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Atomkraftwerk auf den Philippinen

Mit Unverständnis und Entsetzen reagierten die meisten Abgeordneten der Provinzregierung auf der Insel Negross Occ., wegen der Idee eines Lokalpolitikers, ein Atomkraftwerk auf den Philippinen zu errichten. Um auf der Insel Negros dem gleichen Energieversorgungsdisaster wie derzeit auf der philippinischen Insel Mindanao zu entgehen, hatte tatsächlich ein ehemaliger Abgeordneter gefordert, nukleare Energie herzustellen. Selbst der Gouverneur findet den Vorschlag interessant.

Nur gut, dass die meisten Abgeordneten darüber nur den Kopf schütteln und sagen, dass dies überhaupt keine Option ist. Die geologische Lage der Philippinen lassen es überhaupt nicht zu, an so etwas überhaupt zu denken.

Das Dilemma der Stromversorgung liegt wie immer in den Kosten der Herstellung. Und damit auch in der Bezahlbarkeit durch die Endverbraucher. Eine kW/h kostet rund 5 Peso. Bei der alternativen Solarenergie zum Beispiel, würde sich der Preis mindestens auf das fünffache erhöhen. Dies ist auch der Grund, weshalb Solarenergie auf den Philippinen so wenig genutzt wird.

Gut dass die meisten der Lokalpolitiker sich insgesamt im klaren darüber sind, an regenerativen Energien festzuhalten und den weiteren Ausbau an Biomassekraftwerken und Wasserkraftwerken fordern.

Ganz massive Kritik ging auch an die Adresse der Regierung in Manila. Diese fordert ständig auf, man solle sich mit dem Thema Energiegewinnung auseinandersetzen, kommt aber selbst nicht vorwärts.   Es besteht zum Beispiel schon länger ein Gesetz über die Förderung von Solarenergie. Dieses besagt dass 1 Million Dächer in den nächsten 10 Jahren ausgebaut werden sollen und dafür das Geld bereitgestellt wird. Dadurch könnte dieser Strom für die Endverbraucher bezahlbar werden. Dieses Geld fehlt jedoch in Wirklichkeit und niemand kann es abrufen.

 

Stromrationierung auf Mindanao

Auf der philippinischen Insel Mindanao wird weiterhin der Strom rationiert. Viele Ortschaften werden nur für wenige Stunden am Tag Strom haben. Begründet wird dies damit, dass die letzte Saison zu trocken war und daher die Wasserkraftwerke zu wenig produzieren können. Der Flughafen Zamboanga muss jetzt sogar seine Nachtaktivitäten einstellen.

Es wurde angekündigt, dass die Abschaltungen auf jeden Fall bis Anfang Mai dauern werden. Und dann ? So frage ich mich gerade. Ab April beginnt die wirkliche heiße Zeit auf den Philippinen. Da regnet es teils überhaupt nicht mehr. Woher soll das Wasser für die Kraftwerke kommen ?

Seit Jahren wurde gewarnt, dass die Stromversorgung nicht ausreichend sei und der Bedarf stetig am steigen ist. Man wusste bereits vorher, dass es zu den dramatischen Stromabschaltungen kommen wird.

Stromversorgung auf den Philippinen

Mal ein paar Auszüge aus diversen Verlautbarungen zur Stromversorgung auf den Philippinen:

Die National Power Corp. kündigte am 23. Februar an, eine ausreichende Stromversorgung auf Mindanao zu gewährleisten, am Tage der Wahlen zum phil. Präsidenten am 10 Mai. (elektronisches Wahlverfahen)

Dazu passt ganz wunderbar die Meldung 2 Tage später, von einem 10 stündigen Stromausfall in Central Mindanao und es werden noch weitere zu erwarten sein (das ist schon klar)

Aber, die eigentliche Krise in Sachen Strom tritt laut Lokalpolitikern erst in 3-5 Jahren auf Mindanao auf, wenn nicht mindestens ein 600 MW Kraftwerk neu gebaut wird.

Liebe Leser, alles klar soweit ? Das hier geschriebene ist tatsächlich so in verschiedenen philippinischen Medien im Abstand von 6 Tagen veröffentlicht worden.