Corona Tagebuch

Mein persönliches Corona Tagebuch,

berichtet ein wenig aus unserem Alltag.

Etwas schläfrig war dann der gestrige Tag doch insgesamt. Nach den ganzen Nachtschichten und der doch vorhandenen Anspannung immer von anderen wegzubleiben, auf Symptome zu achten, ob das Gegenüber hustet, schnupft oder fiebrig aussieht.

Auch wenn es nicht offensichtlich erscheint, unbewusst macht man ja doch einen Bogen um fremde Personen und auch unter Arbeitskollegen hält man ausreichend Abstand.

Ein wenig ferngesehen, ein Nickerchen auf dem Sofa gemacht, auf dem Balkon in der Sonne gesessen, Espresso getrunken.

Ups, es klingelte am Nachmittag und meine neuen Kopfhörer wurden geliefert. Ausgepackt und gleich getestet.

Und dann so gegen 16:00 h die Sportsachen angezogen und gemeinsam mit der Frau nach draußen gegangen. Joggen gehörte bisher nicht zu meinen bevorzugten Sportarten, aber was bleibt derzeit anderes übrig. Das Fitnesscenter ist ja zwangsgeschlossen.

Nun sind wir auch froh darüber, dass wir es nur 100 Meter bis ins Grüne haben. Wir sind gleich außerhalb und können durch Wald und Wiesen. Wenn wir eine Ruhebank sahen, haben wir uns an dem Sitz abgestützt und Liegestützen gemacht.

jpg

Gerne hätten wir auch Klimmzüge gemacht. Aber leider war selbst dieser kleine Spielplatz gesperrt und wir konnten nicht an das Klettergerüst. Gehofft hatten wir ja, dass die Stadt diesen kleinen versteckten Platz vergessen hätte, so wie er aussieht. Aber im Schilder aufstellen sind sie doch ganz gut.

Abends ein wenig TV geguckt und früh schlafen gegangen.

Powerbeats 4 Test

Mein Powerbeats 4 Test

Diesen erst vor ein paar Tagen neu vorgestellten und erhältlichen Bluetooth Kopfhörer habe ich mir am Freitag im Apple Store bestellt und wurde heute am Montag via UPS ausgehändigt.

jpg

Ein neues Headset musste her. Das bisherige von Beyerdynamic  

ging defekt. Wie allgemein üblich, 3 Monate nach Ablauf der Garantie. Er hat einen Wackelkontakt, welcher natürlich nervt.

Spontan habe ich mich daher für den Powerbeats 4 entschieden. Bezahlt habe ich 150.- €. Vom Apple Store wurde versandkostenfrei geliefert.

Aufwändig verpackt , befanden sich in der schönen Schachtel das Headset, ein kurzes USB Ladekabel, Ohrenstöpsel und eine bebilderte Gebrauchsanleitung. Netzstecker ist keiner dabei.

Der Akku des Bluetooth Kopfhörer war gut aufgeladen. Einschalten, Bluetooth Einstellungen am iPhone aufgerufen und schon verbunden.

Beim ersten anlegen an den Ohren drehen vermutlich die meisten von uns ihre Stöpsel erst ein paar mal falsch herum, bis man die richtige Technik heraus hat. Dann liegt der Bügel der Halterung sauber hinter dem Ohr und der Kopfhörer sitzt drin.

Die Hörprobe verlief durchaus nicht schlecht. Für einen Headset in dieser Größe hat er keine klanglichen Schwächen. Der mir zum Vergleich bekannte Beyerdynamic scheint mir aber noch einen Tick klarer im Klangbild zu sein.

Wir sind dann 1 Stunde nach draußen und waren beim Sport. Joggen, Liegestützen, Kniebeugen und Gymnastikübungen machen.

Der Powerbeats 4 sitzt fest. Kein verrutschen, kein herausfallen. Einwandfrei.

Fazit für mich: Ein guter Allrounder für Sport und unterwegs. Preislich ok. für die Gesamtleistung.

 

 

 

Corona Tagebuch

Vergangene Nacht war das erst mal die letzte Schicht für eine Woche. Dies war schon seit Anfang des Jahres so vorgeplant und ist Teil meiner Altersteilzeit.

Somit geht es weiter in meinem persönlichen Corona Tagebuch.

Die Schicht war insgesamt sehr ruhig. Am Sonntagabend war ich nur auf der Kulturbahn mit einer Regionalbahn unterwegs durch den Schwarzwald.

jpg

Es waren alle sehr vernünftig und vorsichtig. Die wenigen Fahrgäste hielten deutlichen Abstand voneinander und verteilten sich in dem Triebwagen.

Aber eine Ausnahme gibt es halt immer. Es tut mir leid es sagen zu müssen, aber es war wieder mal ein Jugendlicher, der es immer noch nicht gerafft hat.

Bei der letzten Fahrt steigt in allerletzter Sekunde ein vielleicht 18 -/ 19-jähriger in den ansonsten komplett leeren Zug ein. Zielsicher setzt man sich auf die Sitze hinter dem Führerstand. Holt das Taschentuch heraus und rotzelt rein. Das kann ja wohl nicht wahr sein, dachte ich. Und kurz darauf prustet er wieder in sein Papiertaschentuch.

Ich habe dann zu ihm gesagt: “Setzen Sie sich bitte woanders hin. Der Zug ist komplett leer. Da müssen Sie sich nicht so nahe hinter mich setzten”.

Die meisten kennen wahrscheinlich schon seine Antwort, noch bevor sie gelesen wurde.

Er fragte : “Warum ?”

Ich: “Weil wir in der Coronakrise sind und Abstand halten sollen.”

Er: “Ich bin nicht von Corona erkrankt. Ich habe Heuschnupfen.”

Ich: “Bitte ? Es ist mir egal, was Sie meinen. Gehen Sie bitte.”

Natürlich machte er keine Anstalten den Abstand zu vergrößern.

Ich wurde daher nachdrücklicher “Geh´sofort woanders hin. Man muss nicht infiziert sein, um andere anzustecken. Außerdem, vielleicht bin ja ich schon infiziert. Weißt du das:”

Weshalb muss man manche Jugendliche in diesem Ton anreden, damit sie es verstehen ?” Da will man höflich sein, aber das kommt mental nicht an.  Er stand dann auf und ist nach hinten gegangen.

Es mag ja sein, dass der junge Mann tatsächlich Heuschnupfen hatte und es täte mir auch leid, wenn es so ist.  Aber weshalb muss man da Diskussionen führen. Ich hätte ihn auch aussteigen lassen können. Wir haben dazu so Aussteigekarten bekommen. Dem muss er Folge leisten, sonst macht er sich strafbar. Natürlich hätte ich dann auch die Polizei anrufen müssen und geschildert, dass da einer herumrotzelt und sich die Augen reibt. Dann hätte er ein richtiges Problem gehabt.

Zum Feuerabend , auf der Fahrt nach Hause, mitten in der Nacht um 02.00 h, war ich offensichtlich der einzigste unterwegs. Und 2 Polizeiautos habe ich noch gesehen.

Und heute früh ist alles so ruhig hier im Wohnviertel. Viele Anwohner scheinen nicht bei der Arbeit zu sein, falls man dies an Hand der geparkten Autos rückschließen kann.

Man hört Staubsauger. Man hört wie sich Mütter und Töchter zanken. Die Straße ist wie ausgestorben.

 

 

Corona Tagebuch

Die unendliche Fortsetzungsgeschichte ?

Corona Tagebuch

Eine weitere Nachtschicht erfolgreich hinter mich gebracht. Von Samstag um 17.00 h bis Sonntag 04:00 h.

So arbeiten zum Beispiel Lokführer, die ja bekanntlich systemrelevante Tätigkeiten ausüben.

Dazu gehörten letzte Nacht mehrere Regionalexpress (RE), die ich “rum und num” fuhr. Dazu gehörte auch rangieren in die Fahrzeugreinigung und Desinfektion um dort zwischenzuparken, damit die Reinigungstrupps die Züge wieder in Ordnung bringen.

Dazu gehörten auch Abschlußdienste. Bei diesen wird die Lok und der Wagenpark nach vorgegebenen Regeln durch den Lokführer auf für ihn erkennbare Mängel untersucht.

Dazu gehörte in dieser Nachtschicht auch vorbereiten des ersten Regionalexpress, welcher unseren Standort am morgen verlässt. Diese Tätigkeit dauert gut und gerne rund 1 Stunde, in welcher der Lokführer eine Reihe von Prüfungen und Tests an einem Zug und der dazugehörenden Lok durchführt. Dies muss er übrigens mit seiner Unterschrift dokumentieren. Sicherheit geht immer vor Pünktlichkeit.

Und mein Passierschein A38 kam per eMail auf mein Diensttablett. Also diese Bescheinigung, dass ich bei einer Ausgangssperre unterwegs sein darf, sofern es dienstlich ist.

Insgesamt empfand ich gestern und die Nacht als bedrückend. So habe ich meine Welt noch nie erlebt. Kaum jemand in den Zügen. Leere Bahnhöfe. Nur 3 andere Autos sah ich auf meinem Nachhauseweg. Und das in einer Nacht von Samstag auf Sonntag. Irgendwie gruselig.

 

Corona Tagebuch

Eigentlich…,

wenn ein Blog Posting schon so anfängt…, mit dem Wort “eigentlich”, dann ist etwas, was nicht sein sollte.

Und das ist Corona mit all seinen Auswirkungen.

Jetzt haben wir unsere Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt bekommen. Die Geschäfte sind zu. Restaurants, Museen, Spielplätze, alles zu. Nur Lebensmittelmärkte, Drogerien, Tankstellen und man höre und staune, Friseure sind noch geöffnet.

Warum eigentlich Friseure ? Vielleicht denkt sich die Landesregierung, die Bevölkerung würde ansonsten in ein paar Wochen aussehen, als ob alles nur noch Penner wären.

Noch dürfen wir draußen spazieren gehen und Sport machen. Jeder für sich. Weit weg vom anderen. Denn es dürfen sich nur noch maximal 3 Personen nahe kommen.

Meine systemrelevante Frau, war heute früh, gleich um 8 h, in einem großen Edeka Markt. Es gab Einlasskontrollen von einer Security. Nur 10 Kunden zur selben Zeit im Laden. Der nächste durfte jeweils nach verlassen einer Person in den Supermarkt nachrücken. Es gab alles an Artikeln zu kaufen. Der Einkauf meiner Frau war relativ klein, da nur täglich zu ergänzendes nachgekauft wurde. Sie war der ziemlich schnell wieder draußen. Die Warteschlange vor dem Laden wuchs in dieser Viertelstunde sehr stark an. Und sie hörte, wie so uneinsichtige,  intellektuell vermutlich eher einfach gestrickte Kunden, den Wachmann beleidigten und beschimpften.

Vergangene Nacht hatte ich ein paar RE Züge gefahren. So leer habe ich den Stuttgarter Hauptbahnhof die letzten 20 Jahre nicht einmal gesehen. In meinen 5 Doppelstockwagen saßen sicherlich insgesamt keine 25 Fahrgäste.. Sie sahen eher nach Pendlern aus, als Reisende.

In Esslingen stiegen dann 5 jüngere Personen ein, mit Bierdosen und Wodkaflaschen. Grölend, laut, und kaum gerade stehen könnend. 2 Bahnhöfe weiter fielen sie dann aus dem Zug. Und in Reutlingen saß eine Gruppe Jugendlicher aufeinander, knutschten sich ab, Energiedrinks in der Hand, laut herumproleten, Zigaretten weiterreichend, an denen erst die Jungs nuckelten und dann die Mädchen. Pfui Deibel.

Und genau diese Personenkreise werden dafür verantwortlich sein, dass wir demnächst womöglich eine rigorose Ausgangssperre bekommen.

Eines ist in dieser Coronakrise sicher. Wir alle werden aus diesen Zeiten nicht so herauskommen wie wir rein sind.

Die einen werden arbeitslos, andere haben Kurzarbeit, es werden viele insolvent, im Umfeld werden welche erkranken und hoffentlich nicht sterben. Viele werden in Quarantäne kommen. Unsere Ersparnisse gehen flöten. Unsere private Altersvorsorge löst sich in Rauch auf.

Und nun zurück zum Eingangs erwähnten “eigentlich”. Die letzten paar Wochen habe ich viel über unseren Kalifornien Roadtrip geschrieben. Da gäbe es noch einiges zu erzählen. Dazu habe ich aber diese Tage nicht wirklich Lust zu berichten. Das hole ich dann nach. Den meisten wird sowieso das Reisen vergangen sein.

Liebe Leser, in diesem Sinne und bleibt gesund.

 

 

 

Systemrelevant

Systemrelevant

das Adjektiv bedeutet:  für ein System relevant. Sys-tem-re-le-vant

Ein Wort, welches die meisten von uns im Alltag eher selten benutzten. Wie sich die Zeiten jedoch ändern.

Bisher war in meinem Bewusstsein auch nicht wirklich präsent, dass ich einen systemrelevanten Beruf ausübe. Selbstverständlich wusste ich, dass dem Personentransport eine besondere Stellung im Gemeinwesen zugewiesen ist. Dass merkte man zum Beispiel daran, zu verlängerten Arbeitszeiten eingesetzt werden zu können, bei denen für andere Berufe schon längst Ende ist.

Ich bin Lokführer.

Früher einmal, wurden Lokführer zwangsverpflichtet. Bei Notstand. Im Kriegsfall oder im Katastrophenfall. Aber die Lokführer sind seit der Privatisierung 1993 nicht mehr verbeamtet. Sondern es sind ganz normale Arbeitnehmer, mit besonderen Aufgaben in der Infrastruktur und Lebensfähigkeit eines Staates.

Sie gehören jetzt zu den Menschen mit systemrelevanten Berufen. Sei es im Personentransport, sei es im Güterverkehr.

So wie meine Frau. Sie arbeitet im Pflegeheim. Auch sie ist beruflich systemrelevant tätig. Was wäre ohne diesen Beruf ?

Und Kind 1.0 ist im FSJ  und in der Heimbetreuung tätig. Das ist auch systemrelevant.

Wie lange wird das noch gut gehen ? Wir haben alle unmittelbar und direkt mit Menschen zu tun.

Wir haben wirklich keine Lust auf Quarantäne oder krank werden. Aber nein, es gibt immer noch die rücksichtslosen Leute, welche nicht zu Hause bleiben, obwohl sie es könnten. Alles potenzielle Ansteckungsherde, die nicht so weit denken können, wie sie sehen. Ich bin sehr dafür, dass es endlich Ausgangssperren gibt.

Wir, mit den systemrelevanten Berufen und alle anderen Arbeitnehmer die unterwegs sein müssen, werden gefährdet von denen, die von ihrem Arbeitgebern zum HomeSchlafen (Homeoffice) befreit wurden. Von Schülern, die meinen sie müssten in Gruppen unterwegs sein.

Wir Busfahrer, Lokführer, Krankenschwestern, Ärzte, Feuerwehrleute, Polizisten, VerkäuferInnen, Zulieferer, Energieversorger, Notdienste… wollen von euch nicht auch noch gefährdet werden, weil ihr meint, ihr hättet bezahlten Urlaub.

Je weniger draußen sind, desto höher sind die Chancen für die Menschen gesund zu bleiben, die euch versorgen, so dass wir alle durch die Corona Krise kommen. Seht zu, dass ihr diese Menschen nicht zusätzlich gefährdet und krank macht.

Und es ist an der Zeit, den Menschen in systemrelevanten Berufen einen deutlichen finanziellen Risikoaufschlag zu bezahlen.  Jahrelang wurde gekürzt, wurden Stellen abgebaut, gespart und Lohnerhöhungen mehr oder weniger verweigert. Und nun sieht man, dass Kürzungen in systemrelevanten Bereichen tödlich enden können.

Billiger Urlaub 2020

Wird wohl ein

billiger Urlaub 2020

Vorausgesetzt es wird niemand krank von uns.

Dieses Jahr hatten wir, meine Frau und ich, sowieso nichts größeres geplant, weil in den letzten paar Jahren waren wir auf stets größeren Reisen oder sogar mehrmals im Jahr weg.

Das Thema Reisen ist auch nur so lange wichtig, wie alle gesund sind, in Lohn und Brot stehen und es die Lage in der Welt zulässt.

2020 sieht es reisetechnisch gar nicht gut aus. Überall Einschränkungen und Verbote wegen Corona. Also bleiben wir halt “dahoim” . Da ist es auch schön.

Am Fuße der Schwäbischen Alb lebend, ergeben sich naturgemäß sowieso viele Möglichkeiten und Touren, die man mit dem Fahrrad oder wandern erleben kann. Vesper einpacken und nach draußen, ist schon auch ganz ok.

Valley of Fire State Park

Es benötigt nicht viel Phantasie, um erklären zu können, weshalb

der Valley of Fire State Park

so heißt.

jpg

Wenn die Sonne entsprechend strahlt, scheint tatsächlich alles in Flammen zu stehen.

jpg

Die Adresse für das Navi lautet : 29450 Valley of Fire Hwy, Overton, Nevada

Eintritt pro Fahrzeug im November 2019 : $ 10.-

Unser Nationalpark Jahrespass war dort ungültig, weil dies ein State Park ist und kein Nationalpark.

jpg

Am Kassenhäuschen bekommt man von den Ranger noch zusätzlich eine nützliche Landkarte ausgehändigt, in welcher die kurzen Trails beschrieben sind, die zu den besonderen Sehenswürdigkeiten führen.

jpg

Die Anfahrt von Las Vegas kommend, führt über die Interstate 15. Somit mehr als 80 Meilen außen herum und nicht wie es auf den Straßenkarten vermeintlich aussieht in Richtung Henderson und eine 167. Denn sonst fährt man an das Kassenhäuschen des Lake Mead National Recreation Area. Da bezahlst du für nichts $ 25.- , nur für die Durchfahrt. Weil was willst du dort im November ? Und auch in den übrigen Monaten, muss man es sich genau überlegen, ob dieses Recreation Area das richtige Urlaubsziel ist. Das ist zumindest meine Meinung.

 

Allgemeine Informationen zum Death Valley

Ein paar allgemeine Informationen zum Death Valley

Der Besuch im Death Valley ist ein sehr langer Urlaubstag. Um alles anzusehen, ist sogar mehr als ein Tag erforderlich. Die gefahrenen Kilometer summieren sich ganz ordentlich.

jpg

Da es im Nationalpark nur sehr wenig Angebote zum Übernachten gibt, sind die Motel Zimmer sehr begrenzt und unverhältnismäßig teuer. Die kosten selbst im November das 3-fache dessen, was man sonst überall für ein Zimmer bezahlt. Über die Stellplätze von Wohnmobilen, haben wir uns nicht informiert.

jpg

Den Gedanken im Zelt oder im Auto zu schlafen, haben wir schnell wieder verworfen. Nachts sinken die Temperaturen im November auf ziemlich lausig kalt. Das wäre mir auch insgesamt zu unkomfortabel.

Wegen des Streckenverlaufes unseres Roadtrip hatten wir uns entschieden in einem Ort mit dem Namen Pahrump zu übernachten. Dabei fanden wir es ganz witzig, für 2 Nächte in einem Trailer zu schlafen.

jpg

Der stand auf dem Pahrump RV Park and Lodging.  Dort finden Wohnmobilfahrer ebenfalls Stellplätze für die Nacht und wer mag kann auf einer kleinen Fläche ein Zelt aufstellen. Wir waren erstaunt darüber, wieviele Menschen permanent in so einem Trailer wohnen. In zwanglosen Gesprächen, hatten uns welche erklärt, dass sie sich das Leben in den Städten nicht mehr leisten könnten und hier auf dem Land Jobs haben, bei denen man relativ wenig verdiene.

jpg

Für uns waren die 2 Nächte jedoch in Ordnung. Der Wagen war komplett ausgestattet. Allerdings flogen Abends sämtliche Sicherungen und es wurde schnell sehr kalt. Es dauerte ein wenig, jemanden aufzutreiben, der von dieser Trailer Anlage war und sich auskannte. Nach einer halben Stunde telefonieren, unter Mithilfe von Nachbarn, kam dann jemand und hat eine Ersatzsicherung im Kasten draußen eingebaut.

Das Gute in Parhump ist, dass es dieses für Amerika typische Food, Einkaufs- Tankstellen- und Restaurant Area gibt, welches  nur wenige Autominuten entfernt war. Auch 2 Supermärkte und einer davon ein Walmart, bei dem man sich wieder mit dem notwendigen Dingen für seinen Roadtrip eindecken kann. Und natürlich das obligatorische Casino darf auch nicht fehlen.

Der Kleinstadt liegt bereits in Nevada und die Region ist insgesamt sehr ländlich  Von Pahrump ist es über 1 Stunde Fahrzeit bis in den Death Valley Nationalpark. Der Hinweis „letzte Tankstelle“  in Pahrump ist kein Fake.

Da kommt nichts mehr auf diesen einsamen Straßen durch das Hinterland von Nevada und Kalifornien. Wir sind über eine asphaltierte Straße, die sich Bell Vista Road nannte und weiter über die State Line Rd in Richtung  Death Valley Junction gefahren.

Dort befindet sich das Amargosa Opera House. Und von dort weiter auf die California 190. Eine insgesamt sehr schöne und einsame Strecke. Straßenschilder weisen auf Wildpferde hin.

Am Ende des langen Tages standen dann gut und gerne 280 Meilen (450 Kilometer) mehr auf dem Tacho.

Der Eintritt in den Nationalpark beträgt $30,- pro Fahrzeug. Bezahlstellen befinden sich an den Zufahrtsstraßen.

jpg

Der Annual Pass, welcher 2019 $80,- kostete, hat dort auch Gültigkeit. An anderer Stelle hatte ich ja bereits erwähnt, dass sich dieser Jahrespass auf jeden Fall lohnt, weil man ja ganz locker 3 oder 4 und mehr Nationalparks während einer Rundreise besucht.

jpg

Falls man an den Bezahlautomaten vorbeigefahren ist, weil man diese zu spät als solche erkannt hat, sollte dann spätestens an den Stationen der Park Ranger bezahlen. Zum Beispiel in Furnace Creek. 

Im Death Valley lebt durchaus auch eine Tierwelt. Ich würde nicht unbedingt die Finger in Felsspalten stecken. Es gibt dort Scorpione, Schlangen, Wüstenfüchse, Coyote und noch einiges mehr was kreucht und fleucht.

jpg

Die Ranger warnen ausdrücklich vor bettelnden Coyoten. Es sind wilde Tiere, die krank sein können oder doch unvermittelt zubeißen können, wenn sie sich an die Autos der Touristen heranwagen, diese den Arm rausstrecken und die Tiere füttern.

 

Dantes View

Dantes View , ein weiteres Highlight im Death Valley

Über eine mehrere Meilen sehr kurvige Straße nach oben führend, die im letzten Teilstück wirklich sehr steil ist, gelangt man an einen Aussichtspunkt, namens Dantes View.

jpg

Und auch dort ist man überwältigt von der Schönheit der Natur und den Ausmaßen des Death Valley Nationalparks.

jpg

Am Abend wird es leer auf dem Parkplatz

jpg

Und wenn die Sonne untergegangen ist, sieht man bei klarem Wetter die Milchstraße mit so unglaublich vielen Sternen, wie ich das bislang nur von Fotos kannte. Dann fühlst du dich dem Himmel etwas näher.

Die Rückfahrt in der Nacht ist allerdings abenteuerlich. Es ist ja nichts beleuchtet, die Straße rabenschwarz und man kann sich nur am Mittelstreifen orientieren.