Verantwortung im Airport Scam ?

Wer übernimmt die Verantwortung im Airport Scam ?

Es geht um die Abzockmasche, die wie es aussieht, über mehrere Jahre am International Airport in Manila von 2 Sicherheitsleuten und 4 Polizisten durchgezogen wurde.

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Im September hatten viele von Euch gelesen, dass bei den Sicherheitskontrollen am Flughafen einzelne Patronen im Gepäck von Reisenden gefunden wurden. Es kam dann zur Festnahme der “Verdächtigen” und man bot ihnen an, die Anzeige gegen eine “Bargeldstrafe” fallen zu lassen.

Das ging wohl seit 2012 so, bis sich eine Amerikanerin, philippinischer Abstammung, zur Wehr setzte. Sie saß sogar 6 Tage in Haft, musste eine Kaution hinterlegen und durfte erst dann ausreisen. Der Fall ging dann durch die Presse, weil die Frau diese davon überzeugen konnte, darüber zu berichten.  Gleich am nächsten Tag wehrten sich andere Reisende ebenfalls gegen den Vorwurf, sie hätten eine Patrone im Koffer geschmuggelt. Darunter ein Priester, der ebenfalls Anzeige gegen die Sicherheitskräfte erstattete.

Es gab immer mehr Anzeigen von Reisenden und Richter stellten sehr schnell die Verfahren ein, weil es deutliche Unstimmigkeiten gab. Zum Beispiel war auf einem “Beweisfoto” eine ganz andere Patrone abgebildet, wie von der Polizei dem Fall beigefügt wurde.

Trotzdem wollte zunächst niemand richtig gegen die Betrügerbande ermitteln. Im Gegenteil. Der Flughafenchef bestritt sogar, dass es so etwas geben könnte und meinte, seine Sicherheitsleute würden besonders gut arbeiten und durchsuchen. Und auch die Flughafenpolizei bestritt ihre Beteiligung.

Das NBI hat jedoch weiter ermittelt und vor 4 Tagen Anzeige gegen 6 Personen erstattet, die sich nun dafür verantworten müssen.

Die Flughafenbehörde meinte noch, dass sie für Schäden die den Reisenden entstanden sind, aufkommen würde. Verpasste Flüge, verpasste Antritte zur Arbeit im Ausland und mehr. Da war den Flughafenbetreibern wohl noch nicht klar, dass es täglich bis zu 4 Geschädigte gab, denen man etwas unter geschoben hatte und man spricht inzwischen von ein paar Tausend betrogenen Filipinos.