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Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

“Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm” , lautet ein Sprichwort. Jetzt wird es eng für den Sohn vom ehemaligen philippinischen Präsidenten Estrada. Der Vater wurde ja einst verurteilt wegen Plünderei der Staatskassen. Er ist heute jedoch Bürgermeister von Manila.

Dessen Sohn, Senator Jinggoy Estrada, hat ebenfalls ein Verfahren wegen Plünderei und Unterschlagung, Betrug und mehr, am Hals, das bereits seit vielen Monaten auf den Philippinen läuft und täglich neue Machenschaften ans Tageslicht bringt. Der sogenannte Porc Scam.

Mit Estrada Jr. hängen dieser Enrile mit drin, der sich seit Jahrzehnten als Minister und Senator halten kann und ein Ramon Revilla Jr.

Es geht dabei um unglaubliche Summen an Geld, die mittels eines gigantischen Scheinfirmen Geflechts dem Staat entzogen wurden und in die privaten Kassen dieser “ehrenwerten Gesellschaft” landeten.

Eng für dieses Trio Infernale wird es deswegen, weil die Ermittlungen nun so weit fortgeschritten sind, dass Haftbefehle  in den nächsten Tagen erwartet werden.

Das wäre dann ein wirklicher wichtiger Sieg im Kampf gegen die Korruption auf den Philippinen.

Korruption auf den Philippinen

Der Transparency Bericht 2012 wurde veröffentlicht.

Die Korruption auf den Philippinen bescherte dem Land nun Platz 105 im Index. Damit haben sie sich leicht verbessert und teilen sich den Platz mit dem Kosovo, Mali und Gambia.

Image aus der Pressemappe CPI

Dänemark liegt auf Platz 1. In Asien führt Singapore mit Platz 5, Deutschland liegt auf Platz 13, gefolgt von Hong Kong.  Und Griechenland auf 94 gemeinsam mit Djibouti oder dem Senegal.

 

Korruption online melden

Seit heute online : Die Webseite der Metro Manila Development Authority (MMDA), um Korruption oder ungerechte Behandlung zu melden.

So soll der “Hinzuverdienst” von städtischen Verkehrskontrolleuren gestoppt werden.

Das sind Dinge wie beispielsweise mit einem Geldschein ist die Kontrolle schneller vorbei oder ohne Quittung wird der Verkehrsverstoß billiger…

Ein interessanter Ansatz, wie ich finde, im Kampf gegen schwarze Schafe und Korruption.

Anonym beschuldigen geht jedoch nicht. Beschwerdeführer müssen sich zunächst mit vollem Namen registrieren.

Zu Metrosolusyon

 

Volksabstimmung auf den Philippinen

Ja, ja, nicht nur in Baden-Württemberg gibt es eine Volksabstimmung, sondern auch auf den Philippinen. Ich halte sie allerdings für ziemlich daneben.

Die Ex-Präsidentin Arroyo ist momentan wegen diverser Vorwürfe, wie Wahlfälschung und Korruption, in einem Krankenhaus in Manila unter Arrest. Eine  philippinische Zeitung veranstalltet nun eine Volksabstimmung, mit der Frage, wo sie (die Ex-präsidentin) untergebracht werden soll.

Screenshot Abstimmung PhilStar

Da ich manchmal immer ein anständiger Mensch bin, habe ich auf Krankenhaus geklickt und dann auf Result. Wählt doch einfach mal mit um das Ergebnis sehen zu können.

Ermittlungen gegen Arroyo Sohn

Ermittlungen gegen den  ältesten Sohn der ehem. Präsidentin Gloria Arroyo wegen Steuerhinterziehung.

In anderen Worten: Wie die Mutter, so der Sohn.

Auch er und seine Frau sind auf  Anordnung des Justizministeriums auf der Überwachungsliste der philippinischen Immigration gelistet und dürfen das Land nicht mehr ohne Erlaubnis verlassen. Ihm werden Steuerschulden von umgerechnet 1,3 Mio Euro zur Last gelegt.

Nun fragt man sich vielleicht, wie kann ein Senator (der er ist) so hohe Einnahmen haben, dass er solche Steuerschulden verursachen kann.

Dritter Journalist in einer Woche ermordet

Innerhalb einer Woche wurde der dritte Journalist auf den Philippinen getötet. Er war bei der schreibenden Zunft. Sein Kollege davor war Radiojournalist.

Die zwei zuletzt getöteten prangerten die Korruption an und nannten dabei lokale Politiker und Beschäftige offizieller Einrichtungen und Stellen.

Seit 1986 wurden 140 getötete Journalisten gezählt, die im Zusammenhang krimineller und politischer Strukturen und Interessen ermordet wurden.

Versteck auf den Philippinen

Die nicht sonderlich kritische philippinische Tageszeitung Inquirer, hat es in seiner heutigen Ausgabe tatsächlich geschafft, die staatlichen Behördenmitarbeiter wegen Korruption zu bezichtigen.

Konkret geht es darum, dass geschrieben wurde, dass die 7100 Inseln für flüchtige Straftäter als Versteck dienen und korrupte Beamte diese Flüchtenden oft auch noch decken, weil sie eine schöne Einnahmequelle sind.

Einem 66-jährigen Amerikaner half dies jetzt trotzdem nichts mehr. Vor 27 Jahren flüchtete er nach sexuellem Mißbrauch seiner  2 Stieftöchter.  Wegen insgesamt 11 Fällen wird er in den USA seit 1983 gesucht. 1996 wurde bekannt, dass er auf den Philippinen lebt und die USA haben dort nach Amtshilfe ersucht. Er wurde nun festgenommen und sitzt in Auslieferungshaft.

Sprecher der philippinischen Immigrationsbehörde (BID) wollten sich nicht dazu äußern, weshalb 5 Jahre benötigt wurden um den Gesuchten festzunehmen.

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