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Eisenbahn Schwenkbrücke

Etwas ganz seltenes : Eine Eisenbahn Schwenkbrücke

Bisher wußte ich überhaupt nicht, dass es so etwas überhaupt gibt. Die auf den Fotos gezeigte Schwenkbrücke befindet sich in New Westminster, Vancouver, Kanada und ist mehrmals täglich in Betrieb.

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Bei einem Spaziergang an einem Seitenarm des Fraser Rivers hörte ich auf einmal das Pfeifen einer Lok und das Rumpeln von Güterwagen. Sehen konnte ich zunächst nichts, da der Zug hinter dichtem Bewuchs versteckt war. So entstand dieses Foto an der einzigen dort befindlichen Lücke.

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Ich bin dann rund 100 m weiter gegangen und sah wie der Zug über eine Brücke des Flußlauf fuhr. Zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht klar, dass es sich dabei um eine Eisenbahn Schwenkbrücke handelte.

Die Zufahrt zu dieser Brücke ist ein reines Holzgerüst.

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In Schrittgeschwindigkeit fuhr der Güterzug über die Brücke und danach öffnet der Wärter in dem blauen Häuschen wieder die Brücke für den Schiffsverkehr und schwenkt das Brückenteil zur Seite.

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Das Ziel des Zuges war eine Industrieanlage auf der anderen Seite. Diese liegt auf einer künstlichen Insel des Fraser Rivers. Auf dieser Insel werden in jüngster Zeit Luxuswohnungen und Lofts gebaut, so dass die verbleibenden Tage dieser Schwenkbrücke wohl auch gezählt sind.

Diesel Sound

Für viele ist ein Diesel einfach nur Lärm. In meinen Ohren ist jedoch Diesel Sound. Und zwar ein wirklich schöner Sound. Ganz besonders wenn es sich um große Dieselmotoren handelt.

Wer das auch gern hat, sieht mal auf der Webseite LokSounds nach, oder besser gesagt, hört dort mal rein. (Flash erforderlich)

Hach, einfach herrlich.

Stammplatz

Schreck am Morgen:

Stammplatz im Zug belegt

Es gibt Menschen, die sitzen seit Jahren immer auf dem selben Stammplatz im Zug oder Bus. 5 mal die Woche, zur selben Zeit, und dies seit Jahren.

Heute früh belegte ich unwissentlich einen solchen Stammplatz und habe einige Verwirrungen bei einem anderen Reisenden ausgelöst.

Der Zug war zur frühen Stunde nahezu leer.  An einem Unterwegshalt steigt ein Mann hinzu, der so unauffällig mit kackbrauner  19,90 Euro Stoffhose und beigen Winterblouson,  die Füße in hellbraunen unpassenden Schuhen angezogen war, so dass er schon wieder auffiel. Der Mann, vielleicht Mitte 40 war garantiert von Mama angezogen worden. In der Hand hielt er eine abgewetzte Aktentasche.

Jedenfalls steuert er zielstrebig genau auf mich zu und bleibt unmittelbar neben meinem Sitzplatz stehen. “Wat is” denke ich mir und schaue ihn an. Er sieht zurück und wartet. Nach einer Weile des Anschweigens nickt er mir zu. Aber das war kein Guten Morgen Nicken, sondern eine Aufforderung. So nach dem Motto: Steh´auf Fremder, das ist mein Stammplatz.

Ich habe zurück genickt, gegrinst und mich wieder meinem Handy Game gewidmet. Er, der Stammsitz-Sitzer wartet immer noch. Der Zug war schon längst angefahren und der Mann sah sich dann sichtlich verzweifelt nach einem freien Platz um. Er fand aber nichts geeignetes, obwohl wirklich alles frei war.

Sichtbar erschüttert setzte er sich dann ein paar Reihen weiter hinten hin.

Zwei Haltestellen später ging ich zur Tür um auszusteigen und sehe wie der Verzweifelte schon den Hals reckt um zu sehen, ob sein Platz frei wurde. Der Zug hielt an, Tür auf, ich raus und der Typ eilt genau an den Sitzplatz, auf welchem ich zuvor saß.

Ich dachte eigentlich nur noch: Autsch

Zudem gehe ich jede Wette ein, dass ich seinen Tag richtig versaut habe.  Wenn der Morgen schon so anfängt…..

Enjoy it

Halber Staatsakt um Trauerfeier Enke

Die Trauerfeier um den Torwart Robert Enke scheint in seinen Ausmaßen ein halber Staatatsakt gewesen zu sein. Selbstverständlich respektiere ich die Entscheidung seines frei gewählten Todes. Stelle mir aber gleichzeitig ein paar Fragen, die jetzt nicht nur den Torwart Enke betreffen, sondern alle die sich vor einen Zug legen wollen.

Bitte nur die weiterlesen, die nicht besonders empfindlich sind, weil das sind schon auch ein paar sehr heftige Fragen dabei. Ohne dass ich jetzt die Pietät verletzen will, versuche ich ein paar Dinge ganz realistisch zu betrachten.

Mit welchem Recht erlaubt sich ein Selbstmörder andere mit in sein Unglück zu reißen ? Kann man da nicht einen Freitod wählen, der andere Menschen, die nie was mit ihm zu tun hatten, außen vor lassen ?

Wie geht es dem Lokführer ? Wie hat er das erlebt ? Wie geht es ihm während er beobachtet was für ein Staatsakt um Enke gemacht wird ? Und er, der Lokführer kann nicht mehr schlafen ? Sieht Enke vielleicht direkt vor sich und wie er von der Lok zermatscht wird. Hat der Lokführer Alpträume ? Ist er nur nach am kotzen weil er die Bilder vor Augen nicht mehr gelöscht bekommt ?

Was ist mit den anderen Reisenden ? Haben die ihre Anschlüsse bekommen, oder ihren Geschäftstermin oder ihren wohl verdienten Feierabend ? Wie lange mussten Hunderte andere wegen einer einzigen Person warten ?

Was ist mit den Rettungskräften, welche Leichenfetzen am Bahndamm zusammen sammeln ? Wie fühlen die sich wenn sie jemanden einsammeln, der in hundert Stücke zerissen ist ? Wird da alles gefunden ? Ist es so erstrebenswert, dass die Reste die irgendwo noch herum liegen von Vögeln gefressen werden ?

Wer kratzt eigentlich die Fleischfetzen von der Lok ? Hat so ein potenzieller Selbstmörder schon mal darüber nachgedacht ? Ist es erstrebenswert wenn die Hirnreste mit Kaltreiniger eingesprüht, mit dem Dampfstrahler weggespritzt und dann im Ölabscheider landen ? Oder hat jemand eine andere Idee wie die anhaftenden Leichenkleinteile und das verspritzte Blut sonst entfernt werden könnten ? Bitte um Vorschläge von denen die es vielleicht besser wissen.

Hat jemand von den Selbstmördern darüber nachgedacht, dass ein Lokführer durch ein Trauma vielleicht arbeitsunfähig wird und in Rente geht ? Seine Familie und seine Kinder haben dadurch enorme finanzielle Einbußen und muss vielleicht mit einem Vater leben, der ein Trauma nicht mehr verarbeiten kann ?

Schon mal darüber nachgedacht, wer das bezahlt ? Glauben denn die Selbstmörder ihre eigene Familie bekommt das Geld so ohne weiteres aus den Versicherungen des Selbstmörders ? Zuerst sind nämlich die Kosten für die Einsatzkräfte zu bezahlen. Dann womöglich das Schmerzensgeld und der Arbeitsausfall des Lokführers. Was glauben eigentlich die Selbstmörder wie teuer das erst wird, wenn der Lokführer in Rente muss ? Glaubt da irgend jemand wirklich daran, dass dieses Geld nicht beim Verursacher (Versicherung des Selbstmörders) geholt wird ?

Wenn jemand den Freitod wählt, weil seine Angst und Verzweiflung vor dem Leben zu groß ist, dann soll er doch bitte auch mal daran denken, dass er einen großen Schaden finanzieller und persönlicher Art verursacht, wenn er sich vor einen Zug legt.

Unglaublich, der Link zu einem Video, welchen ich heute Vormittag bekommen habe.

In Melbourne, Australien, hat eine Überwachungskamera aufgezeichnet, wie ein Kinderwagen am Bahnsteig versehentlich wegrollt und ins Gleis fällt. Der einfahrende Zug überfährt den Kinderwagen mit Baby auf eine Länge von 30 Meter.

Das Baby hat den Unfall ganz gut überlebt.

Der Vorfall fällt genau in den Zeitpunkt einer Kampagne der australischen Eisenbahngesellschaften, zur Vorsicht an Bahnsteigen.

Das Video ist bei Yahoo Philippines veröffentlicht. Es kann sein, dass zunächst ein kurzer Werbespot gezeigt wird, bevor das eigentliche Video startet.

Yahoo Philippines

Bahn aus einem Guss

Der Slogan: Bahn aus einem Guss, gewinnt wieder an Bedeutung.

Die im Aufsichtsrat der Bahn vertretenen Gewerkschaften erreichten, dass der voraussichtlich zukünftige neue Bahnchef Grube, ein Memorandum unterschrieben hat, wonach die künftige Zielrichtung des Unternehmens ein Einheitliches sein soll. Dafür erhält Herr Grube die Zustimmung der Gewerkschaften bei der Abstimmung um den Vorstandsvorsitzenden der Bahn.

Der nächste Schritt soll laut Gewerkschaften noch die Unterschrift des Verkehrsministers sein.

Unterm Strich bedeutet dies, dass einzelne Teile nicht an die Börse gebracht werden, so wie es zuletzt geplant war.

Somit rückt der Börsengang in noch weitere Zukunft als bisher.

Bahn Bilanz

Ganz in den Hintergrund der Medien rückt die Bahn Bilanz 2008. Bei der heutigen Pressekonferenz wurde das Ergebnis 2008 vorgestellt.

Irgendwie ist dies bezeichnend für den Journalsimus der heutigen Zeit. Über das gute Betriebsergebnis finden sich momentan kaum Meldungen. Im Vordergrund steht einzig und alleine die Äußerung des Herrn Mehdorn, von seinem Amt als Vorstandsvorsitzender  zurück zu treten.

2008 hat Die Bahn eine Umsatzsteigerung um 2,1 Milliarden auf 33,5 Milliarden Euro erreicht. Auch die Fahrgastzahlen gingen um 84 Millionen nach oben. Wobei allerdings noch wichtig wäre, wie dieses Ergebnis zustande kam. Schon einmal wurde Tafelsilber veräußert (Bahnhöfe, Gebäude… verkauft)

Man vergisst allzu leicht, dass dieses Unternehmen weltweit in Sachen Logistik der führende Konzern ist. Viel leichter ist es Bahn Bashing zu betreiben und Neagtiv Erlebnisse breit zu treten.

Nicht dass ich die Datenaffaire für gut oder akzeptabel heiße. Ganz im Gegenteil. Der Blog Eintrag soll nur verdeutlichen, wie es um die deutsche Presselandschaft bestellt ist. Ich erinnere nur an die Sensationsgeilheit von Winnenden. Denn genauso verhält es sich beim Thema Bahn.

Stress Beruf Strassenbahn Fahrer

Gestern in Mannheim, dachte ich mir so, dass Strassenbahn Fahrer ein voller Stress Beruf sein muss. Ohne eigenes, abgetrenntes, Gleis,  fahren die Strassenbahnen mitten durch die Fußgänger Zone. Und die Menschen verhalten sich auch entsprechend einer Fußgänger Zone. Kreuz und quer, überqueren der Gleise wenige Meter vor der Bahn, umher rennende Kinder….

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Video Ollis Chance

Das Video Ollis Chance wird wohl dafür verwendet, um Kids für die Gefahren am Bahngleis zu sensibilisieren. Der Clip ist sehr gut gemacht und am Schluss überrascht das Video mit einem ganz anderen Ende als erwartet.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=8_67NUYzgUY[/youtube]