Kategorie-Archiv: Reutlingen

Sie nennen es Schneewalze

Sie nennen es Schneewalze,

ich nenne es Winter im Januar.

In Baden-Württemberg ist der 6. Januar ein Feiertag.  An diesem Mittwoch, anno 2021, schneit es ununterbrochen. Es ist ziemlich nasser Schnee. Was uns jedoch nicht abgehalten hatte, auf den Hausberg, die Achalm, zu wandern.

Dieser Berg liegt in Sichtweite unseres Wohnortes. Die meistens Reutlinger sehen ihn vermutlich beim Blick aus dem Fenster. Und weil man eher vor Ort bleiben soll, es jedoch nicht ohne Bewegung geht, sonst wirst du noch wahnsinnig, bietet sich dieser Berg immer wieder an, ihn zu erklimmen.

Jedes mal sieht er dabei anders aus und erfreut diejenige, die nach oben gegangen sind.

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Ein blauer Farbtupfer in der ansonsten weißen und grauen Landschaft.

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Jemand war schon fleissig und hat Burgwächter aufgestellt.

 

 

Mal etwas anders machen

Mal etwas anderes machen ….

….ja, das wäre schön.

Aber dieses Jahr ist es mehr oder weniger immer wieder das gleiche. Heute Vormittag noch schnell das schöne, stabile, Winterwetter ausgenutzt und mal wieder zu Fuß nach oben auf den Hausberg gelatscht.

Es bleibt eben beim Wandern während des Lockdown. Dort wo möglichst wenige unterwegs sind und Abstände gewahrt sind.

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Wobei es da schon auch wirklich schön ist. Die Aussicht und Rundumsicht ist tatsächlich grandios. Wer es nicht gesehen hat, glaubt es kaum, was für ein toller Berg die Achalm vor den Toren der Stadt Reutlingen ist.

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Hin und zurück sind es für uns nicht ganz 9 Kilometer wandern. Von der Haustür bis zum Turm und zurück. Die eine Hälfte stets bergauf und die andere stets bergab.

Interessant zu sehen, welche unterschiedlichen Typen dort unterwegs sind. Wir, zum Beispiel, ziehen Wanderschuhe an, entsprechende Trekking Kleidung und haben immer einen kleinen Rucksack dabei, mit etwas Trinkwasser und einer Kleinigkeit zum Naschen.

Andere wiederum sind in Laufkleidung und joggen tatsächlich komplett nach oben und zurück.

Dann gibt es noch ein paar Nordic Walker, die recht zügig unterwegs sind.

Und dann eben die in normaler Straßenkleidung. Schwer atmend, alle 200 Meter pausierend und letztendlich dann überhaupt nicht ganz nach oben gelangen. Aber sie haben es zumindest probiert und sich etwas bewegt. Und nur das zählt.

Ganz oben, auf der kleinen Hochfläche, ist man vormittags immer wieder ganz alleine. Was es besonders reizvoll macht.

Morgenspaziergang

So ein Morgenspaziergang

an einem kalten Montag am letzten Novembertag, hat durchaus seine Reize.

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Temperaturen so um die -1 Grad Celsius.

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Wenn der Tag noch etwas im Frühnebel liegt.

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Dem Betrachter bietet sich ein wunderschönes Farbenspiel der Natur

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Reutlingen noch leicht schläfrig

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Man begegnet kaum anderen Spaziergängern. Sportlich aktiv waren 1 Mann und eine Frau, die dort nach oben rannten. Ich selbst bin schon froh, dass ich ohne Verschnaufpause den Hausberg, Achalm,  nach oben gehen kann.

Die Tage sinnvoll genutzt

Die Sonne scheint, blauer Himmel, 10 Grad plus und viel Freizeit in meiner Altersteilzeit.

Das ruft richtig danach, dass die Tage sinnvoll genutzt werden.

Indoor Sport im Fitnessclub ist nicht möglich. Und dies vermutlich noch bis Januar. Und so bleibt nur noch der Sport, den man draußen ausübt. Und dazu gehört in meinem Falle das Radfahren.

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In und um Reutlingen ist dies wegen der Topografie nun mal so, dass es bergauf, bergab und rundherum um die Achalm  geht.

Warm anziehen muss man sich dabei. Am besten mehrere Schichten dünner Sport- und Funktionskleidung. So kann man ggf. eine Schicht ausziehen, falls es doch zu warm werden sollte.

Unter dem obligatorischen Fahrradhelm, trage ich eine Sturmhaube aus Seide, wie Motorradfahrer es oft tragen. Ich habe sie auch in einem Motorradladen für 1 oder 2 € gekauft. Die schützt oben ganz gut, wo der Helm Belüftungsschlitze hat und auch an Wangen und Kinn. Kann ich wirklich als Kleidungsstück für Radfahrer empfehlen.

Meine Runden dauern vielleicht 90 bis 120 Minuten. Zügig gefahren, jedoch ohne mich voll zu verausgaben. So dass ich mich immer wohl fühle.

Und dass man im November noch so nach draußen kann, ist wohl auch richtig Glück was wir haben und hilft während der Pandemie, dass einem nicht die Decke auf den Kopf fällt.

Nur ein kleiner Haufen

Gelegentlich hört man ungewollt Gespräche mit, deren Inhalt so was von dämlich ist, so dass man sich fragt, wie diese Personen so alt werden konnten, wie sie nun sind.

Ort: Bushaltestelle in Hör- und Sichtweite

Beteiligte Personen:

Männlich, geschätzte Mitte 60, oft den ganzen Tag dort herumsitzend, den Boden anstarren und eine nach der anderen rauchen.

Weiblich, Mitte 50, stets fettige Haare, insgesamt ungepflegtes Äußeres, versoffenes Gesicht und die letzten 20 Jahre nur am motzen, wie blöd Arbeitgeber und alle anderen doch wären, weil sie nicht beschäftigt wird. Dabei wäre sie nur krank, weil Arbeitsbedingungen immer so schlecht sind.

Der Dialog verlief dann sinngemäß wie folgt:

Sie kommt laut schimpfend an die Bushaltestelle. An der Leine einen kleinen Hund, der stets am kläffen ist. “So eine blöde Kuh…, macht so ein Theater wegen des kleinen Hundes…, Unverschämtheit… so dumm….”

Er: “Ja, so ist das”

Sie: “Dabei macht der Hund doch nur einen kleinen Haufen. Das stört überhaupt niemanden auf der Wiese vor dem Haus.”

Er: “Ja, unmöglich diese Leute. Immer beschweren.”

Sie: “Diese blöde Kuh verlangt, dass ich den kleine Haufen wegmache. Weißt du, mit Plastiktüte und so. Bäh, pfui, ich fass das doch nicht an.”

Er: “Ja, ja, verstehe, geht gar nicht.“

Sie:” Die will mich anzeigen und der Hausverwaltung melden. So ein blödes Weib. So eingebildet. Der Haufen ist so klein und stört niemanden. Die kann lange darauf warten, bis ich das wegmache…”

Ich: Stehe von meinem Stuhl auf dem Balkon auf und verziehe mich nach drinnen. Weil ich habe es nicht mehr ausgehalten dies anhören zu müssen.

Einmal mit dem Riesenrad fahren

Sobald man eines sieht, entsteht bei vielen Menschen der Wunsch

einmal mit dem Riesenrad fahren zu wollen.

Diesen Wunsch haben wir uns erfüllt

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Mit dem 35 Meter hohen Whitestar….

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…erlebt man einen etwas anderen Blick auf die Stadtmitte…

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…. und die Umgebung…

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Eine Attraktion auf dem Marktplatz.

5 gemächliche Runden erlauben eine Aussicht, wie man sie für gewöhnlich nicht hat.

Selbstverständlich findet alles mit entsprechenden Corona Schutzmaßnahmen statt. Mund-Nasen-Schutz, Abstand halten, Hände davor und danach desinfizieren, Zettel mit Namen und Telefonnummer ausfüllen.

Riesenrad auf dem Marktplatz in Reutlingen

Mit dem erwarteten Lottogewinn wurde es nichts und deswegen geht es hier weiter.

Heute wurde es aufgestellt.

Ein Riesenrad auf dem Marktplatz in Reutlingen

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Mitten in der Stadt, gegenüber des Rathauses, steht dieses 35 Meter hohe Riesenrad.

Es soll mehr Menschen in die Innenstadt locken, um diese wieder zu beleben. Und so wird es sich dort in den nächsten Wochen drehen. Für Erwachsene kostet der Ritt 5.- € und für Kinder 3.- €.

Geschäftsleute und das Stadtmarketing haben dies ermöglicht.

Und die allgemeine Resonanz darauf ist sehr positiv.

Eine richtig gute Aktion, wie ich finde.

Radtour in die Streuobstwiesen

Eine kleine

Radtour in die Streuobstwiesen.

Sonntags und bei schönem Wetter sind die allgemein bekannten Radtourstrecken rund um Reutlingen und Tübingen sehr ausgelastet. Man muss dann schon weit weg vom Neckar radeln, um nicht im Fahrradstau unterwegs zu sein.

Eine teils anspruchsvolle Tour führte uns in die Streuobstwiesen im Ermstal.

Die Runde betrug etwa 40 Kilometer und ist teils auf unbefestigten Waldwegen. Streckenweise geht es steil hoch oder runter. Aber da die meisten sowieso mit dem Pedelec unterwegs sind, ist es ganz gut machbar.

Unsere Weg führte uns von der Stadtmitte Reutlingen, über die Fahrradtraße zum Südbahnhof. Ab dort eine der Möglichkeiten nach Eningen / Achalm nehmen. Auf Nebenstraßen, die durch Wohngebiete führen den Schildern Richtung Metzingen folgen. In Eningen muss man bei der Beschilderung aufmerksam sein. Das kann kein Radfahrer gewesen sein, der diese Radfahrer-Streckenschilder montiert hat. Das hat sich seit Jahren nicht verbessert. So versteckt, unübersichtlich oder teilweise fehlend, sucht man seinen Weg aus dem Ort heraus in Fahrtrichtung Metzingen.

Ungefähr 800 Meter außerhalb überquert man die Landstraße in Richtung Glems. Nach etwa 100 Meter ist wieder ein kleines Radfahrschild angebracht. Diesem nach links folgen und den Berg runter fahren. Ihr seid richtig, wenn ihr Aussicht auf die Baumschule habt. Der Weg wird danach zu einem Schotterwaldweg . An der ersten Kreuzung im Wald nach links fahren. Der Weg führt steiler über mehrere Kurven bergab. Dann am nächsten Weg nach rechts abbiegen und gleich wieder rechts halten. Dann kommt auch schon nach wenigen hundert Metern der Stausee Glems.

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Über den Staudamm, dann nach oben zum Pkw Parkplatz. Genau gegenüber der Straßenzufahrt dieses Parkplatzes, geht es einen kleinen, unscheinbar wirkenden, geteerten Weg in die Streuobstwiesen. Da stehen dann immer wieder mal Infotafeln mit Erklärungen zu Natur und Umgebung. Man befindet sich auf dem Birnenlehrpfad oder Birnenerlebnisweg.

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Die Streuobstwiesen bestehen aus Apfelbäumen, Birnbäumen und Kirschbäumen. Teilweise ist der Weg schattig, teils sehr aufgelockert und es bieten sich immer wieder unglaublich Aussichten über das Ermstal und die komplette Region.

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Der Radfahrer hat dort verschiedene Möglichkeiten. Er kann nach unten ins Tal abkürzen, oder er bleibt auf diesen Wegen, folgt den Schildern nach Glems, dort wiederum fährt er dann in Richtung Dettingen und gelangt nach einem steilen Aufstieg wieder in schattige Gefilde unter Bäumen und findet dort auch Picknickmöglichkeiten.

Irgendwann sind wir dann nach unten, ins Tal geradelt und in Dettingen herausgekommen. Von dort hat man verschiedene Möglichkeiten nach Metzingen zu gelangen. Der Rest der Strecke dürfte Einheimischen Radlern bekannt sein. Falls nicht, ist es ja gut beschildert.  Am Tierheim Sondelfingen vorbei zurück nach Reutlingen.

Insgesamt eine sehr schöne Tour, mit vielen Aussichtspunkten und Fernsichten.

 

 

Vom Leben an der Bushaltestelle

Meine kleine Reihe möchte in unregelmäßigen Abständen

vom Leben an der Bushaltestelle erzählen.

Der Titel hat doppelte Bedeutung. Zum einen soll er darüber berichten, wie es ist in der Nähe einer Bushaltestelle zu wohnen. Zum anderen (und dies wird es mehr betreffen) von Menschen, denen die Bushaltestelle ein Anlaufpunkt ist, um zu kommunizieren, um andere Menschen zu treffen, zusammenzusitzen, zu reden, zum chillen. Beinahe ein Wohnzimmersersatz.

In der Nähe zu wohnen heißt nicht unbedingt, dass man die Bushaltestelle direkt vor dem eigenen Schlafzimmer hat. Sondern auch, wenn diese Luftlinie 50 Meter weg ist. Denn den meisten Benutzern der dortigen Sitzmöglichkeiten scheint nicht klar zu sein, wie sich ihre Gespräche zwischen den Gebäuden übertragen. Ganz besonders in der Nacht.
Selbst wenn an dieser Endhaltestelle in normaler Tonlage und Lautstärke gesprochen wird, überträgt sich dies in die umliegenden höher gelegenen Wohnungen klar und deutlich. Weil die Häuser stehen etwas höher und der Schall überträgt sich auch ungewollt nach oben.

Wenn du dann im Bett liegst und das Fenster schräg gestellt ist, dann verstehst du tatsächlich jedes gesprochene Wort, selbst wenn du es überhaupt nicht hören möchtest, geschweige denn, interessieren würde, was dort des Nachts geredet wird.

Es sitzen dort oft dieselben Menschen. Allen Alters. Manche sitzen 2 oder 3 Stunden da und sind dabei oft alleine.

Im 20 Minuten Takt fährt der Bus die Haltestelle an, Fahrgäste steigen aus und ein, es werden Belanglosigkeiten ausgetauscht Der Bus fährt wieder ab, aber der Vereinsamte sitzt immer noch da.

Dies alles bekommen wir seit 20 Jahren täglich dort mit. Im Winter naturgemäß eher selten, aber im Sommer ist die Endhaltestelle ein kleiner Treffpunkt bis Nachts um drei.
Da hilft alles nichts. Das Schlafzimmerfenster muss geschlossen bleiben, sonst stört das oft nicht sonderlich geistreiche Geschwätz, welches dort geführt wird, beim schlafen.

Wenn Betrunkene dort streiten und randalieren, weil sie im Suff dort gestrandet sind , wird es sehr störend für die Anwohner, die direkt nur wenige Meter gegenüber der Haltestelle wohnen.

Von diesen Dingen und mehr, berichtet diese kleine Serie von der Bushaltestelle.

Radtour von Reutlingen zur Wurmlinger Kapelle

Eindrücke von unseren heutigen Radtour von Reutlingen Sondelfingen zur Wurmlinger Kapelle.

Wie bereits erwähnt, verbringen wir dieses Jahr unseren Haupturlaub zu Hause. Es wäre zu aufwendig um auf Reisen zu gehen. Die Corona Regeln in den verschiedenen Ländern, ja selbst im Inland, sind zu unterschiedlich. So machen wir das für uns beste aus der Situation und sehen uns Baden-Württemberg und unsere Region genauer an.

Der Wetterbericht hielt dem stand was er versprochen hatte. Ab Mittag war es stark bewölkt, zwischen 14 und 17 Grad und es blieb trocken.

Schnell die Satteltaschen des Trekking Bike gepackt, mit Regenjacke, Matschhose, Trinkwasser, Energieriegel, sowie Flickzeug, Luftpumpe und so Zeugs, was man meint mitnehmen zu müssen.

Die Route führte vom Ortsteil Sondelfingen, die Sondelfinger Straße entlang in Richtung Stadt. An diesem Elektromarkt hinter dem Bahnhof vorbei, am ehemaligen Packma vorbei in die Tübinger Straße. Nach Betzingen, hinten herum am Friedhof nach Wannweil und Kirchentellinsfurt, weiter nach Tübingen. Durch Tübingen hindurch, hinter dem Freibad vorbei nach Hirschau. In Hirschau den Aufstieg zum Kapellenberg hoch, auf welchem die Wurmlinger Kapelle steht.

Zurück sind wir dann auf der anderen Seite bergab ins Ammertal und nach Unterjesingen. Von dort nach Tübingen-West, Tübingen und wieder auf die zuvor benutzte Strecke nach Kirchentellinsfurt, Reutlingen…

Die Streckenlänge beträgt 58 Kilometer. Zumeist moderat auf und ab. Einzig die Auffahrt zur Wurmlinger Kapelle ist eine Herausforderung. Mit einem Pedelec problemlos, aber mit einem Fahrrad ohne Unterstützung, wären wir sicherlich gescheitert und hätten schieben müssen.

Fahrzeit betrug 4 Stunden, bei gemütlicher Fahrweise.

Alles ist gut ausgeschildert und auf Nebenwegen bzw. reinen Radwegen machbar.

Hier nun ein paar Impressionen unsere Radtour :

Neckar in Tübingen

Der Neckar in Tübingen

Foto Kapellenberg

Obiges Foto ist schon auf dem Kapellenberg, auf welchem die Wurmlinger Kapelle steht.

jpg auf unterjesingen

Blick auf Unterjesingen und das Ammertal vom Kapellenberg

jpg Wurmiger Kapelle

Blick auf die Wurmlinger Kapelle

jpg Ammertal

Unterwegs im Ammertal

jpg stocherkahn

Zurück in Tübingen, am Neckar mit seinen weit über die Stadt hinaus bekannten Stocherkähnen.

Urlaub in der Heimat hat also durchaus auch seine Reize.