Corona Tagebuch

Die letzten 4 Tage habe ich in meinem Corona Tagebuch nichts geschrieben.

Von Karfreitag bis Ostermontag war Funkstille. Aber nur hier. Denn im Arbeitsleben war reichlich zu tun. Jeden Tag, oder besser gesagt, jede Nacht vor 3 Uhr aufstehen, frühstücken, arbeiten gehen.

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Wenn man dann gegen 13 oder 14 Uhr nach Hause kommt, ist man nur noch k.o. und muss erst mal auf das Sofa.

Der Tag ist dann komplett gelaufen. Du kommst nicht mehr in die Gänge. Kaffee, etwas essen, duschen und wieder schlafen.

Mein Rucksack den ich immer mitnehme, ist schwer wie nie. Du musst für 10 Stunden und länger, alles zum Essen und Trinken mitschleppen. Nirgendwo bekommst du was her. Nichtmal einen Kaffee, den man bitter nötig hat, wenn man mitten in der Nacht aufgestanden ist. Ich behelfe mir damit, dass ich eine Thermoskanne  mit heißem Wasser dabei habe und so kleine Päckchen mit Pulverkaffee.

Meine bessere Hälfte hatte auch Frühschichten und erzählte, dass die alten Menschen im Pflegeheim über Ostern sehr traurig waren. Das ist alles nicht einfach. Weder für die Beschäftigten, noch für die Bewohner.

Um etwas zu lesen zu haben, habe ich mir auf dem iPhone die Readly App installiert. Diese wirbt zur Zeit damit, dass man 2 Monate testen könne und erst dann kostenpflichtig ein Abo benötigt. Meine Begrüßungsmail habe ich erhalten, aber schon am 2. Tag wollte die App zwingend, dass ich das kostenpflichtige Abo abschließe. Egal was ich versuchte, ich konnte nicht lesen. Und zack, App wieder gelöscht.

An unserem Wohnort in Reutlingen, sind heute 334 Personen nachweislich mit Corona infiziert.  Die Stadt informiert unter anderem via Telegram App ihre Bürger.

Jetzt werde ich meinen freien Tag geniessen.

Bleibt gesund.

 

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