Taifun in Tacloban auf. Weil er dort lebt und arbeitete.  Seine bettlägrige Mutter in einem kleinen Ort bei Ormoc. Sie konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht transportiert werden und wurde daher nicht evakuiert. Bei ihr verblieb einer ihrer Söhne. Der Rest hat sich in Sicherheit gebracht.

Der Familienteil welcher in Tacloban war, hatte den Taifun überlebt und auch das Auto blieb fahrbereit. Am Tag nach dem Taifun schlugen sie sich nach Ormoc durch, was 3 Tage dauerte und unter Normalumständen nur ein paar Stunden dauern würden.

Das Haus der Familie wurde zerstört angetroffen, obwohl es wirklich gut und stabil erbaut und gemauert war. Aber das Dach flog weg und der Taifun verfing sich naürlich im Mauerwerk der Wände und hat das Haus komplett zerstört.  Die dort sich aufhaltende Mutter und der sie pflegende Sohn haben wie durch ein Wunder überlebt.

Diese Information erreichte Deutschland erst am Donnerstag. Man kann sich vorstellen, wie hier eine philippinisch/dt. Familie gelitten hatte, weil sie nichts wußte.

Als die Familie dann letzten Freitag immer noch nichts zu essen hatte und schon mehrere Tage hungerte, schlug sich der eine Sohn zu Fuß einen halben Tag lang zur Fähre nach Cebu durch. Mit dem Auto ging es nicht, weil der Sprit war von der Fahrt aus Tacloban kommen verfahren und der Liter Benzin hat bei Ormoc über 4.- € gekostet. Die Medien berichteten zu diesem Zeitpunkt jedoch, dass die Hilfen nun angekommen wären. Was aber in dieser Ecke von Leyte in Wirklichkeit nicht stimmte.  Er konnte dann mit der Fähre übersetzen und dort Geld am Bankomaten abheben, welches ihm von D geschickt wurde.

Auf Cebu hat er dann zu völlig überteuerten Preisen eingekauft. Weil nicht nur er hatte diese Idee, sondern viele Tausend andere auch. Letztendlich schaffte er es bis Samstagabend zurück zur Familie. Wie es nun weitergehen soll, weiß keiner. Das Haus zerstört, die Arbeitsstellen zerstört, kein Einkommen. Nichts. Diese Familie wird wohl noch einige Monate Unterstützung aus dem Ausland benötigen. Und dieses Geld muss ja auch erst mal von jemanden in Deutschland verdient werden.

Es wird somit eine finanzielle Langzeithilfe werden. Es werden zudem Kartons  mit Hilfsgütern gepackt, die Nachbarn, Arbeitskollegen, Freunde gegeben haben. Die Hilfsbereitschaft in Deutschland ist definitiv vorhanden. Und dafür sind die in D lebenden Filipinos sehr dankbar darüber. Weil auf ihnen lastet nun auch eine große finanzielle Verantwortung und Sorge um ihre Angehörigen.

Aber nicht nur in D, sondern natürlich auch in allen anderen Ländern in denen Auslandsfilipinos leben. Sie sind wirklich alle sehr froh über jegliche Unterstützung die sie bekommen. Wenn jemand Filipinos in seinem Umfeld kennt, ruhig darauf ansprechen. Es werden auch in den nächsten Monaten Lebensmittel, Kleidung und mehr benötigt. Bevor man die gebrauchte Kinderkleidung, Schuhe usw. raus wirft, fragt euren philippinischen  Nachbarn oder Arbeitskollegen ob er es schicken möchte.